Demenz verhindern durch Radfahren

DemenzDemenz ist keine Krankheit im engeren Sinne, sondern ein Sammelbegriff für Symptome, die aus dem fortschreitenden Verlust unserer geistigen Fähigkeiten resultieren. Das Risiko für eine Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter und die Inzidenz steigt in vielen Ländern kontinuierlich. So erwarten die Fachleute für die kommenden 30 Jahre eine Verdreifachung der Erkrankungsfälle weltweit.

Allerdings hat es Gründe, dass diese Erkrankung sich so intensiv verbreitet: Viele Risikofaktoren resultieren aus unserem heutigen Lebensstil und ließen sich leicht vermeiden. Wenn man zeitig genug gegensteuert.

Wodurch wird Demenz begünstigt? Wie entwickelt sich die Krankheit? Warum kann Sport Demenz verhindern? Und warum eignet sich gerade das Radfahren als Vorbeugung gegen Demenz? Ein Leitfaden.

* Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

 

Inhaltsübersicht

 

Ausprägungsformen von Demenz

Die Medizin differenziert zwischen vielen verschiedenen Ausdrucksformen von Demenz. Die Alzheimer-Krankheit zählt ebenfalls dazu und macht mit über 60 % den größten Vertreter unter den Demenzen aus.

Manche Demenz-Erkrankung entsteht auch als Folge aus einer anderen Erkrankung (sekundäre Demenz), doch am Ende lassen sich nahezu alle Demenzen auf die gleichen Risikofaktoren und Ursachen zurückführen:

 

Ursachen

Mit steigender Lebenserwartung wächst logischerweise auch die Inzidenz bei altersbedingten Erkrankungen. So auch bei Demenz. Allerdings entfalten andere Risikofaktoren wesentlich mehr Einfluss:

  • Gefäßerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Schlafmangel
  • Feinstaub-Belastung
  • Hörschädigung
  • Fehlende soziale Teilhabe
  • Zu wenig geistige Aktivität
  • Depression
  • Medikamente (Anticholinergika).

Besondere Aufmerksamkeit verdienen in diesem Kontext die oben erwähnten Zivilisationsleiden „Gefäßerkrankung, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes“, denn sie alle haben in der Regel einen ungesunden Lebensstil als gemeinsame Ursache.

Zu diesem ungesunden Lebensstil zählen:

  • Bewegungsmangel
  • Überernährung
  • Ungesunde Lebensmittel
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen.

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Symptome

Die Symptome einer Demenz treten schleichend auf und auch erst, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist: Antriebsschwäche, Gedächtnislücken, reduzierte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, Sprachstörungen, Fehler in der Motorik, Verlust von Fähigkeiten, die wir im Laufe des Lebens erlernt haben, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Orientierungsprobleme, Fehleinschätzung von Gefahren, usw.

Viele Betroffene verdrängen oder verheimlichen die ersten Symptome zunächst, anstatt sich offen damit auseinanderzusetzen. Nicht wenige reagieren auch aggressiv oder ablehnend, wenn ihnen die Konsultation eines Arztes nahegelegt wird. Doch je zeitiger der offene Umgang mit der Krankheit, desto besser ist es für den Betroffenen.

 

Behandlung

Am Anfang steht das Gespräch mit dem Hausarzt, der dann je nach Krankheitsbild die entsprechenden Fachärzte und Spezialisten hinzuzieht. Dann folgen neurologische und psychiatrische Untersuchungen, aber auch allgemeine Untersuchungen, um andere Krankheiten auszuschließen.

Am Ende steht dann eine Diagnose und daraus ergeben sich Behandlungsansätze. Diese Behandlung der Demenz beschränkt sich aber auf die Verbesserung der Lebensqualität des Betroffenen und auf das Training der verbliebenen Fähigkeiten durch Bewegungsspiele, Ergotherapie, Musiktherapie, Sinnesübungen, usw.

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Eine heilende Therapie gibt es dagegen nicht. Zwar können Medikamente bestimmte Botenstoffe steuern, die den Verfall der geistigen Fähigkeiten dann verzögern, doch den Abbauprozess an sich können sie nicht aufhalten. Das lenkt den Blick auf die Vorbeugung:

 

Demenz verhindern

Der Erkrankungsprozess verläuft schleichend über einen langen Zeitraum. Erst nach 20 bis 30 Jahren werden die ersten Symptome offensichtlich. Es macht also wenig Sinn, sich erst im hohen Alter mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen.

Vielmehr drängt sich auf, schon im mittleren Alter alles Denkbare zu unternehmen, damit eine Demenz im hohen Alter gar nicht erst auftritt. Aus den oben beschriebenen Ursachen lässt sich dafür auch leicht ableiten, was einem Demenz-Risiko entgegenwirkt:

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung (viel Gemüse, Obst, Nüsse, pflanzliche Öle und Vollkornbrot, aber wenig Zucker, Salz, Fleisch, Fertiggerichte und Fast Food)
  • Überernährung (Übergewicht) vermeiden
  • Viel Sport und Bewegung
  • Wenig Alkohol
  • Aufs Rauchen ganz verzichten
  • Dauerstress vermeiden, Entspannungsübungen einbauen
  • Soziale Kontakte pflegen
  • Schlafmangel vermeiden
  • Den Geist trainieren (Denksport, Sprachen lernen, usw.)

