Die Würgefeige – ein tödlicher Ficus: Beschreibung Besonderheit Aussehen

WürgefeigeIn tropischen Regionen bekommst du Ficus-Arten zu sehen, deren Stamm und Wurzelwerk spektakulär aussehen: die Arten der Würgefeige, zum Beispiel „Ficus Aurea“. Ihr wildes Geflecht aus Wurzel-artigen Stämmen windet sich um den Stamm eines anderen Baumes, Luftwurzeln wachsen hinunter bis in den Boden und das Wurzelwerk sieht aus wie die Fangarme einer Krake.

Doch so anmutig diese Bäume auch aussehen mögen, für ihren Wirtsbaum sind sie der sichere Tod. Wie entstehen dieser Ficus? Und was macht ihn so gefährlich? Beschreibung, Aussehen und Besonderheit der Würgefeige.

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Entstehung der Würgefeige

Tiere fressen die süßen Früchte einer Würgefeige und scheiden die unversehrten Samen der Feige mit dem Kot wieder aus. Fällt dieser Kot zufällig auf den Ast eines Baumes, dann begünstigt die schleimig klebrige Samenhülle, dass dieser Same auf dem Ast haften bleibt und als Aufsitzerpflanze (Epiphyt) keimt. Stehen dem Keim an Ort und Stelle ausreichend Nährstoffe zur Verfügung (z. B. Humus), beginnt das Wachstum. Eine Würgefeige entsteht. Und sie wächst auf dem Ast vor sich hin. Sie schickt Luftwurzeln zum Erdboden und platziert derweil ihr Blattwerk weit oben zwischen den hohen Baumwipfeln.

Damit erhält sie auf äußerst effektive Weise sehr frühzeitig in ihrem Wachstum Zugang zu den drei lebenswichtigen Dingen: Licht, Wasser und Nährstoffe. Ihre Überlebenschance gegenüber anderen jungen Pflanzen um sie herum ist sehr viel größer, weil sie ihr Blattwerk ja schon zu Beginn weit oben entfalten kann. Also da, wo das meiste Licht verfügbar ist.

Andere Pflanzen benötigen dafür viele Jahre oder sterben vorzeitig ab, weil die älteren, größeren Gewächse mit ihrem Blattwerk schon zuviel Licht nehmen. Der Konkurrenzkampf um das Licht ist sehr hart und erbarmungslos im Regenwald.

Wachstum der Würgefeige

WürgefeigeDie Luftwurzeln wachsen zu dicken Stämmen, sobald sie sich aus dem Erdreich mit Nahrung versorgen können und bilden mit der Zeit ein enges Geflecht um den Stamm ihres Wirtsbaumes. Der Wirtsbaum wird dadurch in seinem Dickenwachstum eingeschränkt und hat zunehmend Schwierigkeiten, den Wasser- und Nährstoff-Haushalt für die Baumkrone aufrecht zu erhalten.

Zusätzlich beschattet das üppige Blattwerk der Würgefeige die Blätter des Wirtsbaumes, der dadurch mit der Zeit immer weniger Licht abbekommt. Die Konsequenz: Der Wirtsbaum stirbt ab.

Thung Khai ParkDieser Prozess dauert einige Jahre. Der Wirtsbaum verrottet und dient der wachsenden Würgefeige jetzt auch noch als zusätzlicher Nährstoff. Übrig bleibt ein hohles Geflecht von vielen dicken und dünnen Stämmen, die an manchen Stellen auch miteinander verwachsen. Nicht selten gleicht es einer geflochtenen Röhre. Die Würgefeige kann jetzt ohne ihren Wirtsbaum weiterleben, weil ihr Stammwerk ausreichend Tragkraft hat.

Wo du die Würgefeige findest

Tempelruinen und NaturDie tropischen und subtropischen Regionen aller Kontinente sind der Lebensraum der Würgefeigen. Wir selber haben auf unserer Radreise um die Welt vor allem in den Ländern Südostasiens  unglaublich viele Exemplare der Würgefeige erlebt. Sie sehen meist spektakulär aus und sind sehr fotogen.

Besonders außergewöhnlich und daher sehr bekannt sind die Exemplare im Khmer-Tempel Wat Ta Prohm in der Khmer-Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha.

Die Khmer-Tempel von Angkor Wat in Kambodscha

Unser Reisebericht Kambodscha

 

 

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