Fahrrad schneller machen – Schritt für Schritt

Fahrrad schneller machenHast du dir schon einmal überlegt, was dein Fahrrad schneller machen könnte oder wie du mit deinem Fahrrad schneller ans Ziel kommst?

Nein, nein! Wir denken hier jetzt nicht an einen stärkeren E-Bike-Akku oder ein neues Rennrad im High-End-Bereich. Sondern wir denken an dein normales Straßenfahrrad und deine täglichen Wege im Alltag und deine Ausflüge.

Wir denken an leichtgängige Fahrrad-Komponenten, Gewichts-Reduzierung, mehr Aerodynamik, mehr Effizienz beim Pedalieren und an weniger Hindernisse auf deinen Wegen. Da tritt unglaublich viel Potenzial in Erscheinung, wenn du einmal intensiver darüber nachdenkst. Und genau dabei hilft dir dieser Artikel:

Wir zeigen auf, wie du mehr Geschwindigkeit aus deinem Fahrrad herauskitzeln kannst und welche Stellschrauben es da sonst noch so gibt. Ein Leitfaden für alle, die ihr Fahrrad schneller machen möchten oder schneller ans Ziel kommen wollen, ohne sich ein E-Bike oder eine Rennmaschine zulegen zu müssen.

* Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

 

Inhaltsübersicht

 

 

Was dich beim Radfahren bremst

Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstand an. Und zwar im Quadrat. Daraus lässt sich schon einmal ableiten, dass die Aerodynamik im Hinblick auf Geschwindigkeit beim Radfahren eine besondere Rolle spielt. Du als Fahrer samt Körperhaltung und Kleidung beeinflusst davon übrigens bis zu 75 %. Und ab Tempo 50 km/h kostet dich der Kampf gegen den Luftwiderstand in der Ebene auf Meereshöhe alleine 90 %! deiner Pedalierkräfte.

Als Nächstes wäre da das Gewicht. Dass Rennradler auf jedes Gramm achten, hat schließlich Gründe. Aber da reden wir nicht nur über dein Fahrrad samt aller Anbauteile, sondern auch über deine Kleidung und dein Gepäck beim Radfahren und sei es nur dein Daypack.

Natürlich steht auch die Leichtgängigkeit aller Komponenten an deinem Fahrrad im Fokus. Denn in Summe kosten dich die vielen kleinen Widerstände ganz schön viel Kraft.

Und dann ist da noch die Beschaffenheit deiner täglichen Wege samt aller Hindernisse. Ein grober Straßenbelag oder Ampeln und Bordsteinkanten bremsen dich empfindlich aus. Routen ohne Stopps und Hindernisse machen dein Fahrrad zwar nicht schneller, aber du kommst schneller und bequemer ans Ziel. Das ist ja auch schon ein Gewinn.

Es läuft also auf eine gesamtheitliche Betrachtung hinaus. Dabei steht das Fahrrad natürlich im Vordergrund. Und hier greifen Gewichts-Reduzierung, Leichtgängigkeit und Verbesserung der Aerodynamik an vielen Stellen ineinander. Daher gehen wir im Folgenden Bauteile-bezogen vor:

 

Rahmen und Gabel

Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Rahmen-Materialien im Hinblick auf Gewicht und Aerodynamik macht natürlich nur Sinn, wenn du dir gerade ein neues Fahrrad zulegen willst. Und dann stünden zur Auswahl: Stahl, Aluminium, Carbon und Titan.

  • Stahl ist robust und erlaubt bei der Verarbeitung hochwertiger Rohre dünne Wandstärken. Die Stahlgüte nimmt also Einfluss auf das Rahmengewicht.
  • Aluminium ist zwar leichter als Stahl, erfordert beim Rahmenbau aber größere Rohrdurchmesser und dickere Wandstärken, um die gleichen Festigkeitswerte zu erreichen. Damit löst sich die angestrebte Gewichts-Reduzierung zu einem großen Teil wieder auf. Aluminium lässt sich leichter bearbeiten als Stahl, es macht den Rahmenbau also preiswerter. Aber Aluminium ist spröde und neigt zum Dauerbruch.
  • Carbon ist leichter als alle Alternativen, hat aber Belastungsgrenzen, die dich in der Nutzung unter Umständen stark einschränken. Die Bruchgefahr ist sehr hoch.
  • Titan ist leicht und stabil, aber schwer zu bearbeiten. Das macht den Rahmen sehr teuer.

