Die freilaufenden Affen in Asien

In einigen Ländern Asiens laufen einem oft Affen in freier Wildbahn über den Weg. Meist handelt es sich um Makaken oder Languren, es gibt aber noch andere Primaten-Gattungen.

Sie sind Touristen-Attraktion, heilige Tiere, Belästigung und Gesundheitsgefahr. Wir haben sie in vielen Ländern Asiens gesehen und erlebt.

Wo man die freilaufenden Affen findet

Im Hinduismus zählen einige Affenarten zu den heiligen Tieren (die Hindu-Gottheit Hanuman erscheint in der Gestalt eines Affenmenschen). Aber auch in buddhistischen Ländern wie Thailand gelten die Affen als heilig. Deshalb werden sie in vielen Ländern Asiens im Lebensraum des Menschen geduldet.

In der Nähe des Menschen gibt es aber nur selten natürliche Feinde wie Raubkatzen oder Wölfe. Somit vermehren sich die Affen in den bewohnten Gebieten ungehemmt.

Wir haben sie in den Städten, in Botanischen Gärten, an der Straße, in den buddhistischen und hinduistischen Tempeln oder in kleinen Parks erlebt. Unter anderem in Indien (New Delhi und vielen kleineren Dörfern), Nepal (Kathmandu), Thailand (Lop Buri oder Prachuap Khiri Khan), Kambodscha (Siem Reap) und in Malaysia (Batu Caves bei Kuala Lumpur).

Unsere Videos auf Youtube:

New Delhi:    Clip

Indien:    Clip

Kathmandu:    Clip

Thailand:    Clip1     Clip2     Clip3    Clip4    Clip5

Die Affen als Touristen-Magnet

An vielen Orten sind die Affen zu einer Touristen-Attraktion geworden. Sie werden gefüttert und die Menschen haben ihren Spaß. An sehr touristischen Orten wird hierfür sogar Tierfutter an die Menschen verkauft.

In der thailändischen Stadt Lop Buri findet jährlich im November sogar ein „Monkey Buffet Festival“ statt. Dann werden den Affen der Stadt am Wat Prang Sam Yot riesige Mengen Obst quasi als Opfergabe dargeboten. Zum Amüsement der Touristen.

Diese Tiere haben sich unterdessen an die Menschen gewöhnt und werden immer dreister. So wird manchem Touristen die Brille, eine Plastiktüte oder das Eis aus der Hand gerissen. Da muss man tatsächlich aufpassen und alle Sachen fest im Griff haben.

Die Affen als Belästigung

In den Städten turnen die Affen an Stromleitungen und Laternen herum, klettern an den Gebäudefassaden und Hausdächern herum oder treiben auf den Gehwegen und in Parks ihr Unwesen.

Sie beschädigen Wertgegenstände, brechen in Autos oder Häuser ein um nach Nahrung zu suchen oder greifen auch schon einmal Menschen an, wenn sie sich bedroht fühlen.

Somit werden sie in vielen bewohnten Gebieten als Belästigung empfunden und erregen den Protest der Bevölkerung.

In Kathmandu hatten die Affen sich während einer Besichtigungstour an unseren Fahrrädern zu schaffen gemacht und die essbaren Dinge aus den Plastiktüten gerissen. Als wir zu den Rädern zurückkehrten, fanden wir ein Bild der Verwüstung vor.

Die Affen als Gesundheitsgefahr

Die Tiere tragen Viren gefährlicher Krankheiten in sich und können diese durch Körperkontakt oder Bisse an den Menschen weitergeben. Zu den übertragbaren Krankheiten gehören Herpes-B und Japanische Encephalitis.

Und weil die in Freiheit lebenden Affen keiner Kontrolle unterliegen, weiß niemand, welche Affenrudel gefährliche Viren in sich tragen. Daher ist es ratsam, sich grundsätzlich von diesen Primaten fernzuhalten. Insbesondere beim Füttern gehen viele Touristen hier ein unkalkulierbares Gesundheits-Risiko ein.

 

Das könnte dich ebenfalls interessieren

 

Nichts mehr verpassen:  Newsletter abonnieren

Kommentare sind geschlossen.