Tipps für Radreisen in Laos – Dein Fahrrad Urlaub

Diese Tipps für Radreisen in Laos beruhen auf unseren Erfahrungen dort im Rahmen unserer Fahrrad Reise durch Asien.

Dabei sind wir, von Thailand kommend, über Vientiane und weiter am Mekong entlang über Pakxan, Thakhek, Pakse und Khong Island geradelt und haben Laos Richtung Kambodscha wieder verlassen.

Unsere Tipps für Radreisen in Laos:

 

* Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

 

Anreise und Grenzabwicklung

Du kannst auf dem Landweg oder per Flugzeug einreisen und benötigst ein Visum.

Bei der Anreise auf dem Landweg wirst du vermutlich mit widersprüchlichen Aussagen der Grenzbeamten konfrontiert. Unsere Erfahrungen:

  • am Grenzübergang bei “Dan Pu Du“ wurden keine Visa on Arrival akzeptiert
  • am Grenzübergang bei “Huai Kon“ weiter im Norden wurde uns die Einreise mit dem Fahrrad verweigert (wegen dem Fahrrad)
  • am Grenzübergang Nong Khai war die Einreise mit Fahrrädern dann völlig problemlos per Visa on Arrival möglich.

Im Hinblick auf die Corona-Pandemie sind weitere Einschränkungen bei den Einreisebestimmungen nicht auszuschließen. In diesem Zusamammenhang sind auch verschärfte Grenzkontrollen denkbar. Hierzu solltest du dich zeitnah vor Reisestart über den aktuellen Stand informieren.

 

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Lesetipp: Fahrrad im Flugzeug mitnehmen

 

Verständigung

Die Laoten sind ein aufgeschlossenes Volk. Sie sind hilfsbereit und immer freundlich. Ein kleines Basiswissen in der Landessprache ist vor allem auf dem Land sehr förderlich für die Verständigung auf Radreisen in Laos. In den Städten kommst du auch mit Englisch gut zurecht.

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Internet, Telefonie, Stromversorgung

Stromnetz und Internet sind nicht besonders zuverlässig. Es gibt immer wieder Ausfälle.
WiFi findest du in den größeren Städten in den Hotels und in der Gastronomie.

Bargeldbeschaffung

Die Bargeldbeschaffung am Geldautomaten ist in den größeren Städten in der Regel kein Problem. Die Gebühren halten sich in Grenzen und nur selten funktioniert einer diese Geldautomaten mal nicht.

Lebensmittelbeschaffung

Laos hat eine hervorragende Straßenküche, die gleichzeitig auch noch preiswerter ist, als der Einkauf im Lebensmittelladen. Doch egal, wo du einkaufst, solltest du die Preise kennen und musst in der Regel handeln. Denn dem Touristen nennen sie in der Regel überhöhte Preise.

Manche Zutaten im Rahmen der Straßenküche sind gewöhnungsbedürftig: so werden Würmer, Maden, Frösche, Insekten, ja sogar Ratten angeboten.

Die Fülle an tropischen Früchten wird deine Speisekarte erweitern: Bananen, Mango, Ananas, Papaya, Kokosnuss, Zuckerrohr, Jackfruit, Lamyai und vieles mehr wirst du am Straßenrand finden oder auf den Märkten kaufen können.

Campingküche auf Radreisen Verpflegung auf Radreisen – Sporternährung & Campingküche Lebensmittel frisch halten auf Radreisen

 

Trinkwasserbeschaffung

Im ganzen Land ist das Wasser nicht zum Verzehr geeignet. Du musst es filtern oder abkochen. Alternativ kannst du Trinkwasser in Plastikflaschen kaufen. In vielen Einrichtungen stehen Trinkwasserspender, an denen du auf Anfrage deine Flaschen auffüllen kannst.