Wenn Geld keine Rolle spielt, ist also Titan die beste Wahl. Für alle anderen wäre Stahl die beste Empfehlung, solange es nicht um den Rennsport geht (unsere Meinung).

Fließende Übergänge in der Rahmen-Geometrie verbessern die Aerodynamik, ebenso innenseitig verlegte Bowdenzüge und die Platzierung der Flaschenhalter im Windschatten der Rahmenrohre.

Federgabeln erhöhen das Fahrradgewicht merklich, sind sehr wartungsintensiv und bei minderwertiger Qualität noch nicht einmal als Federelement nützlich. Nicht wenige Radler benötigen tatsächlich gar keine Federgabel, schleppen also stets zu viel Ballast mit sich herum. Sollte das auch auf dich zutreffen, dann steige um auf eine Starrgabel und wähle dafür lieber eine Federsattelstütze (die für die Schonung deines Rückens sowieso die bessere Wahl wäre).

 

Die Laufräder

Die Laufräder bestehen aus Reifen, Schlauch, Felge, Speichen und der Radnabe. Hier schlummert das größte Potenzial zur Gewichts-Reduzierung und zum Laufwiderstand:

Der Luftdruck im Reifen

Ein hoher Reifendruck reduziert die Walkarbeit des Reifens beim Abrollen gewaltig. Das Fahrrad läuft somit leichter und der Vortrieb kostet weniger Kraft. Kontrolliere also regelmäßig den Reifendruck und fahre stets einen Reifendruck an der Obergrenze der Herstellerempfehlung (die findest du auf der Reifenflanke).

Die Reifenbreite

Schmale Reifen sind leichter und aerodynamischer als breite Reifen. Das reduziert die rotierende Masse und begünstigt höhere Geschwindigkeiten und weniger Krafteinsatz beim Beschleunigen. Sie werden zudem mit höherem Luftdruck gefahren und weisen in der Regel eine härtere Gummimischung auf. Das reduziert auch den Rollwiderstand auf ein Minimum, wenngleich das zulasten des Fahrkomforts geht. Allerdings kannst du hier mit einer guten Federsattelstütze und ein paar gut gepolsterten Fahrradhandschuhen erfolgreich gegenwirken. Doch wenn du auf schmale Reifen umsteigst, muss auf alle Fälle die Felge in der Maulweite zum gewünschten Reifen passen. Unsere Tipps hierzu:

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Das Reifenprofil

Stollenprofil ist griffig und daher die erste Wahl für Fahrten im Gelände. Doch auf glattem Asphalt und mit dem dort angestrebten Tempo überwiegen die Nachteile: zu viel Luftwiderstand und zu viel Rollreibung. Wähle für Asphaltstraßen also am besten Reifen mit harter Gummimischung und geringem Profil. Das müssen nicht unbedingt Slicks sein, denn ein bisschen Profil sorgt für bessere Haftung bei rutschigem Untergrund.

Alle Zusammenhänge beim Fahrradreifen erklärt:

Fahrradreifen: Rollwiderstand, Abrieb, Grip & Co

 

Die Speichen

Wenn wir uns hier schon mit dem Laufrad beschäftigen, lohnt auch ein Blick auf die Speichen. Denn wenn die Speichen nicht ausreichend unter Spannung stehen, geben sie im Fahrbetrieb so stark nach, dass ein mehr oder weniger großer Anteil deiner Pedalierkraft als Blindleistung verloren geht.

Wenn du dich selber mit dem Einspeichen und Zentrieren auskennst, hast du das sicher im Blick. Aber wenn nicht, solltest du im Fahrradgeschäft beizeiten mal per Tensiometer die Spannung der Speichen messen und dann gegebenenfalls nachziehen lassen. Zur Not gibt auch schon ein einfacher Klangtest Aufschluss über Handlungsbedarf an dieser Stelle.

