Tipps für Radreisen in Thailand

Diese Tipps für Radreisen in Thailand beruhen auf den Erfahrungen und Erlebnissen im Rahmen unserer Radreise durch Asien. Dabei sind wir insgesamt 4 Monate durch Thailand geradelt und haben sowohl den Norden, die Küste im Nordosten, die Städte Bangkok, Lop Buri, Kanchanaburi, Ayutthaya, Lamphun, Lampang, Nan und Trang sowie den Süden bis zur Grenze nach Malaysia kennengelernt.
Unsere Tipps für Radreisen in Thailand:

Anreise und Grenzabwicklung

Die Einreise ist auf dem Landweg (von Myanmar, Laos, Kambodscha oder Malaysia) oder per Flugzeug möglich.

Für Flüge musst du in der Regel dein Fahrrad in einen Karton oder einen ähnlich passenden Behälter verpacken und als Sportgepäck anmelden. Unsere Tipps zu diesem Thema:
Fahrrad im Flugzeug mitnehmen.

Du benötigst für den Aufenthalt in Thailand ein Visum. Die Einreise-Formalitäten an der Grenze sind sehr unbürokratisch und schnell vollzogen. Du musst auf der Einreisekarte allerdings unter anderem eine Adresse in Thailand angeben. Halte hiergfür auf jeden Fall irgendeine Hostel- oder Hotel-Adresse bereit. Die Eintreisekarte musst du bei der Ausreise wieder abgeben. Pass also gut auf sie auf.

Verständigung

In den Städten kommst du mit Englisch einigermaßen gut zurecht. Auf dem Land wird es da schwieriger. Ein kleines Basiswissen in Thai ist da sehr hilfreich.

Viele Thais sind aufgeschlossen und hilfsbereit, aber du triffst auch auf eher schüchterne Persönlichkeiten.

Internet, Telefonie, Stromversorgung

Du findest überall WiFi und die Verbindungsqualität ist in der Regel sehr gut. Sogar in manchem buddhistischen Tempel boten sie uns WiFi an, wenn wir dort übernachtet haben.

Das Internet hat nur selten Aussetzer und auch das Stromnetz ist stabil.
SIM-Karten für Telefonie sind relativ preiswert.

Bargeldbeschaffung

Die Bargeldbeschaffung an den Geldautomaten ist kein Problem. Auch in den kleineren Städten wirst du hier fündig.

Lebensmittelbeschaffung

Die Straßenküche in Thailand ist sehr schmackhaft und preiswert. Da liegt es nahe, aufs Selber-Kochen zu verzichten. In den Städten gibt es daneben eine ausreichende Versorgung mit kleinen Läden und großen Supermärkten.

Besonders interessant sind die Märkte: dort gibt es ein bunte Mischung aus exotischen Früchten, Gemüse, Fisch, Fleisch und fertig zubereiteten Delikatessen.

Trinkwasserbeschaffung

Nicht überall im Land ist das Wasser genießbar. Du solltest immer nachfragen, bevor du deine Flaschen auffüllst. Sehr oft findest du auch Trinkwasser-Spender mit Zapfhähnen für kaltes und heißes Wasser, wo du dich in der Regel auf Anfrage bedienen darfst.

Wasser aus zweifelhaften Quellen solltest du abkochen oder filtern. Unser Tipp zum Wasserfilter für Reisen: Outdoor-Wasserfilter für Radreisen und Backpacker.

Natürlich steht auch käufliches Trinkwasser in Plastikflaschen überall in den Läden.

Bikeshops und Service

Die Versorgung mit gut sortierten Bikeshops ist in den größeren Stäödten sehr gut. Du findest alle modernen Komponenten und die Preise sind ähnlich wie in Deutschland.

Straßen

Thailand hat durchweg gute Straßenqualität. Nur selten wirst du auf Schotter fahren müssen. In Verbindung mit dem sehr rücksichtsvollen Autoverkehr macht das Radeln hier sehr viel Spaß.

Verkehr

Die Autofahrer sind sehr rücksichtsvoll und halten Abstand beim Übergholen. Ganz anders dagegen die Motorroller-Fahrer: sie fahren tatsächlich extrem dicht an dir vorbei und haben in der Regel eine sehr hohe Geschwindigkeit.

Orientierung

Die Beschilderung ist in der Regel nur auf Thai, selten zusätzlich auch in Englisch. Die Befragung der Ortskundigen scheitert meist schon wegen der fehlerhaften Aussprache: du wirst schon bei der geringsten Abweichung nicht mehr verstanden.

Wenn man dich dann aber einmal verstanden hat, ist das noch keine Garantie für eine zielführende Wegbeschreibung. Asiaten werden eher lügen, als dass sie zugeben, dir nicht helfen zu können.

Dank GPS und Offlinekarte im Handy sind Orientierung und Navigation aber in der Regel kein Problem.

Unsere Tipps hierzu:
Fahrrad Navigation und GPS Logger per Handy – offline und kostenlos.

Geländeprofil

Im Norden ist Thailand sehr hügelíg und hält viele Höhenmeter bereit. Aber die Landschaft ist ausgesprochen reizvoll. Im Osten ist das Gelände eher flach und uninteressant.

Richtung Süden erlebst du Kalksteingebirge und vor allem spektakuläre Karsttürme sowie traumhafte Badeorte, viel Sandstrand und einige Trauminseln.

