Fahrrad Regenjacke – Kaufberatung und Kauftipps

Fahrrad RegenjackeWer in allen Wetterlagen und Jahreszeiten per Fahrrad unterwegs ist, benötigt eine gute Fahrrad Regenjacke. Sonst wird der kleinste Regenschauer oder ein frostiger Wind schnell zum Spaßverderber.

Doch was zeichnet eine gute Fahrrad Regenjacke aus? Was ist da beim Kauf alles zu beachten? Eine Kaufberatung zu Fahrrad Regenjacken und unsere Kauftipps:

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Inhaltsübersicht

 

Anforderungen an Sportbekleidung

Radfahren ist Sport. Und beim Sport schwitzt man. Mal mehr, mal weniger. Aber man schwitzt. Damit die Bekleidung dann in jeder Situation angenehmen Tragekomfort gewährleistet, müssen all deine Bekleidungsschichten ohne Ausnahme den Schweiß nach draußen transportieren; so wie es deine Haut auch macht: Sie müssen Wasserdampf-durchlässig sein (der Volksmund nennt es auch „atmungsaktiv“).

Damit kommen für alle Schichten von der Unterwäsche bis zur Außenjacke lediglich Seide, Schurwolle oder Kunstfasern infrage, aber auf keinen Fall Baumwoll-Gewebe. Trägst du auch nur eine einzige Schicht aus Baumwolle in diesem Bekleidungs-Aufbau, ist es mit dem Schweiß-Transport dahin. Denn Baumwolle hält die Feuchtigkeit fest und verliert damit seine Wärmedämmfunktion: Du frierst also ganz schnell. Apropos Frieren:

Damit du im kalten Wind nicht auskühlst (Windchill-Effekt), muss deine äußere Bekleidungsschicht zudem winddicht sein. Und wenn es um den Nässeschutz geht, muss die Außenhülle auch wasserdicht sein. Damit hätten wir den kleinsten gemeinsamen Nenner für eine gute Fahrrad Regenjacke definiert:

  • Wasserdicht
  • winddicht
  • atmungsaktiv

Weil diese drei Grund-Funktionen aber in gewissem Rahmen konkurrierende Anforderungen sind, läuft es in der Regel auf Kompromisse hinaus: Die eine Jacke ist atmungsaktiver, die andere dichter gegen Wasserdruck, usw. Strebst du in allen drei Funktionen Höchstleistung an, werden die Jacken richtig teuer. Doch die wenigsten von uns benötigen auf dem Fahrrad eine Expeditions-taugliche Regenjacke für 500 Euro. Was also muss eine Fahrrad Regenjacke können?

 

Anforderungen an eine Fahrrad Regenjacke

Fahrrad Regenjacken müssen nicht zwingend einen besonderen Schnitt aufweisen. Doch einige Details im Schnitt wirken sich merklich auf Komfort und Funktion beim Radeln aus:

  • Die Regenjacke sollte nicht zu weit geschnitten sein, sondern relativ eng am Körper anliegen. Zum einen kommt das einer günstigen Aerodynamik zugute (denn der Luftwiderstand steigt im Quadrat zur Fahrgeschwindigkeit an). Zum anderen wird damit aber auch verhindert, dass der Schweiß schon an der Innenseite der „kalten“ Jacke auskondensiert, weil dort der Taupunkt unterschritten wird. Und damit würde der Feuchtigkeits-Transport nicht mehr wie gewünscht funktionieren. Wenn es dann zufällig gerade regnet, denkst du sogar irrtümlich, deine Jacke wäre nicht mehr dicht.
  • Die Ärmel sollten länger geschnitten sein, um auch den ausgestreckten Arm (in Lenkerhaltung) noch zu bedecken.
  • Die Armbündchen sollten sich dicht verschließen lassen, damit der Fahrtwind nicht reinzieht. Einfache Ausführungen mit Gummizug tun es aber auch, können sogar praktischer sein als Klettverschlüsse.
  • Der Kragen muss sich im Idealfall hoch und dicht schließen lassen, damit kein Fahrtwind an den empfindlichen Halsbereich gelangt und dich dort auskühlt.
  • Wenn du ohne Fahrradhelm fährst, sollte die Kapuze eine steife Krempe haben und sich per Schnürzüge eng einstellen lassen. Die Krempe schützt Augen und Brille vor den unangenehmen Regentropfen und durch die enge Schnürung behindert dich die Kapuze nicht beim Schulterblick.
  • Unterarm-Reißverschlüsse unterstützen eine gute Durchlüftung, sind aber nicht zwingend erforderlich.
  • Packmaß und Gewicht ergeben sich unter anderem aus der Jackenlänge und der Anzahl der Lagen. Auf Radreisen und größeren Touren spielt das sicher eine größere Rolle. Kombinierst du nach dem Zwiebelprinzip mehrere Bekleidungsschichten, kann die Regenjacke leichter und dünner ausfallen und du bist dennoch für jedes Klima gut gerüstet.
  • Eine Napoleon-Tasche auf Brusthöhe ist ganz praktisch, um Wertsachen und Smartphone griffbereit zu verstauen. Alle Taschen sollten auch auf jeden Fall abgedeckt sein, damit der Regen nicht gleich alles flutet.

