Perfekte Reisefotos – ein Tutorial

Wie mache ich perfekte Reisefotos?

Reisefotos gehören zu den schönsten Erinnerungen einer jeden Reise. Und die Momente, die du im Bild festgehalten hast, waren vielleicht einmalig. Da wäre es doch schade, wenn du im Nachhinein von der Qualität der eigenen Fotos enttäuscht bist. Damit genau das nicht passiert, musst du einige Dinge beachten beim Fotografieren. Wie erhalte ich die schönsten Reisefotos? Ein kleines Tutorial.

Die Kamera

Zwischen der Spiegelreflex-Kamera und dem Smartphone gibt es einige Qualitätsebenen und mehrere Nischenprodukte auf dem Kameramarkt. Alle Kameraarten haben dabei ihre Daseinsberechtigung und sind für bestimmte Anwendungsgebiete besonders gut geeignet. Doch deren Einfluss auf die Reisefotos ist eher zweitrangig. Viel wichtiger sind hierfür Motiv und Bildgestaltung. Beachtest du einige Regeln und setzt die verfügbaren Gestaltungsmittel wirksam ein, erhältst du auch mit der einfachsten Pocket-Kamera spektakuläre Reisefotos.

Eine Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Kameralinse stets sauber ist. Darum prüfe immer wieder, ob die Linse nicht mal wieder gereinigt werden muss. Insbesondere nach dem Einsatz in schlechtem Wetter, bei starkem Wind oder nahe der Gischt an der See ist das sehr sinnvoll. Bei einer Handykamera reichen schon Handfett, Fussel oder Staub als Anlass zum Reinigen. Ideal sind spezielle Pinsel und Mikrofasertücher aus dem Fachgeschäft. Dort erfährst du auch, was an der Linse erlaubt ist und was nicht.

Der Kamera-Akku sollte auch immer ausreichend geladen sein, ganz gleich, ob du große Motive erwartest oder nicht. Denn nicht nur das Fotografieren verbraucht Strom, sondern auch das ausgiebige Experimentieren mit den Einstellungen vor dem Auslösen. Mit einem 2. Akku als Ersatz bist du immer auf der sicheren Seite.

Das Licht

In den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag steht die Sonne flacher und erzeugt ein warmes Licht. Ideal zum Fotografieren. In den Mittagsstunden wirft die hochstehende Sonne sehr harte Schatten und die Kontraste zwischen hell und dunkel sind meist zu groß.

Besonders spannend ist die “Blaue Stunde”: in der Sonnenuntergangsphase erscheint der Himmel tief dunkelblau und viele Bauwerke sind stimmungsvoll ausgeleuchtet mit künstlichem Licht. Das sind ideale Bedingungen für wunderschöne Reisefotos.

Positioniere dich mit der Sonne im Rücken zum Objekt und wandere dann so weit um das Objekt herum, bis du eine gute Kombination aus Lichteinfall, Farbwiedergabe und Schattierung erkennst. Im Gegenlicht wirken viele Objekte im Foto später zu dunkel oder sind nur noch als Silhouetten erkennbar. Diesen Effekt kannst du dir aber auch zunutze machen, wenn es das Objekt erlaubt. Genauso ist Schatten geeignet, die Geometrie von Objekten besonders wirkungsvoll ins Bild zu setzen.

Bedeckter Himmel erzeugt diffuses Licht. Da wirken viele Motive farblich sehr flach und langweilig. Komme wieder, wenn die Wolken sich verzogen haben.

Bei geringer Helligkeit, zum Beispiel für Nachtaufnahmen, sind lange Belichtungszeiten erforderlich. Ebenso, wenn du Feuerwerk oder Gewitter im Bild festhalten möchtest. Da kommst du um ein Stativ nicht herum. Aktiviere dann auch den Selbstauslöser, sonst erzeugt die Auslösung schon Verwacklungen. Hast du kein Stativ zur Hand, fotografiere mit einer Weitwinkel-Brennweite und halte die Kamera an eine feste Fläche, zum Beispiel einen Laternenmast. Das hilft meist schon, um zu starke Unschärfe zu vermeiden.