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Bikeshops und Service

Bikeshops gibt es nur in den großen Städten, doch deren Angebot deckt bei Weitem nicht deinen Bedarf an hochwertigen Komponenten oder Ersatzteilen. Bringe deine Ersatzteile und dein Werkzeug schon bei der Einreise mit, dann bist du autark.

Straßen

Die Straßen in Laos sind überwiegend in Ordnung und haben eine gute Asphaltdecke. Aber es gibt auch staubige Lehmpisten und Schlammwege und vor allem viel rote Erde. Weil sich der Verkehr auf den meisten Lehmpisten in Grenzen hält, ist die Staubbelastung aber gut zu ertragen.

 

Verkehr

Die meisten Autofahrer halten Seitenabstand, aber die Motorroller brettern extrem dicht an dir vorbei. Allerdings ist das Verkehrsaufkommen außerhalb der Städte und vor allem auf den Lehmpisten entlang des Mekong im Süden derart gering, dass es zu ertragen ist.

Hüte dich vor einer Verwicklung in Unfälle. In der Regel wird man dich, vielleicht sogar ausschließlich dich, zur Verantwortung ziehen, selbst wenn du keine Schuld am Unfallgeschehen hast. Das kann richtig teuer werden.

Orientierung

Mit GPS und Offline Karte im Handy sind Orientierung und Navigation kein Problem. Nach dem Weg zu fragen, ist nicht immer zielführend. Du erhältst eher eine falsche Antwort als ein „weiß ich nicht“. Am besten fragst du jemanden, der englisch spricht.

Entfernungen werden hier übrigens immer in Minuten angegeben.

Lesetipp: Navigation und GPS Logger per Handy – offline und kostenlos

 

Geländeprofil

Der Norden ist sehr hügelig, entlang des Mekong ist es flach. Im Nordosten erlebst du Kalksteingebirge mit Tropfsteinhöhlen, Wasserfällen und den spektakulären Karsttürmen.

Ein besonderes Highlight ist im Nordosten der Nam Theun Dam Stausee: das aufgestaute Wasser macht aus der Hügellandschaft von einst heute eine Seenplatte mit vielen kleinen und größeren Inseln.

 

Radeln

Das Fahrrad ist das perfekte Verkehrsmittel, um dieses tropische Land mit ausreichender Zeit genießen zu können. Abgesehen vom Norden des Landes halten sich die Höhenmeter in Grenzen. Und außerhalb der großen Städte gibt es kaum Verkehr, dafür erlebst du viele gemütliche Dörfer.

Trampen

Trampen klappt sehr gut in Laos. Es gibt sehr viele Pickups und Kleinlaster, die ohne Probleme Fahrrad und Gepäck aufnehmen können. Auch die Wartezeiten sind relativ kurz. Im Norden klappte es allerdings besser als im Süden.

Lesetipp: Trampen auf Radreisen

 

Zelten und alternative Übernachtungsplätze

Was in Thailand nahezu ohne Probleme möglich war, klappte in Laos gar nicht: Die Übernachtung in buddhistischen Tempeln war nur äußerst selten möglich. In Laos dürfen Frauen in der Regel nicht auf dem Tempelgelände übernachten und es gab oft ranghöhere Instanzen, die eine Zusage später abends doch wieder außer Kraft gesetzt haben.

Übernachtungen im Zelt sind aber kein Problem. Du musst nur mit Schlangen und freilaufenden Affen rechnen. Hier fragst du sicherheitshalber die Anwohner vor Ort, bevor du dein Zelt aufstellst.

Deine Zeltplatzsuche – was du beachten solltest Preiswerte Unterkünfte auf Reisen

 

Sicherheit auf Radreisen in Laos

Die Laoten sind friedlich und freundlich. Aggression ist ihnen völlig fremd. Doch in den Städten musst du wachsam sein und auf deine Sachen aufpassen, denn die Armut ist weit verbreitet und deine Ausrüstung weckt natürlich Begehrlichkeiten. Genauso sind Kleinkriminalität, Drogenhandel und Fahrrad-Diebstahl ernsthafte Risiken.