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Demenz verhindern durch Sport

Insbesondere dem Sport kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Denn regelmäßige sportliche Betätigung wirkt sich gleich in vielerlei Hinsicht positiv auf Körper, Geist und Seele aus und kann sogar manche der oben erwähnten Risikofaktoren kompensieren. Dass Sport eine Demenz-Erkrankung verhindern kann, ist natürlich nicht garantiert. Vor allem vor dem Hintergrund, dass wir immer älter werden.

Aber Sport stärkt unser Herz-Kreislaufsystem und unser Immunsystem, verhindert Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und viele andere Erkrankungen, verzögert das Altern, hebt unsere Stimmung und begünstigt einen erholsamen Schlaf.

Auch unser Geist profitiert: Sport und Bewegung fördern die Synapsenbildung im Gehirn und verhindern toxische Ablagerungen im Hirn, die als Ursache für die Alzheimer-Erkrankung betrachtet werden. Und das schützt uns vor geistigem Abbau.

Dabei zeigt regelmäßig betriebener Ausdauersport im direkten Vergleich zu Kraftsport den größeren Effekt (Resultat einer Metaanalyse von mehreren Studien, 2018). Zu den empfehlenswerten Ausdauersportarten zählen dabei:

  • Joggen
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Nordic Walking
  • Skilanglauf
  • Tanzen.

Lesetipps:

Einstieg ins Bergwandern

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Grundsätzlich hilft natürlich jede Art von Sport und Bewegung, wenn sie denn nicht an anderer Stelle Schaden anrichtet (z. B. Verletzungen oder Gelenkverschleiß). So bringen Ballsport und Kontaktsportarten beispielsweise ein hohes Verletzungsrisiko mit.

Aber auch manche Ausdauersportart hat Nachteile. So ist Skilanglauf nicht ganzjährig zu betreiben, Schwimmen erfordert für die allermeisten eine längere Anfahrt und Wandern sowie Nordic Walking erfordern längere Trainingszeiten, um den gleichen Energieumsatz zu erreichen wie Joggen oder Radfahren. Auch ist eine gewisse Regelmäßigkeit beim gewählten Sport zwingend erforderlich, damit der Sport seine Wirkung gegen Demenz nachhaltig entfaltet.

Vor diesem Hintergrund bietet sich das Radfahren tatsächlich als die perfekte Lösung an:

 

Demenz verhindern durch Radfahren

Radfahren lässt sich ganzjährig betreiben und erfordert keine weite Anfahrt. Im Gegenteil: Du kannst von der Haustüre aus starten. Dabei dient das Fahrrad nicht nur als Sportgerät, sondern auch als vollwertiges Verkehrsmittel. Zwar sind Reichweite und Wetterschutz relativ eingeschränkt, aber dafür ist Radfahren deutlich preiswerter als die Inanspruchnahme anderer Verkehrsmittel. In gewissem Rahmen lassen sich sogar Kinder, Haustiere und Lasten befördern.

Kaum ein anderer Sport lässt sich also so einfach in den Alltag integrieren wie das Radeln. Dabei muss es noch nicht einmal in Hochleistungssport ausarten. Es reicht, wenn du dich regelmäßig bewegst. Nutzt du das Fahrrad als Verkehrsmittel für all die kurzen Wege in deinem Alltag, erledigt sich dein Sport sogar ganz nebenbei, ohne zusätzlichen Zeiteinsatz.

 

Radfahren mit Demenz

Radfahren eignet sich aber nicht nur, um einer Demenz-Erkrankung vorzubeugen. Es kann ebenso gut ein fester Bestandteil einer Demenz-Behandlung sein. So kann das Radeln den Erkrankungsprozess verzögern, vielleicht sogar aufhalten. Es gibt für Demenz-Kranke auch zunehmend Angebote für Unternehmungen per Fahrrad unter fachkundiger Begleitung.

Sobald eine Demenz allerdings die Fahrtauglichkeit einschränkt, kann es gefährlich werden. Da sollte der behandelnde Arzt dann auf jeden Fall mitreden. Was aber immer geht, ist das Radeln auf dem Hometrainer, am besten in Form von „interaktivem Radfahren“:

Dabei schaut der Patient beim Radfahren einen Streckenfilm und steuert den Bildlauf über das Pedaliertempo. Es kommt der Fahrt auf der realen Straße also ziemlich nahe, bleibt für den Betroffenen aber völlig ungefährlich. Und wenn dann noch die vorbeiziehende Kulisse im Film stimmt, ist auch die Therapietreue kein Thema mehr.

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Fazit

Alleine die Tatsache, dass sich Demenz schleichend über 20 bis 30 Jahre entwickelt, sollte dich ausreichend motivieren, schon in jungen Jahren deinen Lebensstil zu überprüfen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Denn wenn die ersten Symptome einer Demenz in Erscheinung treten, ist es tatsächlich schon zu spät für den großen Wandel.

 

 

Haftungsausschluss

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Abklärung und stellt lediglich eine unverbindliche Information für dich dar. Beim geringsten Zweifel solltest du also deinen Arzt konsultieren.

 

 

 

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