Manche Trauminsel ist allerdings so touristisch belagert, dass es nicht mehr wirklich traumhaft wirkt.

Radeln

In großen Städten kann der Verkehr schon mal anstrengend werden, doch auf dem Land fährt es sich sehr angenehm. Radreisen in Thailand machen richtig Spaß.

Trampen

Trampen klappt hervorragend in Thailand, wenn es auch an manchen Stellen etwas länger dauern kann. Die meisten Autofahrer fahren einen großen Pickup, ein ideales Fahrzeug für die Mitnahme von Fahrrad und Packtaschen.
Unsere Tipps zum Trampen: Trampen auf Radreisen.

Zelten und alternative Übernachtungsplätze

Zelten ist in Thailand ohne Probleme möglich. Allerdings haben wir weitgehend aufs Zelten verzichtet wegen der gefährlichen Schlangen.

Die buddhistischen Tempel gewähren einem Reiseradler oft eine Übernachtung in einem der Nebengebäude. Dort kannst du dir dann mit Schlafmatte und Moskitonetz dein Nachtlager einrichten.

Erwarte dort jedoch nicht viel Komfort. Wasserversorgung und sanitäre Anlagen sind meist sehr spartanisch angelegt.

Sicherheit auf Radreisen in Thailand

Thailand ist ein sicheres und friedliches Land. Trotzdem solltest du vor allem in den größeren Städten und den Touristen-Zentren die Augen offen halten und auf deine Sachen aufpassen. Schließe dein Fahrrad auf jeden Fall ab, wenn du es längere Zeit aus den Augen lässt.

Gefährliche Tiere

Hin und wieder wirst du von sehr aggressiven Hunden belagert während dem Radeln. Wenn da dann schlagartig anhälst, drehen die meisten Exemplare ab. Ein Stock in Griffweite ist auch hilfreich: halte ihn in die Höhe und die Hunde verziehen sich.

Wirklich gefährlich sind die Schlangen und Skorpione im Land. Da solltest du dich bei den Anwohnern vor Ort erkundigen, bevor du dein Zelt aufschlägst. Wir hatten in der Stadt Nan am Stadtrand Besuch von einem Skorpion zwischen unseren Packtaschen.

Gesundheitsgefahren

Für das tropische Thailand werden eine ganze Reihe Impfungen notwendig. Kontaktiere hierzu rechtzeitig einen Tropenmediziner. Dort erfährst du auch alles zu dem Schutz vor Krankheiten, gegen die es keine Impfungen gibt.

Unsere Tipps zu den Impfungen: Reise-Impfungen im Überblick.

Generell zu empfehlen: die Einhaltung der üblichen Regeln der Hygiene, lange Kleisung, Repellentien und ein Moskitonetz für die Nächte.

Hier unsere Tipps für das passende Moskitonetz.

Das Gesundheitssystem in Thailand ist gut entwickelt. Der Umgang mit meiner Dengue-Erkrankung in einem Hospital in Bangkok war sehr professionell.

Klima

Durch seine Nähe zum Äquator gibt es über das gesamte Jahr nur sehr geringe Temperaturunterschiede.

Die Monate März bis September solltest du aber meiden: März bis Juni ist es zu heiß (35 – 40 °C) und Juli bis September herrscht der Monsun.

Ideales Radelwetter hast du dagegen von Dezember bis Februar. Dann ist es angenehm warm (25 – 30 °C) und relativ trocken. Es gibt dabei natürlich immer regionale Unterschiede: in Gebirgslagen und im Norden kann es deutlich kühler sein. Und bei Wolkenbildung kannst du gleich wieder einige Grad abziehen.

Kultur

Du wirst auf Radreisen in Thailand unzählige buddhistische Tempel entdecken und betreten. Dann ist es gut, zu wissen, was erlaubt ist und was nicht:

  • kurze Hosen sind tabu
  • Frauen nicht zu freizügig gekleidet
  • Frauen dürfen Mönche nicht berühren
  • Mönche dürfen aus den Händen einer Frau nichts annehmen.

Außerhalb der Tempel gelten ebenfalls betsimmte Regeln:

  • nicht die Fußsohlen auf andere richten, sie gelten als unrein
  • die linke Hand gilt ebenfalls als unrein
  • nicht auf Türschwelle treten
  • niemals den Kopf eines anderen Menschen berühren
  • Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind tabu.

Sehenswüdigkeiten

Neben der tropischen Botanik und der exotischen Landschaft sind es vor allem die vielen buddhistischen Tempel, die den Reiz Thailands ausmachen. Sie zeigen die tiefe Verbundenheit zwischen den Menschen und ihrer Religion. Meist sind die Tempelanlagen regelrechte Parks un mehreren Gebäuden und äußerst hingebungsvoller Gestaltung. Es wird dich faszinieren.

Mehr über buddhistische Tempel.

Weitere Highlights sind in diesem Zusammenhang historische hinduistische und buddhistische Tempel aus dem 11. – 13. Jahrhundert in den ehemaligen Königsstätten (z.B. in Ayutthaya und Lop Buri) und Tropfsteinhöhlen, die durch Buddha-Statuen und sehr viel sakrales Schmuckwerk zu heiligen Stätten aufgewertet wurden.

All die Sehenswürdigkeiten entlang unserer Reiseroute haben wir in einem separaten Artikel zusammen gestellt:

Sehenswürdigkeiten in Thailand.

 

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