In den östlichen Landesteilen liegen noch viele Minen aus dem Indochina-Krieg im Boden. Sei dort auf der Hut, wenn du abseits der Wege nach einem Zeltplatz suchst.

Perfekter Fahrrad Diebstahlschutz  Fahrrad codieren – wie sinnvoll ist das?

 

Gefährliche Tiere

Es gibt gefährliche Schlangen und freilaufende Affen. Die Mücken sind in Laos genauso lästig wie in vielen anderen Ländern, können hier aber zusätzlich gefährliche Krankheiten übertragen. Gegen manche dieser Krankheiten (Malaria, Dengue, Chikungunya) gibt es keine Impfungen. Daher solltest du mit langer Kleidung und Repellentien vorsorgen und stets unter einem Moskitonetz schlafen.

Die Ameisen sind in ganz Laos eine echte Plage. Sie riechen die Lebensmittel in deinen Packtaschen und organisieren in Windeseile ganze Armeen, um alles Essbare aus deinem Gepäck zu zerkleinern und in ihren Bau zu schleppen. Wir hatten mehrfach eine solche Ameisen-Invasion in der Essenstasche. Wir haben diese Ameisen in einem separaten Artikel näher beschrieben:

Ameisen – so klein und doch so mächtig

Gesundheitsgefahren

Für eine Reise durch Laos benötigst du eine ganze Reihe Impfungen. Kontaktiere hierfür rechtzeitig einen Tropenmediziner. Dort erfährst du auch alles über die Krankheiten, gegen die es keine Impfungen gibt.

Halte dich auf deiner Reise an die üblichen Hygieneregeln, schütze dich vor den tag- und nachtaktiven Mücken mit langer Kleidung und Repellentien und schlafe stets unter einem Moskitonetz.

Das passende Moskitonetz finden – Ein Leitfaden Reiseimpfungen – ein Überblick

 

Klima

In Laos ist es ganzjährig tropisch heiß, bedingt durch die Nähe zum Äquator. In der Bergregion im Norden ist es etwas kühler. Die Regenzeit (Mai bis Oktober) solltest du meiden. Dann sind viele Lehmpisten unfahrbar.

Lesetipp: Beste Reisezeit – alle Länder in der Übersicht

 

Kultur

Der Buddhismus durchdringt das Leben der Menschen sehr intensiv. Du wirst unzählig viele Tempelanlagen sehen und erlebst in den frühen Morgenstunden mit etwas Glück den Bettelgang der Mönche und tagsüber zahlreiche Zeremonien unter Einbindung der Gläubigen.

Im Gebiet um Champasak kannst du die Ruinen der alten Khmer-Tempel aus der Zeit 11. – 13. Jh. Besichtigen.

Die buddhistischen Mönche genießen ein sehr hohes Ansehen. Sie werden berührungslos gegrüßt. Frauen dürfen die Mönche nie berühren.

Die Laoten sind friedlich und leise, Lautstärke und Aggression sind ihnen fremd. Vor dem Fotografieren solltest du die Menschen um Erlaubnis fragen.

Die Fußsohlen und die linke Hand gelten als unrein.

Sehenswürdigkeiten

Neben den vielen buddhistischen Tempeln ist es vor allem die exotische Landschaft, die Radreisen in Laos zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Vieles erlebst du dabei von der Straße aus: Karsttürme, einige Höhlen und Wasserfälle, den Nam Theun Dam Stausee und den tropischen Dschungel. Beeindruckend sind hierbei vor allem die riesigen Gummibäume mit ihren Luftwurzeln und der zum Teil riesige Bambus.

Manche Sehenswürdigkeit wird allerdings auch touristisch sehr groß aufpoliert und zu teurem Eintrittsgeld angepriesen.

Die Sehenswürdigkeiten in Laos

 

Radreise durch Laos – Unser Reisebericht

 

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