Die Würgefeige – Besonderheit, Vorkommen und Bilder dieser Feige

In Asien bekommst du einen Baum zu sehen, dessen Stamm und Wurzelwerk spektakulär aussehen: die Würgefeige. Ihr wildes Geflecht aus Wurzel-artigen Stämmen windet sich um den Baumstamm eines anderen Baumes, Luftwurzeln wachsen hinunter bis in den Boden und das Wurzelwerk sieht aus wie die Fangarme einer Krake. Es ist eine spezielle Ficus-Art. Und sie macht ihrem Namen alle Ehre: sie erwürgt ihren Wirtsbaum und übernimmt seinen Platz.

Entstehung und Wachstum der Würgefeige

Es beginnt mit einem Samen der Würgefeige, der mit dem Kot eines Vogels im Geäst eines Baumes ausgeschieden wird. Dieser Samen keimt und die Würgefeige wächst auf dem Ast vor sich hin. Sie schickt Luftwurzeln zum Erdboden und platziert derweil ihr Blattwerk weit oben am Licht.

Die Luftwurzeln wachsen zu dicken Stämmen, sobald sie sich aus dem Erdreich mit Nahrung versorgen können und bilden mit der Zeit ein enges Geflecht um den Stamm ihres Wirtsbaumes. So eng, dass der Wirtsbaum stirbt. Zusätzlich beschattet das üppige Blattwerk der Würgefeige die Blätter des Wirtsbaumes, der dadurch mit der Zeit immer weniger Licht abbekommt.

Dieser Prozess dauert einige Jahre. Der Wirtsbaum verrottet und übrig bleibt ein hohles Geflecht von vielen dicken und dünnen Stämmen, die an manchen Stellen auch miteinander verwachsen. Die Würgefeige kann jetzt ohne ihren Wirtsbaum weiterleben, weil ihr Stammwerk ausreichend Tragkraft hat.

Wo du die Würgefeige findest

Wir haben auf unserer Radreise durch Asien unglaublich viele Würgefeigen gesehen. Sie sehen meist spektakulär aus und sind sehr fotogen. Besonders bekannt sind die Exemplare im Khmer-Tempel Wat Ta Phrom in der Khmer-Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha.

 

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