Tipps für Radreisen in Wales

Diese Tipps für Radreisen in Wales beruhen auf unseren Erfahrungen und Erlebnissen dort im Rahmen unserer großen Radreise durch Großbritannien. Dabei sind wir von Newport im Süden bis Holyhead im Norden die gesamte Küste entlang geradelt.

Unsere Tipps für Radreisen in Wales

Anreise und Grenzabwicklung

Für die Anreise kommen mehrere Varianten in Betracht:

  • Per Fähre vom europäischen Festland nach England und in England auf dem landweg weiter bis nach Wales
  • Per Flugzeug bis nach Cardiff in Wales, alternativ nach Birmingham oder Manchester
  • Per Bahn oder Fernbus über den Eurotunnel

Unsere Tipps für den Fahrrad Transport im Flugzeug.

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU werden sich auch die Einreisebestimmungen für Wales ändern. Das solltest du im Auge behalten und vor deiner Reise auf der Website vom Auswärtigen Amt recherchieren.

Verständigung

Neben Englisch wird auch Walisisch gesprochen. Solange dich keiner als Walisisch anspricht, dürfte die Verständigung also kein Problem sein.

Etwas schwieriger ist es da mit der Beschilderung. Wenn diese nur auf Walisisch ist, benötigst du in der Regel Hilfe bei der Interpretation.

Die Landesbevölkerung ist jedoch sehr freundlich und aufgeschlossen. Du kannst jederzeit um Hilfe bitten oder nach Informationen oder dem Weg fragen.

Internet, Telefonie, Stromversorgung

Für das Stromnetz in Wales benötigst du einen Adapterstecker Typ G. Wenn du viele andere Länder bereisen willst, lohnt sich für dich sicher ein Universaladapter.

Unsere Tipps hierzu: Stromversorgung auf Radreisen.

Den preiswertesten Zugang zum Internet hast du über freies WiFi, das du in den Hotels, den Gaststätten und in vielen öffentlichen Einrichtungen findest. In den dünn besiedelten Gebieten des Landes wirst du allerdings deine Mühe haben, WiFi zu finden.

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU werden in Wales auch sicher wieder Roaminggebühren erhoben. Das solltest du im Auge behalten, wenn du über deinen heimatlichen Handyvertrag per Datenverbindung surfen willst.

Bargeldbeschaffung

Offizielle Landeswährung ist das Pfund Sterling.
In den Städten ist die Bargeldbeschaffung am Geldautomaten kein Problem. Kläre vor der Reise bei deiner Bank, ob die Verwendung der EC-Karte oder einer Kreditkarte empfohlen wird.

Fremdwährungen kannst du in Banken und Wechselstuben umtauschen.

Lebensmittelbeschaffung

In den Städten ist die Versorgung mit Geschäften sehr gut. Es gibt Supermärkte und kleine Läden. In den kleineren Dörfern auf dem Land ist die Versorgung deutlich reduziert. Insbesondere auf deiner Durchreise durch die Nationalparks wirst du dabei mit längeren Durststrecken konfrontiert. Berücksichtige das bei deinen Einkäufen in den Städten.

Trinkwasserbeschaffung

Du kannst überall deine Trinkflaschen auffüllen, das Wasser aus der Leitung ist in der Regel trinkbar. Fragen solltest du aber trotzdem, um sicher zu gehen.

Willst du dennoch zur Sicherheit einen eigenen Outdoor-Wasserfilter mitnehmen, dann findest du hier unsere Empgehlung: der beste Outdoor-Wasserfilter.

In jedem Haushalt gibt es einen Wasserkocher. Auf Anfrage konnten wir somit überall heißes Wasser für unsere Thermosflasche bekommen, wenn wir mal zu früh am Tag leer gelaufen waren, z.B. wegen schlechten Wetters.

Bikeshops und Service

In den Städten findest du Bikeshops. Auf dem Land und in den kleinen Städtchen sucht du da vergebens. Daher fährst du am besten, wenn du dein Werkzeug und deine Ersatzteile schon bei der Einreise mit im Gepäck hast.

Unsere Tipps hierzu:

Straßen

Das Panorama in Wales ist überwiegend sehr hügelig und viele Straßen weisen dementsprechend sehr steile Anstiege auf. Die Anstiege sind dabei nie besonders lang, doch durch das ständige Auf und Ab kommen ungewöhnlich viele Höhenmeter zusammen. Damit ist Wales für Radreisen und Fahrradtouren besonders anstrengend.

Reduziere dein Gepäckgewicht daher auf ein absolutes Minimum für Radreisen in Wales.

Verkehr

In ganz Großbritannien, so auch in Wales, herrscht Linksverkehr.

Außerhalb der Städte ist das Verkehrsaufkommen relativ gering. Hier hast du als Radfahrer deine Ruhe und es gibt kaum gefährliche Situationen für dich im Straßenverkehr.

Orientierung

Zum Glück sind manche Ortsschilder nicht nur in Walisisch, sondern zusätzlich auch in Englisch beschriftet. Ist das nicht der Fall, kann die Orientierung schon mal schwierig bis unmöglich werden.

Allerdings sind GPS und die Offlinekarte im Handy für Orientierung und Navigation völlig ausreichend.