Übrigens steigt mit der Anzahl Speichen der Luftwiderstand. Hast du also die Wahl zwischen 32 und 36 Speichen, dann wähle für mehr Stabilität 36 Speichen und für mehr Aerodynamik 32 Speichen. Weil das Vorderrad für die Aerodynamik deutlich mehr Einfluss hat als das Hinterrad, gleichzeitig aber weniger stark belastet wird, könntest du auch geschickt kombinieren:

  • Vorderrad mit 32 Speichen (geringere Last, bessere Aerodynamik)
  • Hinterrad mit 36 Speichen (höhere Last, schlechtere Aerodynamik)

Den geringsten Luftwiderstand bringen Scheibenräder mit, wie sie beim Zeitfahren zum Einsatz kommen. Allerdings steigt damit auch gleich wieder die Seitenwind-Anfälligkeit. Ein guter Kompromiss wären da Messerspeichen im Vorderrad und normale Rundspeichen im Hinterrad. Ob der Aufpreis für die Aero-Speichen den geringen Vorteil in der Aerodynamik wert ist, darf allerdings bezweifelt werden.

Wenn du in den Speichen beider Laufräder Reflektoren montiert hast, dir aber in absehbarer Zeit neue Reifen zulegen willst, denke über Reifen mit Reflexstreifen auf den Reifenflanken nach. Sie ersetzen die Speichenreflektoren nach StVZO und du gewinnst wieder ein Bisschen mehr Aerodynamik.

Das Nabenlager

Ersatzkonen - Fahrrad ErsatzteileDie Laufradnabe beinhaltet zwei Kugellager, die mehr oder weniger leichtgängig laufen. Da gibt es zunächst einmal gewaltige Qualitätsunterschiede: Geschliffene Laufflächen auf den Konen (rechts im Bild) bringen natürlich deutlich weniger Rollwiderstand mit als Konen mit geschmiedeten Laufflächen (links im Bild).

Alles andere hast du selber in der Hand: regelmäßige Wartung am Kugellager erhöht nicht nur dessen Lebenserwartung signifikant, sondern hält auch den Rollwiderstand minimal. Alle Infos hierzu:

Fahrrad Kugellager zerlegen fetten reparieren

Nabenlager Wartung Schritt für Schritt

Fahrrad Freilauf wechseln

 

Der Fahrradschlauch

Dass der Fahrradschlauch hier im Zusammenhang mit der Fahr-Geschwindigkeit thematisiert wird, hättest du sicher am wenigsten erwartet. Aber tatsächlich bietet der Markt an dieser Stelle mittlerweile ein paar interessante Alternativen:

Da gibt es neben dem konventionellen Butylschlauch nämlich noch Latex und TPU sowie die Tubeless-Technik. Tubeless-Reifen werden ohne Schlauch gefahren. Hier entfällt das Gewicht der Schlauchs und es reduziert den Rollwiderstand (wenn auch nur in Nuancen).

Aber auch beim einfachen Butylschlauch kannst du mit dem falschen Produkt schon wieder mehr Gewicht ins Fahrrad holen. Unsere Tipps:

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Die Felgen

Willst du für höhere Geschwindigkeiten tatsächlich alles ausreizen, solltest du dir auch einmal die Hochflanschfelgen anschauen. Die kommen nämlich mit einer geringeren Anzahl Speichen aus und laufen Richtung Nabe konisch spitz zu. Und das reduziert den Luftwiderstand in Summe gewaltig. Allerdings kommen die Effekte erst bei höheren Geschwindigkeiten und dann auch nur im Vorderrad zum Tragen. Aber es schadet nicht, zu wissen, dass auch Felgen eine Rolle spielen können, wenn du ein Fahrrad schneller machen willst.

Fahrradfelge austauschen: Anleitung

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Die Fahrradschaltung

Für Einsteiger und Neukäufer: Alle Nabenschaltungen bringen höhere Reibungsverluste mit als die klassische Kettenschaltung. Und ob bzw. wann eine Nabenschaltung gegenüber einer Kettenschaltung den größeren Nutzen entfaltet, kannst du hier nachlesen:

Ketten-, Naben-, Tretlagerschaltung: Vergleich

Doch auch bei der Kettenschaltung gibt es Potenzial: Manchmal hast du die Wahl zwischen Kassetten mit unterschiedlichem Gewicht bei gleichen Übersetzungs-Sprüngen. Alles eine Frage des Preises.