Insbesondere im Sommer sorgt die hohe Luftfeuchtigkeit oft für einen ungewollten starken Dunst und schlechte Sicht. Doch Regen reinigt die Luft. Daher ist die Sicht auf entfernte Objekte wie zum Beispiel Berge nach der Schauer besonders klar. Ideal ist in dieser Hinsicht auch die kältere Jahreszeit. Im Winter ist die Luft halt besonders klar, weil kalte Luft nur wenig Wasser aufnehmen kann. Und im Hochgebirge herrscht immer besonders saubere und damit klare Luft. Manchmal hilft einem der Dunst in der Luft, um Weite darzustellen: Stichwort „Luftperspektive“.

Übrigens gibt es kein schlechtes Wetter beim Fotografieren, sondern lediglich andere spannende Motive: Regentropfen in einer Makroaufnahme oder auf der Linse deiner Kamera, Reflexionen im Gegenlicht oder spektakuläre Wolken oder Nebelschwaden. Wolken können durch die leichte Verzerrung im Weitwinkelbereich sehr dramatisch wirken.

Kunstlicht in Räumlichkeiten erzeugt unangenehme Farbstiche. Das menschliche Auge kompensiert solche Effekte, doch beim Fotografieren musst du manuell gegensteuern. Der „Weißabgleich“ ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Wenn du dir unsicher bist, mache gleich mehrere Fotos mit unterschiedlichen Einstellungen.

Bildgestaltung

Positioniere das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte, sondern leicht außerhalb der Mitte. Ideal ist eine Anordnung im “Goldenen Schnitt”, sowohl horizontal als auch vertikal. Das wirkt harmonischer.

Achte auf einen passenden Hintergrund und vermeide störende Objekte im Bild: Stromleitungen, Straßenmüll, andere fotografierende Kollegen oder zu viel Verkehr. Bei bekannten Sehenswürdigkeiten lohnt es sich, sehr früh da zu sein, weil die Chance auf menschenleere Bildmotive dann wesentlich höher ist.

Achte bei Aufnahmen mit Horizont auf die Haltung deiner Kamera. Ein schiefer Horizont geht gar nicht. Du kannst zwar nachträglich per Bildbearbeitung wieder alles gerade schneiden, aber diese Arbeit kannst du dir leicht sparen.

Setze bewusst weitere Objekte mit in den Bildausschnitt, wenn das Hauptmotiv alleine zu langweilig wirkt. Achte aber darauf, dass dadurch nicht die gewünschte Aussage deines Reisefotos verloren geht. Es kann auch wirkungsvoller sein, wenn man das Hauptobjekt nicht als Ganzes ins Bild setzt, sondern nur einen Teil davon. Das erzeugt Spannung im Foto.

Setze Unschärfe bewusst als Gestaltungsmittel ein, wenn es die Kamera hergibt. Im Telebereich werden weit im Hintergrund liegende Elemente unscharf dargestellt. Das hebt das Hauptmotiv besonders gut hervor im Foto.

Suche bewusst einen geeigneten Standort. Manchmal verändern einige Meter hier den gesamten Bildaufbau: die Proportionen verändern sich, störende Objekte verschwinden aus dem Bildausschnitt, andere Objekte schieben sich ins Bild.

Arrangiere die einzelnen Elemente in Größe, Anordnung und Proportion so, dass ein harmonisches Ganzes daraus entsteht. Achtung: die Größe eines Objektes im Bildausschnitt änderst du nicht nur über die Brennweite deines Zoomobjektivs, sondern vor allem über deinen Abstand zum Objekt. Interessant wirken auch Fotos aus Vogel- oder Frosch-Perspektive.

Setze die Brennweite bewusst zur Bildgestaltung ein. Im Telebereich verdichtet sich der Raum, weit entferntes rückt näher und wird größer im Bild. Im Weitwinkelbereich erzeugst du Tiefe und musst mit Verzerrungen an den Bildrändern rechnen. Diese können aber je nach Motiv als gestalterisches Mittel sehr nützlich sein. Überlege vor dem Foto, welcher Effekt dein Motiv besser in Szene setzt.