Farblich kannst du wählen zwischen „sehr gut sichtbar“ (gelb, orange, reflektierende Einsätze, usw.) und „dezent und unauffällig“ (gedeckte Farbe, usw.). Denke hier zuerst an deine Sicherheit im Verkehr (Sichtbarkeit) und erst danach an die Wunsch-Optik deines Outfits.

Neben Schnitt und Design zählen aber vor allem die „technischen Werte“ der Regenjacke bei Wasserdichtigkeit, Winddichtheit und Atmungsaktivität zu den wichtigsten Auswahl-Kriterien. Dazu im Folgenden mehr:

 

Wasserdichtigkeit

Die eine Jacke bietet einen Wasserdurchgangswiderstand von 10.000 oder sogar 20.000 mm Wassersäule (mmWS), eine andere Jacke lediglich 1.500 mmWS. Doch beide werden vom Hersteller als wasserdicht angepriesen. Für deine Wahl ist hier allerdings maßgeblich, was deine Jacke ertragen muss. Zur leichteren Einordnung der Werte:

Nach DIN EN 343 (Anforderungen für Nässeschutzbekleidung) muss ein Wasserdurchgangswiderstand von mindestens 4.800 mm Wassersäule nachgewiesen werden, um ein Gewebe “beim Knien oder Sitzen auf feuchtem Untergrund” als wasserdicht bezeichnen zu dürfen. Solche Belastungen werden bei einer Jacke zum Beispiel unter den Trageriemen schwerer Rucksäcke erreicht.

Wenn du solche Druck-Belastungen vermeiden kannst, kommst du auch mit einem Wasserdurchgangswiderstand unter 4.800 mm klar. Und das vergrößert die Spielräume für mehr Atmungsaktivität:

 

Atmungsaktivität

Die eine Jacke besitzt eine Wasserdampfdurchlässigkeit von 20.000 g/m²/24h (MVTR-Wert), eine andere lediglich 5.000 g/m²/24h. Weil das Messverfahren für den MVTR-Wert allerdings nicht genormt ist, sind die Angaben verschiedener Hersteller nicht wirklich miteinander vergleichbar.

Der alternativ angegebene RET-Wert (Wasserdampf-Durchgangswiderstand nach ISO-Standard 11092) eignet sich da eher zum Produkt-Vergleich, weil das Prüfverfahren genormt ist. RET 0-6 bedeutet sehr hohe Atmungsaktivität, RET über 20 bedeutet „nicht atmungsaktiv“.

Doch ganz gleich, welche der beiden Messgrößen auch Verwendung findet: Wenn der Jacken-Hersteller Messwerte der verarbeiteten Membran (oder Beschichtung) bewusst als Angabe auf die gesamte Regenjacke mit allen textilen Lagen bezieht, ist das irreführend und üble Trickserei. Denn in Verbindung mit den anderen Lagen fällt die Wasserdampfdurchlässigkeit schließlich deutlich geringer aus. Aber das verkauft sich halt schlechter.

Zudem werden im Praxis-Einsatz selten die Labor-Bedingungen für Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit vorherrschen, was ebenfalls massiv Einfluss auf die reale Atmungsaktivität nimmt. Denn Atmungsaktivität erfordert ein ausreichend großes Temperatur-Gefälle zwischen drinnen und draußen (mindestens 15 °). Soll heißen: kalte, trockene Luft begünstigt den Abtransport der Körper-Feuchtigkeit. Im hochsommerlichen Regenguss bleibt die vom Hersteller angepriesene Atmungsaktivität also sowieso auf der Strecke.

Die Hersteller-Angaben sind also in vielerlei Hinsicht nur als grobe Richtwerte zu verstehen. Am besten orientierst du dich an deinem Einsatzgebiet und den dort erwarteten Wetterbedingungen. Dann kannst du die Prioritäten auch beliebig festlegen. Solltest du allerdings eine Regenjacke für alle Wetterbedingungen, starkes Schwitzen und das Tragen schwerer Rucksäcke suchen, dann empfehlen sich tatsächlich die Extrem-Jacken im Hochpreis-Bereich.

 

Winddichtheit

Grundlage für eine seriöse Beurteilung der Luftdurchlässigkeit von textilen Flächen ist die DIN EN ISO 9237. Demnach gilt eine Textilie als winddicht, wenn nicht mehr als 5 Liter Luft pro Sekunde eine Fläche von 1 m² durchdringen; gemessen unter Normalklima nach DIN EN ISO 139 (20 °C, 65 % Luftfeuchtigkeit) und genau definierter Druckdifferenz (100 oder 200 Pascal, je nach Kleidungsart).

Hoffen wir einfach, dass die Jacken-Hersteller in dieser Hinsicht ihre Hausaufgaben gemacht haben, wenn sie ihre Produkte als „winddicht“ bezeichnen. Denn viel mehr geben die technischen Angaben in der Produktbeschreibung in der Regel nicht her.

 

 

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