Für alle Schaltungen gilt übrigens: Sie müssen gepflegt werden, immer gut geschmiert und sauber eingestellt sein. Folge bei Nabenschaltungen den Empfehlungen des Herstellers und bei der Kettenschaltung unseren Anleitungen:

Kettenschaltung einstellen und reparieren

Kettenschaltung pflegen/warten

Fahrradkette warten kürzen wechseln

Wenn du ausschließlich ebenes Gelände und Hindernis-freie Routen ohne Stopps befährst, könnte auch ein Singlespeed Fahrrad eine interessante Alternative sein. Der Verzicht auf die Schaltung macht das Fahrrad leichter, wartungsfreundlicher und preiswerter. Da bleibt mehr finanzieller Spielraum für hochwertige, leicht laufende Komponenten im Bereich der Laufräder, was wieder in höhere Geschwindigkeit mündet.

 

Tretlager und Kurbeltrieb

Hier geht es hauptsächlich um Leichtgängigkeit und effektive Kraftübertragung. Und beides wirkt sich indirekt auf deine Geschwindigkeit aus. Stelle das Fahrrad auf den Sattel und nimm die Kette vom Kettenblatt. Dann kannst du erfühlen, ob das Tretlager spielfrei und leichtgängig läuft. Tut es das nicht, steht Wartung (z. B. beim Hollowtech II – Lager) oder Austausch (beim Patronenlager) auf dem Plan. Alle Infos hierzu:

Alle Fahrrad Tretlager in der Übersicht

Auch beim Pedallager lohnt sich die regelmäßige Wartung, denn Leichtgängigkeit bedeutet auch hier weniger Reibung.

Bei den Tretkurbeln gibt es unterschiedliche Längen. Je länger, desto größer der Hebelarm und desto mehr Kraft bekommst du vom Pedal auf die Kette übertragen.

  • Kurbellänge 165 cm: Innenbeinlänge bis 76 cm
  • Kurbellänge 170 cm: Innenbeinlänge 77 – 80 cm
  • Kurbellänge 175 cm: Innenbeinlänge 81 – 84 cm
  • Kurbellänge 180 cm: Innenbeinlänge ab 85 cm

Manche Tretkurbel ist auch hohl (Hollowtech II). Das macht sie leichter und reduziert die rotierende Masse.

Der Wechsel auf Klickpedale ist eine Sache für sich. Es steigert die Effizienz bei der Kraftübertragung um einen Quantensprung, ist aber in der Anfangsphase gewöhnungsbedürftig. Du musst dir eine völlig andere Absteige-Technik angewöhnen. Und es schränkt dich in der Wahl deiner Schuhe ein.

 

Die Bremsanlage

Die wenigsten werden nur aus Gewichtsgründen auf eine komplett neue Fahrradbremse umsteigen. Aber wenn ein Fahrrad-Neukauf ansteht, gewinnt das Gewicht der unterschiedlichen Bremssysteme an Bedeutung. Die V-Brake zählt zu den leichtesten Bremssystemen, hydraulische Scheibenbremse und hydraulische Felgenbremse bringen da über 200 Gramm mehr Gewicht mit.

Allerdings fallen Bremskraft, Dosierbarkeit, Verschleiß, Handling und Störanfälligkeit deutlich stärker ins „Gewicht“, wenn die Bremssysteme miteinander verglichen werden.

Fahrrad Bremssysteme im Vergleich

V-Brake Felgenbremse warten und einstellen

 

 

Anbauteile

Neben den oben beschriebenen, wesentlichen Komponenten hast du sicher eine ganze Menge Anbauteile am Fahrrad verbaut, die im Hinblick auf Gewicht und Aerodynamik sicher auch auf den Prüfstand sollten:

  • Vorbau: Verstellbare Vorbauten können sündhaft schwer sein. Stelle um auf einen leichteren Vorbau in den gewünschten Abmessungen. Die Wenigsten nutzen die Verstellbarkeit öfter als einmal.
  • Schutzbleche: Belasten die Aerodynamik. Frage dich, ob du sie entbehren kannst.
  • Gepäckträger: viele preiswerte Modelle sind unnötig schwer. Montiere ihn ab und vergleiche das Gewicht mit leichteren Modellen. Gehe dabei aber keine Kompromisse bei der Tragfähigkeit ein, wenn du Gepäcktouren planst.
    Fahrrad-Gepäckträger für Radreisen
  • Fahrradständer: Nicht jeder benötigt einen Fahrradständer. Und manche Modelle sind 300 bis 500 Gramm schwer.
  • Flaschenhalter: Manche Flaschenhalter sind rustikale Schwergewichte. Achte beim Kauf auf Gewicht und Aerodynamik. Eine interessante Alternative: eine Trinkblase im Rucksack.
    Fahrrad Trinkflaschen Kaufberatung
  • Sattelstütze: Manche ungefederte Sattelstütze ist viel zu lang. Steige um auf eine Sattelstütze mit passender Länge oder säge das überflüssige Material ab, unterschreite dabei aber niemals die Mindest-Einspannlänge.
  • Sattel: Wiege deinen Sattel und vergleiche das Gewicht mit Leichtbau-Sätteln. Die gibt es mittlerweile auch in bequemen Ausführungen.
  • Dynamo für die Beleuchtung: Der historische Seitenläufer-Dynamo verschlechtert deine Aerodynamik und hat sowieso noch nie gut funktioniert. Steige um auf einen guten Nabendynamo. Dann gewinnst du ein wartungsfreies Nabenlager, unverwüstliche Funktionalität (auch bei Nässe und Schnee) und geniest im Einsatz wesentlich weniger Rollwiderstand.
    Stromversorgung auf Radreisen
  • Lenkerkorb / Lenkertasche: Ist komfortabel und praktisch, bietet aber für den Gegenwind eine große Angriffsfläche.
  • Kindersitz-Halterung / Anhängerkupplung: Wäge selber ab, ob und wann sich die Demontage lohnt.
  • Schrauben: Prüfe alle Verschraubungen auf Überstand. Nicht selten reicht eine 15 mm lange Inbusschraube, obwohl eine 25 mm lange Schraube montiert ist. Stelle bei dieser Gelegenheit auch gleich auf Edelstahl-Inbusschrauben (2A) um, dann sind Korrosion und festsitzende Schrauben Vergangenheit. Ob du stattdessen gleich auf Titanschrauben umstellst, möge dein Geldbeutel entscheiden. Von Aluminium-Schrauben solltest du aber die Finger lassen.

Scanne dein gesamtes Fahrrad auf solche Anbauteile, die dem Fahrtwind Angriffsfläche bieten oder das Gewicht des Fahrrads erhöhen. Wäge ab, was du wirklich benötigst und was nicht.

 

Gepäck

Hast du schon einmal deinen Tagesrucksack samt Inhalt auf Gewichtsreduzierung durchforstet? Da findest du sicher ein paar Dinge, die du täglich auf dem Fahrrad mit herumschleppst, obwohl du sie noch nie unterwegs gebraucht hast.

Spezielle Fahrradrucksäcke sind übrigens besonders aerodynamisch geschnitten.

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Pannensicherheit

Höhere Pannensicherheit macht dich an sich zwar nicht schneller, aber es vermeidet unangenehme Stopps mit unerwartetem Aufwand. Das fängt beim Schutz gegen Plattfuß an und zieht sich durch die gesamte Technik an deinem Fahrrad: Beleuchtung, Kugellager, Einstellung der Bremsen, Zustand der Kette, usw.

Gegen Plattfüße hilft am besten ein Reifen mit gutem Profil und Pannenschutz. Da bieten die Reifenhersteller heute eine ganze Menge.

Und für den pannensicheren Betrieb deines Fahrrads ist regelmäßige Pflege und Wartung der Schlüssel zum Erfolg. Unsere Tipps hierzu:

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Körperhaltung

Mit der Körperhaltung beim Radfahren ist das so eine Sache: Eine besonders windschnittige Haltung (besonders flach) kann gleichzeitig eine enorme Belastung für deine Wirbelsäule bedeuten. Insbesondere für die Halswirbelsäule ist das Gift.

Ein idealer Kompromiss ist in dieser Hinsicht eine leicht nach vorne gebeugte Körperhaltung. Das ist aerodynamischer als eine aufrechte Haltung und begünstigt eine effektive Krafteinleitung in die Pedale, denn dafür muss sich der Oberkörper-Schwerpunkt ausreichend weit vor der Tretlagerachse befinden. Gleichzeitig bleibt dein gesamter Oberkörper in Spannung und deine Wirbelsäule wird nirgendwo zu stark überstreckt.

