LED Taschenlampe kaufen – welche ist die beste?

Die Taschenlampe zählt sicher nicht zu den brandaktuellen Gadgets. Dafür gibt es sie schon zu lange und neben ihr so manche interessante Alternative im Bereich mobiler Leuchtquellen. Dennoch hat sie ihre Daseinsberechtigung und erlebt seit dem Einzug der LED-Technik eine Renaissance.

Grund genug, einmal genauer zu checken, was der Markt da aktuell so bietet. Warum sind LEDs besser als Xenonlampen? Auf was musst du beim Kauf einer LED Taschenlampe achten? Warum sind viele LED Taschenlampen so teuer? Und welche Taschenlampe ist die richtige? Wir bringen Licht ins Dunkel. Ein Leitfaden für alle, die sich die passende Taschenlampe kaufen wollen.

 

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Die LED Technik

Die LED (Leuchtdiode) als Leuchtmittel hat die Lichterzeugung revolutioniert. Sie entstammt der Halbleiter-Technologie und hat viele Vorteile gegenüber den historischen Glühbirnen und Halogenlampen:

Eine LED ist als Leuchtmittel im Energieverbrauch um ein Vielfaches effizienter als die Glühlampe. Spitzenprodukte erreicht heute eine Lebensdauer von über 100.000 Stunden (so z. B. die LEDs der Firma Cree). Zudem ist sie unempfindlich gegen Stöße und häufiges Ein- und Ausschalten.

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Xenonlampen sind zwar sehr hell, aber sie altern schneller als LEDs und sind teurer. Außerdem sind sie nicht so robust gegen Erschütterungen. Daher hat sich die LED durchgesetzt. Und das wird sich auch in Zukunft nicht großartig ändern.

Gute und schlechte LED Taschenlampen

Allerdings gibt es neben den hochwertigen LEDs auch minderwertige Produkte mit deutlich geringerer Lebensdauer. Zudem wird eine LED durch unzureichende Kühlung oder eine ungeeignete Stromversorgung massiv geschädigt. Und genau dieser Zusammenhang ist die Ursache für die oftmals enttäuschende Qualität unter den LED-Lampen:

In Billig-Taschenlampen kommen preiswerte (und damit minderwertige) LEDs zum Einsatz und es gibt konstruktiv bedingt keine ausreichende Kühlung. Oft werden hier nämlich mehrere LEDs nah beieinander und kunststoffummantelt verbaut. Auch kommt hier selten eine stabile Stromversorgung zum Einsatz. Damit ist schon vor Beginn der Nutzung absehbar, dass die betreffende Taschenlampe nicht lange hält, was der Hersteller verspricht.

Ganz anders dagegen bei hochwertigen Taschenlampen renommierter Hersteller: Hier werden nur hochwertige LEDs mit hoher Lichtausbeute verbaut und mit einer passiven Kühlung aus wärmeleitenden Werkstoffen versehen. Ergänzend kommen sogar Wärmesensoren zum Einsatz, die zum Schutz gegen Überhitzung die Leistung aktiv drosseln.

Sind Taschenlampen nicht mit einer solchen Stromregelung ausgestattet, kann schon die falsche Batterie wegen zu geringem Innenwiderstand eine Überhitzung und damit eine vorzeitige Alterung der LED bewirken. Und weil die Leuchtdioden in der Regel fest mit der Elektronik verlötet sind, ist die Taschenlampe beim Ausfall der LED dann Schrott. Denn ein Austausch ist dort nicht vorgesehen.

Marketing-Tricks der Hersteller und Händler

Aber auch bei den hochwertigen Taschenlampen musst du mit üblen Tricks der Hersteller rechnen:

LEDs verhalten sich anders als Glühbirnen, wenn die Batterieladung zur Neige wird: Sie leuchten weiter mit unveränderter Lichtfarbe, aber mit deutlich reduziertem Lichtstrom. Aber sie leuchtet eben noch, wo Glühbirnen längst erloschen wären. Und diese Phase rechnen die Hersteller in den Angaben zur Leistung der Taschenlampe bewusst als vollwertige Brenndauer mit ein, um ihre Produkte besser aussehen zu lassen.

Gehe also davon aus, dass du niemals die vom Hersteller oder Händler angegebene Brenndauer erzielen wirst.

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Wann reicht die LED-Leuchte im Handy?

Wie oben schon erwähnt: Es gibt interessante Alternativen zur klassischen Taschenlampe. Zum Beispiel die Taschenlampen-Funktion in deinem Handy. Sie nutzt die Blitz-LED im Smartphone. Daneben gibt es Taschenlampen-Apps, die auch noch individuelle Einstellungen zulassen. Damit hast du also für Notfälle und spontane Anwendungen immer eine LED Taschenlampe dabei.