Unsere Tipps hierzu: Navigation & GPS Logger per Handy.

Geländeprofil

Es ist sehr hügelig in Wales, in mancher Region (Snowdonia Nationalpark, Brecon Beacon National Park) sogar gebirgig. Folglich solltest du das Geländeprofil auf Radreisen in Wales immer im Auge behalten. Denn die steilen Anstiege können dir das Radeln in Wales zur Hölle machen, insbesondere in Verbindung mit Gegenwind und Regen.

Radeln

In ganz Großbritannien kannst du dich auf Fahrradtouren und Radreisen auf das hervorragend ausgebaute Wegenetz des National-Cycle-Network konzentrieren. Sämtliche Infos hierzu findest du unter: https://www.sustrans.org.uk/national-cycle-network/

Es gibt hier Übersichtkarten und du kannst deine Routen planen. Die Radwege sind sehr gut ausgeschildert und die Übersichtstafeln an den größeren Radwege-Kreuzungen helfen bei der Orientierung.

Etwas nervig sind lediglich die Schikanen, die man in ländlicher Region immer wieder mit Fahrrad und Gepäck passieren muß: es sind Barrieren, die das Vieh oder motorisierte Zweiradfahrer am Passieren hindern sollen. Diese Barrieren sind meistens so unglücklich konstruiert, dass du dein Gepäck vom Fahrrad abnehmen und einzeln durch die Schleusen tragen mußt. Wenn auf einem Weg alle paar km eine solche Barriere die Weiterfahrt unterbbricht, kann das ganz schön belastend sein.

Trampen

Wir haben keine Erfahrungswerte zum Trampen in Wales, denken aber, dass es ohne Probleme machbar ist. Die Einheimischen sind sehr freundlich und hilfsbereit und werden dich schon mitnehmen. Es kann höchstens daran scheitern, dass es zu wenig Verkehr oder nicht die passenden Fahrzeuge auf deiner Strecke gibt.

Unsere Tipps hierzu: Trampen auf Radreisen.

Zelten und alternative Übernachtungsplätze

Zelten ist in Wales ohne Probleme möglich. Wir haben stets bei privat oder auf Farmen gefragt und erhielten in der Regel die Erlaubnis, unser Zelt auf Privatland aufzubauen. Es ist darüber hinaus auch eine gute Gelegenheit, tiefer in die Kultur des Landes einzutauchen. Denn nicht selten wirst du zu einem Tee eingeladen oder es entwickeln sich nette Gespräche zwischen dem Gastgeber und dir. Mit einigen dieser Kontakte stehen wir sogar heute noch in Verbindung.

Eine brauchbare Alternative sind die privaten Übernachtungsnetzwerke Warmshowers und Couchsurfing. Insbesondere in größeren Städten erspart es dir oft die Zeltplatzsuche.

Sicherheit auf Radreisen in Wales

Wales ist ein Landesteil vom Vereinigten Königreich (Großbritannien und Nordirland), ebenso wie England, Nordirland und Schottland. Insbesondere England war in den letzten Jahren häufiger Ziel terroristischer Anschläge (Manchester und London in 2017; Westminster in 2018). Das Auswärtige Amt stuft Großbritannien daher im Hinblick auf internationalen Terror als sehr gefährdet ein. Das gilt auch für Wales. Allerdings halten wir Terroranschläge auf Ziele in Wales eher für unwahrscheinlich.

Im Zentrum der großen Städte solltest du dennoch immer auf deine Sachen aufpassen.

Gefährliche Tiere

Es ist möglich, dass die giftige, für Menschen gefährliche Kreuzotter nicht nur in England und Schottland, sondern auch in Wales vorkommt. Das solltest du bei deiner Zeltplatzsuche im Auge behalten.

Gesundheitsgefahren

Vor Radreisen in Wales solltest du deinen Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Kontaktiere hierzu rechtzeitig deinen Hausarzt.

Weitere Tipps hierzu: Reiseimpfungen im Überblick.

Klima

Beste Reisezeit für Radreisen in Wales sind die Monate Juni bis September. Dann sind die Tage am längsten und es herrschen angenehme 20 °C oder sogar mehr.

Kultur

Die ungewöhnlich hohe Anzahl historischer Burgruinen in Wales zeugt von einer bewegten Geschichte. Römer, Angelsachsen und später auch die Normannen sorgten hier immer wieder für gewaltsame und blutige Auseinandersetzungen.

Rugby ist der Nationalsport des Landes. Daneben erfreuen sich auch Fußball, Cricket und Hockey großer Beliebtheit.

Am 1. März feiert Wales regelmäßig seinen Schutzpatron: St. David Day.

Sehenswürdigkeiten

Wales hat eine abwechslungsreiche Küste mit steilen Felsklippen und Badestränden. Desweiteren beherbert das Land eine unglaublich große Anzahl Burgruinen (es sollen über 640 sein), einige Nationalparks (Snowdonia Nationalpark, Brecon Beacon National Park, Pembrokeshire-Coast) und ein paar sehenswerte Städte, unter anderem St. David und Tenby samt der Insel Caldey Island.

Der kleine Ort Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch (oder kurz Llanfair) im Norden von Wales erlangte Bekanntheit durch die Länge seines Namens.

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