Kalte Füße beim Radfahren vermeiden

kalte Füße beim RadfahrenKalte Füße können einem den Spaß am Radfahren in den nass-kalten Jahreszeit ordentlich verderben. Doch was hilft gegen die Kälte? Und warum bekommen wir überhaupt kalte Füße? Eine Erklärung zu den Ursachen und ein Leitfaden zur Vermeidung von kalten Füßen beim Radfahren.

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Inhaltsübersicht

 

Wie Kälte auf unseren Körper wirkt

Sinkt die Außentemperatur weit unter den für uns Menschen angenehmen Bereich, dann beschränkt sich unser Blutkreislauf automatisch auf die Versorgung der lebenswichtigen Bereiche: Rumpf und Kopf. Die Blutgefäße in den Extremitäten (Hände und Füße) ziehen sich dafür zusammen und koppeln sich vom Blutkreislauf ab, gehen also bewusst in eine Unterversorgung.

Damit reduzieren sich die Wärme produzierenden Stoffwechsel-Vorgänge in den Extremitäten und der Wärmetransport vom Blut selber bleibt auch aus. Wir empfinden also kalte Füße und wahrscheinlich auch kalte Hände.

Mit abnehmender Außentemperatur und zunehmender Einwirkzeit käme es im weiteren Verlauf zu Unterkühlung und Erfrierung, beginnend an den Extremitäten. Dabei ist der Übergang zwischen den einzelnen Unterkühlungs-Stadien eher fließend und es kann im Extremfall tatsächlich lebensgefährlich werden. Doch damit es eben nicht gefährlich wird, hat der Mensch ja die warme Kleidung erfunden.

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Allerdings ist nicht immer alleine die Kälte für die kalten Füße verantwortlich. Da gibt es nämlich noch eine ganze Reihe anderer Faktoren und Treiber:

 

Weitere Ursachen für kalte Füße

  • Nässe
    Radfahren bei RegenNässe entzieht der Haut die Wärme (durch Verdunstung) und beschleunigt die Auskühlung des Körpers. Dabei ist es unerheblich, ob die Nässe von außen (Regen, Spritzwasser, usw.) oder von innen (Schweiß) kommt.
  • Zu enge Schuhe
    Winter-Fahrradschuhe gegen kalte FüßeBei kalten Außentemperaturen können auch zu enge Schuhe kalte Füße begünstigen (zu wenig Bewegungsspielraum für die Zehen und eingeengte Blutgefäße und Nerven). Bei Fahrradschuhen mit Klicksystem kommt hierbei sogar noch die Kältebrücke in der Sohle als Faktor hinzu.

Neben diesen offensichtlichen Faktoren (Kälte, Nässe, zu enge Schuhe) können aber auch Erkrankungen im Körper oder Dysbalancen in Geist und Seele verantwortlich für kalte Füße sein:

  • Stress, Depression oder Angstzustände versetzen unser Herz-Kreislauf-System in einen Alarmzustand. Auch hierbei wird automatisch die Versorgung der Extremitäten zurückgefahren und es kann kalte Füße begünstigen.
  • Flüssigkeitsmangel lässt unser Blut dickflüssiger werden. Es fließt dann nicht mehr so leicht durch die feinen Blutgefäße in den Extremitäten. Wer also auf Dauer zu wenig trinkt, neigt eher zu kalten Füßen.
  • Niedriger Blutdruck (woher auch immer) wirkt ähnlich: Hier fehlt unserem Blut der nötige Strömungsdruck, um sich durch die feinen Blutgefäße in Händen und Füßen zu bewegen.
  • Durchblutungsstörungen, Gefäßerkrankungen, Herzkreislaufschwäche, Stoffwechselkrankheiten, Hormonstörungen, bestimmte Medikamente oder ähnliche Faktoren können ebenfalls verantwortlich sein für kalte Füße.

Fazit:
Es ist nicht nur die Kälte, die uns kalte Füße beschert. Es sind unter Umständen ganz viele Faktoren, die ineinander greifen. Folglich hat jeder von uns seine ganz persönliche Reizschwelle für kalte Füße.

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Warum wir gerade beim Radfahren kalte Füße bekommen

Zusätzlich zu den oben schon erwähnten Faktoren kommen beim Radfahren noch ein paar weitere Trigger hinzu:

  • Der Fahrtwind bewirkt einen Abtransport der Körperwärme (Konvektion). Kalte Außenluft empfinden wir dadurch deutlich kälter, als sie tatsächlich ist (Windchill). Dabei steigt der Auskühl-Effekt mit sinkender Lufttemperatur und steigender Windgeschwindigkeit.
    Je schneller du auf dem Fahrrad also unterwegs bist, desto stärker kühlt dich dieser Windchill aus. Das betrifft nicht nur deine Füße, sondern deine gesamte Silhouette im Fahrtwind, aber an den Extremitäten wirkt es sich zuerst aus (siehe oben).
  • Hinzu kommt, dass sich die Gliedmaßen im Fuß beim Pedalieren relativ wenig bewegen. Es findet also in Muskeln, Bänder, Sehnen und anderem Fuß-Gewebe kein nennenswerter Stoffwechsel statt, der Wärme produzieren könnte. Da ist ein Fuß beim Wandern oder Joggen durch das ständige Abrollen viel besser gegen Kälte von außen gewappnet.
  • Lake Sevan in ArmenienWenn das Radfahren in Sport ausartet, treibt es den Kreislauf auf eine höhere Betriebstemperatur, weil die Muskulatur ordentlich Energie verbrennt. Das wirkt einer Auskühlung des Körpers und auch den kalten Füßen entgegen. Weil du dabei aber auch schwitzt, sollte deine Kleidung jetzt ausreichend atmungsaktiv sein, um den Schweiß effektiv nach außen zu transportieren. Funktioniert dieser Mechanismus nicht, kühlt dich der nasse Schweiß aus und die Auskühlung wird beschleunigt. Was wiederum schneller kalte Füße zur Folge hat.

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Was hilft gegen kalte Füße beim Radfahren

  • Radreise im WinterEin gut temperierter Körper zwingt den Blutkreislauf nicht so schnell in den Überlebens-Modus (siehe oben). Halte deinen Körper also ausreichend warm und trocken. Dafür bedienst du dich am besten der üblichen Sportbekleidung oder “Funktionskleidung”. Achte bei der Produktwahl auf gute Atmungsaktivität, Winddichtheit und Wasserdichtigkeit. Nutze zudem das Zwiebelprinzip und variiere in der Anzahl der Lagen, um die Körpertemperatur zu regulieren.
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  • Winter-Fahrradschuhe gegen kalte FüßeTrage ausreichend warme Schuhe, die auch mit dicken Wollsocken noch genügend Platz für die Bewegung der Zehen bieten. Achte hier auf atmungsaktives Obermaterial, eine warme Innensohle und bei Klickpedalen zusätzlich auf eine ausreichende Isolierung gegen die Kältebrücke im Bereich der Cleats.
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  • beheizte Einlegesohlen gegen kalte FüßeEs gibt zwar noch beheizbare Einlegesohlen (Einweg oder wiederverwendbar) und beheizbare Socken, doch empfehlen würden wir diese Artikel nicht. Sie entwöhnen die Füße Schritt für Schritt von einer natürlichen Reaktion auf die einwirkende Kälte und wirken damit sogar kontraproduktiv.

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Durchblutung der Füße verbessern

Die Füße beim Radfahren gegen Kälte zu schützen, ist sinnvoll. Aber zusätzlich kannst du deine Füße auch gezielt gegen Kälte abhärten:

  • Regelmäßige Kneipp-Bäder, barfuß laufen auf Rasen, Kies oder Sand, gerne auch bei Minusgraden, … all das fördert die Durchblutung deiner Füße und macht sie widerstandsfähiger gegen Kälte.

Darüber hinaus wirkt ein gesunder Lebensstil auch vorbeugend gegen kalte Füße:

  • Achte auf eine gesunde Ernährung und vermeide hektisches Essen unter Stress. Mache dir zudem bewusst, dass es kühlende und wärmende Lebensmittel gibt. Zu den wärmespendenden Lebensmitteln zählen z. B. Rettich, Kürbis, Zwiebel, Knoblauch, Wurzelgemüse, Nüsse, Kümmel, Ingwer, Zimt, Curry, Pfeffer, Anis und Chili.
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  • Reduziere deine Essensportionen, wenn du an Übergewicht leidest. Denn Übergewicht kann Arterienverkalkung beschleunigen und damit kommt in deinen Füßen weniger Blut an.
  • Treibe regelmäßig Ausdauersport (Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Joggen, …). Das trainiert dein Herz-Kreislauf-System und fördert eine gute Durchblutung auch in den Extremitäten.
  • Trinke immer ausreichend Flüssigkeit (Wasser, Tee, ungezuckerter Fruchtsaft). Das hält dein Blut dünnflüssig und die feinen Blutgefäße in den Extremitäten werden besser durchblutet.
  • Sind Krankheiten deiner Vermutung nach für die kalten Füße zumindest mitverantwortlich, solltest du deinen Arzt gezielt nach geeigneten Behandlungs-Ansätzen befragen. Das müssen nicht gleich Medikamente sein. So helfen gegen niedrigen Blutdruck zum Beispiel Wechselbäder, viel Schlaf und viel Bewegung. Und auch bei Stoffwechselkrankheiten, Hormonstörungen oder anderen Erkrankungen kannst du gegensteuern; und das nicht nur der kalten Füße wegen.
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Fazit zu den kalten Füßen beim Radfahren

Wer hätte das gedacht?! Kalte Füße haben nicht nur mit Kälte und Nässe zu tun. Und warme Socken und Winterschuhe bringen möglicherweise weniger, als regelmäßiges Abhärten der Füße. Vor diesem Hintergrund ist es auch fast unerheblich, dass Frauen wohl schneller kalte Füße bekommen, als Männer.

 

 

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