Allerdings ist ein Handy im Vergleich zu einer griffigen Taschenlampe für einen dauerhaften Einsatz nur bedingt geeignet. Die Helligkeit der Blitz-LED ist zwar extrem hell, doch wegen dem fehlenden Reflektor ist der Lichtkegel sehr breit und somit die Leuchtweite nicht besonders hoch. Es ist sogar denkbar, dass du die Blitz-LED auf Dauer durch eine Nutzung als Taschenlampe schädigst, weil z. B. keine ausreichende Kühlung vorgesehen ist (siehe oben). Und bei Regen ist das Handy sicher auch keine gute Lösung mehr.

Taschenlampe oder Stirnlampe?

Eine weitere Alternative zur Taschenlampe ist die Stirnlampe. Sie steht tatsächlich mit der Taschenlampe auf Augenhöhe, was Leistung und Ausstattung angeht. Du trägst sie auf dem Kopf und hast die Hände frei. Außerdem leuchtet eine Stirnlampe immer in deine Blickrichtung.

Mit diesen Eigenschaften ist sie prädestiniert für alle Tätigkeiten im Nahbereich, für die du beide Hände benötigst. Aber auch für Fernsicht, Verkehr und diverse Outdoor-Unternehmungen ist eine Stirnlampe eine echte Alternative zur Taschenlampe.

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Lesetipps:

Stirnlampen kaufen – was beachten? Die Stirnlampen Testsieger in einer Übersicht

 

Allerdings sind Stirnlampen bewusst klein und leicht gehalten. Keiner will schließlich ein Kilo-schweres Gerät auf dem Kopf tragen. Und somit kommt eine Stirnlampe eben doch an ihre Grenzen, sobald du viel Leistung und große Akkus benötigst.

 

Helligkeit

Als Maß für die Helligkeit dient der Lichtstrom, gemessen in Lumen. Die Lampen-Hersteller geben diesen Wert in der Regel in der Produktbeschreibung auch an. Doch wie viel Helligkeit brauchst du wofür? Eine kleine Skala als Entscheidungshilfe:

Tätigkeit erf. Lichtstrom
Lesen im Zelt 50 – 100 lm
Keller, Fahrrad, Wandern 300 – 500 lm
Jagd, Polizei 700 – 1000 lm
Höhlen, Rettungseinsätze über 1000 lm

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Leuchtweite

Die Leuchtweite wird in Metern angegeben. Eine große Leuchtweite ist im Gelände sehr nützlich, für die Anwendung daheim ist sie aber nicht erforderlich.

Streuung des Lichtkegels

Ist die Fokussierung an der Taschenlampe variabel, kannst du den Lichtkegel enger oder breiter stellen. Aber es gibt auch Modelle mit fester Streubreite. Dann sollte der Lichtkegel natürlich zu deinem Einsatzgebiet passen.

Die Abdeckung: Glas oder Kunststoff?

Kratzerfestes Glas ist besser als bruchsicherer Kunststoff. Denn Kratzer bedeuten Streuverluste. Für den rauen Einsatz solltest du gezielt auf Saphirglas setzen, denn dieses Glas ist besonders bruchsicher. Und wenn Glas doch einmal bricht, findest du bei renommierten Herstellern leicht Ersatz.

Stromversorgung

Mit zunehmender Leistung wächst logischerweise auch der Stromverbrauch. Das betrifft aber nicht nur die Leistungsaufnahme der LEDs, sondern auch integrierte Komfortfunktionen, wie z. B. automatische Anpassungen über Sensoren. Sei dir dessen bewusst, wenn du nach der passenden Taschenlampe suchst. Zuviel Leistung kostet dich nur unnötig viel Geld im Laufe der Nutzungszeit.

Für Vielnutzer ist auf Dauer der Betrieb über Standard-Akkus und Standard-Ladegeräte am preiswertesten. Einweg-Batterien, Spezial-Akkus und vor allem vom Hersteller speziell zugeschnittene Akku-Packs gehen ordentlich ins Geld. Und betrachte die Herstellerangaben zur Brenndauer in Stunden mit einer Akkuladung immer mit Skepsis (siehe oben).

Beachte bei der Wahl deiner Batterien oder Akkus auf jeden Fall die Vorgaben des Herstellers. Denn eine zu hohe Leistung oder auch die falschen Ladungsträger können die LEDs schädigen (siehe oben).

Besonders komfortabel ist ein USB-Ladeanschluss im Lampengehäuse. Der ist allerdings trotz Abdeckung auch gleichzeitig anfällig gegen Feuchtigkeit.

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Taschenlampen mit einer Aufladung der fest verbauten Akkus per Induktion (Aufladung durch Schütteln) oder Drehkurbel (Dynamo-Prinzip) betrachten wir eher als Spielerei mit ungewisser Lebensdauer, aber nicht als ernstzunehmende Taschenlampe.