Die Stellschrauben am Fahrrad für die Einstellung einer solchen Sitzhaltung: Fahrradgröße, Sattelposition und Lenkerposition. Alles nachzulesen hier:

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Kleidung

Warum tragen die sportlichen Wettkampf-Radler wohl enganliegende Kleidung, eine windschnittige Brille und einen windschnittigen Helm? Natürlich wegen der besseren Aerodynamik. Sie achten übrigens auch hierbei auf jedes Gramm. Projiziere diesen Zusammenhang auf deine Garderobe beim Radeln und rüste nach eigenem Ermessen nach. Da reicht vielleicht schon eine eng anliegende, deutlich leichtere Winterjacke oder ein windschnittiger Rennradhelm.

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Verkehrs-Hindernisse

Natürlich fährst du schon auf dem kürzesten Weg, oder auf der Strecke mit den geringsten Anstiegen, aber da gibt es vielleicht auch noch Alternativen, die du bisher übersehen hast. Denn jede Ampel, jede Kreuzung, jede größere Bordsteinkante und jede Tempo-20-Zone bremst dich aus und macht dir deinen Schnitt kaputt. Vor diesem Hintergrund sind Bahntrassen-Radwege und Rad-Schnellwege natürlich die besten Routen. Wenn es die aber zufällig auf deinen Wegen nicht gibt, kannst du immer noch nach Alternativ-Routen mit weniger Hindernissen und Barrieren suchen. Manchmal lohnt sich da sogar ein Umweg, um einige Stopps einzusparen. Selbst wenn es dich dann nicht schneller zum Ziel bringt, macht es das Radeln doch angenehmer und du kommst entspannter an.

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Untergrund-Beschaffenheit

Die kürzeste Route macht keinen Spaß, wenn der Untergrund holprig ist. Ein rauer Asphalt oder gar ein Flickenteppich mit Rissen und Schlaglöchern erhöhen die Walkarbeit deiner Reifen und sorgen somit für mehr Rollwiderstand. Es bremst dich ab. Kopfsteinpflaster oder grober Schotter sind am schlimmsten. Zudem sind zu starke Erschütterungen auf Dauer auch nicht gesund für Wirbelsäule, Hände und Arme, wenn du nicht gerade ein Fully fährst.

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Fitness und Ausdauer

Im Zusammenhang mit Geschwindigkeit und kürzeren Fahrzeiten lohnt auch ein Blick auf deine Fitness. Denn mit höherer Grundausdauer und stärkerer Muskulatur sind eben längere Strecken und kürzere Fahrzeiten möglich. Aber dafür treibst du ja mit dem Radfahren genau den richtigen Sport. Ganz nebenbei sorgt es dabei auch für mehr Gesundheit und Widerstandskraft in allen Lebenslagen.

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E-Bikes schneller machen

Alle Faktoren, die wir in diesem Artikel thematisieren, beziehen sich ausschließlich aufs Fahrrad und nicht auf Pedelec oder E-Bike. Denn E-Bikes unterliegen der Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) und erfordern eine ABE (Betriebserlaubnis). Sobald du an einem solchen E-Bike baulich irgendetwas verändern willst, musst du das erst mit dem Hersteller / Händler absprechen, denn unter Umständen erlischt mit dem Umbau die Betriebserlaubnis und dein Garantieanspruch. Da reicht schon ein anderer Lenker oder ein Gepäckträger. Und denke niemals über Tuning beim Motorantrieb nach.

Lesetipps zum E-Bike:

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Fazit zum Fahrrad schneller machen

Wenn es dir um mehr Leichtigkeit und Fahrspaß geht, kann die Verbesserung der Aerodynamik vernachlässigt werden. Doch wenn du auf hohe Geschwindigkeit aus bist, ist die Aerodynamik wichtiger als die Gewichts-Reduzierung. Setze Prioritäten und starte mit den Maßnahmen, die dich kein Geld kosten. Vielleicht reicht dir das ja schon.

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Fahrradklingel Kaufberatung & Testsieger

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