Effekte bei der Bildgestaltung

Hiermit sind nicht die Kunsteffekte gemeint, die du im Kamera-Menü als Voreinstellung wählen kannst. Sondern hier sind ausschließlich Effekte gemeint, die du manuell im Rahmen der Bildgestaltung hervorheben kannst. Zum Beispiel Größenverzerrung durch Nutzung einer bestimmten Brennweite und geschicktem Abstand zum Motiv oder Spiegelungen an Wasseroberflächen.

Hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Aber auch hier gilt: Der in Szene gesetzte Effekt muss schon zum Bildmotiv passen und soll die Aussage des Fotos lediglich unterstreichen.

Landschaft als Motiv

Landschaft als Motiv ist sehr dankbar, weil sie sich nicht bewegt. Du hast also mehr Zeit, dich der Bildgestaltung zu widmen, als bei bewegten Motiven. Setze ein weiteres Objekt im Vordergrund ins Bild, das wirkt als Kontrast und macht die Landschaftsaufnahme interessanter. Mit spektakulären Wolken können aus uninteressanten Landschaften auch spannende Motive werden. Hier hilft der Weitwinkelbereich mit Verzerrungen in der Tiefe, ohne dass du stürzende Linien in Kauf nehmen musst, wie zum Beispiel bei Gebäuden.

Gebäude und Kunstwerke als Motiv

Sowohl Gebäude als auch Kunstwerke sind in aller Regel urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht bei Gebäuden genießt der Architekt, bei Kunstwerken der schaffende Künstler. Dieses Urheberrecht erlischt erst 70 Jahre nach dem Ableben der betreffenden Person.

Wenn du deine Fotos nicht ausschließlich privat nutzt, sondern auch kommerziell vermarkten möchtest (z.B. durch Verkauf oder Veröffentlichung auf deiner kommerziellen Website) und noch Urheberrechte zu beachten sind, solltest du wissen, was erlaubt ist und was nicht. Unkritisch ist das Fotografieren solcher Objekte dann nur:

  • Wenn das Objekt zeitlich unbeschränkt ausgestellt ist
  • wenn du dein Foto von einer „öffentlich zugänglichen“ Stelle aus schießt.

Das hierbei zugrunde liegende Recht nennt sich „Panoramafreiheit“, gilt aber nur in wenigen europäischen Ländern, z.B. Deutschland. Und es ist denkbar, dass künftige EU-Gesetze dieses Recht weiter einschränken werden. Diese Panoramafreiheit gilt auch nur, wenn du unter deutschem Recht kommerziell aktiv bleibst (z.B. bei mit einer Website rein in deutscher Sprache).

Eine Anmerkung zum „öffentlichen Raum“:

Betrittst du einen Park oder Garten, ganz gleich ob gegen Eintrittsgeld oder frei, dann verlässt du den öffentlichen Raum. Ebenso, wenn du ein Gebäude betrittst. Folglich solltest du dir für die betreffenden Fotos dann vorab eine Erlaubnis einholen.

Beispiel:

Ein Foto von Skulpturen in einem Japanischen Garten unterliegt nicht mehr der Panoramafreiheit, wenn ich die Aufnahme auf dem Parkgelände anfertige. Mache ich das Foto dagegen von einer Stelle außerhalb der geschlossenen Anlage und ohne Hilfsmittel wie Leiter oder Drohne, dann gilt die Panoramafreiheit (weil öffentlicher zugänglicher Raum) und ich darf das Foto auf einer deutschsprachigen Website veröffentlichen (die Nutzung von Fremdsprachen ist auch schon kritisch).

Die Veröffentlichung von Fotos auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram ist im Hinblick auf eine Berufung auf die Panoramafreiheit besonders kritisch. Denn mit der Veröffentlichung räumst du den Betreibern dieser Plattformen die vollen Nutzungsrechte an den Fotos ein. Und zwar auch in allen Ländern, in denen diese Panoramafreiheit nicht geltendes Recht ist.

Architektur als Motiv

Die Verzerrungen im Weitwinkelbereich können hier schnell stürzende Linien erzeugen. Das kann stören oder aber auch als Effekt gestalterisch wirken. Willst du stürzende Linien vermeiden, dann vergrößere die Entfernung zum Motiv oder steige höher hinauf. Ganz vermeiden kannst du sie, wenn deine Kamera ziemlich genau horizontal zum Objekt ausgerichtet ist.