Eine integrierte Ladestands-Anzeige mit Alarmfunktion kann sinnvoll sein, wenn du bei deinen Unternehmungen den Ausfall der Lampe auf jeden Fall vermeiden willst.

Umfang der Leuchtmodi

Neben dem Lichtstrahl in voller Stärke findest du häufig auch abgedimmtes Licht, Blinkmodus (Stroboskop-Funktion), SOS-Signal, Sofortlicht (Licht nur bei gedrücktem Schalter) und noch einiges mehr. “Locator-Flash” z. B. erleichtert das Auffinden der Lampe in Dunkelheit durch einen schwachen Blitz alle paar Sekunden.

Lichtfarbe

Bei der Lichtfarbe kannst du manchmal zwischen Modellen mit kaltweißem Licht (CW) und neutralweißem Licht (NW) entscheiden: Bei Neutralweiß ist die Farbwiedergabe natürlicher. Kaltweiß kommt mit leichtem Blaustich daher, ist aber auch vollkommen in Ordnung.

Darüber hinaus bieten viele Modelle auch rotes, grünes oder oranges Licht. Rotes Licht eignet sich für die Beobachtung von Tieren, orange ist als Warnlicht im Verkehr nützlich.

Es gibt auch Taschenlampen mit UV-Licht. Die sind für den Einsatz beim Geocaching, für die Spurensuche oder andere spezielle Anwendungen.

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Schutz gegen Feuchtigkeit

Achte auf die IP-Schutzart der Lampe, wenn du mit mehr oder weniger viel Feuchtigkeit rechnest.

Schutzart Schutz gegen
IPX4 Spritzwasser
IPX5 Strahlwasser
IPX6 starkes Strahlwasser
IPX7 zeitweiliges Untertauchen
IPX8 dauerhaftes Untertauchen

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Das Lampengehäuse

Dass die Taschenlampe robust und solide aufgebaut ist und Schläge wie auch Stürze ohne Schäden wegsteckt, ist bei hochpreisigen Modellen obligatorisch, im Niedrigpreis-Bereich musst du da mehr oder weniger große Abstiche machen. Da helfen dir aber eher die Rezensionen anderer Käufer und dein persönlicher Eindruck, als die Angaben der Hersteller.

Auch praktisch: Ein flacher Gehäuseboden erlaubt es, die Lampe als Deckenstrahler auf den Tisch zu stellen (Tailstand). So erhältst du ein angenehmes Licht in geschlossenen Räumen.

Wo und wie sind die Bedienelemente angeordnet? Sind Knöpfe und Schieber intuitiv angeordnet und leicht zu bedienen? Auch mit Winterhandschuhen?

Ein integrierter Kompass

Auf einen ins Lampengehäuse integrierten Kompass kannst du verzichten. Der wird nach unserer Einschätzung sicher nicht störungsfrei funktionieren. Dafür existieren in unmittelbarer Nähe zur Magnetnadel zu viele Metallbauteile als Störquellen in jeder Taschenlampe.

Das Gewicht

Das Gewicht der Taschenlampe wird sicher vorrangig durch Art und Anzahl der Batterien bzw. Akkus bestimmt. Dennoch lohnt hier ein genauer Vergleich zwischen verschiedenen Modellen.
Behalte aber stets im Auge, dass eine effektive Wärmeableitung den Einsatz von Metall notwendig macht. Und das ist bekanntlich schwerer als Kunststoff.

Zubehör für LED Taschenlampen

Berücksichtige in deinem Budget auch vor dem Kauf der Taschenlampe schon weiteres Zubehör, wenn die Ausstattung der angedachten Lampe in dieser Hinsicht Hersteller-seitig sehr mager gehalten ist.

Da gibt es Halterungen fürs Fahrrad, für den Rucksack oder für den Hosengürtel, hochwertige Ladegeräte mit Überspannungsschutz, Ersatzakkus und einiges mehr. Das kann sich leicht zu einem nennenswerten Geldbetrag summieren.

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Fazit zu den LED Taschenlampen

Wenn du es ernst meinst und deine LED Taschenlampe sehr intensiv nutzen wirst, solltest du gleich zu einem Produkt der Markenhersteller greifen. Es muss ja nicht gleich ein LED-Strahler mit 6000 Lumen Lichtstrom für 750 Euro sein.

Aber von den preiswerten Modellen unter 50 Euro solltest du nicht allzu viel erwarten, was Lebensdauer und Leistungsangaben betrifft.

Wer sich vor dem Kauf besonders intensiv mit der Materie beschäftigen möchte, sollte sich mal im Taschenlampen-Forum (externer Link) umschauen.

LED Taschenlampen Testsieger – Übersicht

 

 

Lesetipp:

Navi Testsieger

 

 

 

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