Interessant sind manchmal auch Details von Bauwerken, Fassaden, Konstruktionen. Die Perspektive ist hier ein wichtiger Punkt: Man muss das Motiv erst suchen, indem man das Objekt aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet.

Sehr dankbar ist auch hier wieder eine Tele-Brennweite. So kannst du weit entfernte Objekte heranholen und den Bildausschnitt auf das Hauptmotiv konzentrieren.

In religiösen Einrichtungen oder bei Zeremonien können die Geräusche der Kamera sehr störend wirken. Schalte die Kamera auf lautlos, dann bemerkt man kaum, dass du fotografierst.

Menschen als Motiv

Menschen sind ein spannendes Motiv für Reisefotos, aber hier ist Fingerspitzengefühl erforderlich. Viele Menschen möchten zumindest gefragt werden, wenn man sie ablichten will. Am besten baust du durch kurzen Dialog eine Beziehung zu der Person auf, bevor du die Kamera herausholst. Da schmilzt die Distanz schnell dahin. Oftmals wirken die Fotos dann aber sehr gestellt, weil die Personen ja wissen, dass sie fotografiert werden.

Die schönsten Ergebnisse erhältst du oft erst dann, wenn die Person gar nicht mehr wahrnimmt, dass sie gerade fotografiert wird. Hierfür ist der Telebereich am Objektiv sehr dankbar. Du kannst dadurch auch unbemerkt das Gesicht einer Person heranholen und gleichzeitig den Hintergrund unscharf darstellen. Diese Unschärfe hebt das Hauptmotiv, das Gesicht, dann stärker hervor. Kinder sind in vielen Ländern ein dankbares Motiv für Reisefotos. Sie lieben es, fotografiert zu werden.

Doch beachte: In Deutschland gilt das Recht am eigenen Bild. Und das hat große Auswirkungen auf dein Wirken als Fotograf:

Seit dem Inkrafttreten der DSGVO hat sich die Rechtslage für das Anfertigen und Veröffentlichen von Fotos von Personen drastisch verändert. Die zukünftige Rechtsprechung muss an vielen Stellen zwar noch für eine eindeutige Auslegung im Zusammenspiel mit dem KUG (Kunsturhebergesetz) sorgen, doch soviel steht fest:

  1.  Lichtest du eine Person digital ab, dann stellt das die Erhebung personenbezogener Daten dar. Wenn du das Ergebnis nicht ausschließlich privat nutzen willst, benötigst du „vorher“ die schriftliche Genehmigung der betreffenden Person oder musst triftige Gründe haben (die in der DSGVO klar definiert sind). Differenziert wird hierbei zwar zwischen einer Person im Bildmittelpunkt (Einwilligung erforderlich) und „unbeteiligten“ Personen im Hintergrund (Einwilligung nicht erforderlich), doch eine saubere Abgrenzung ist in der Realität oft nicht möglich. Im Übrigen ist eine schriftliche Einwilligung nie garantiert „dauerhaft“, weil sie jederzeit zurückgenommen werden kann.
  2. Eine Berufung auf die Rechte aus dem KUG ist auch insofern kritisch, als dass das KUG lediglich die Veröffentlichung, nicht aber die Erstellung eines Werkes abdeckt. Aus heutiger Rechtslage ist also schon die Anfertigung eines Fotos einer Person ohne Erlaubnis unzulässig.

Zwar gelten in vielen anderen Ländern deutlich weniger harte Einschränkungen, doch die folgenden Regeln solltest du dennoch stets beachten:

  • Fotografiere keinen Menschen in unvorteilhafter Situation oder Position
  • bevorzuge das Ablichten von Personen „als Beiwerk“, nicht als Hauptmotiv
  • respektiere es, wenn eine Person keine Zustimmung zu einer Aufnahme gibt.

Tiere als Motiv

Um scheue Tiere zu fotografieren, brauchst du viel Geduld und Zeit. Oft verscheucht man die Tiere schon, wenn man ihnen nur Aufmerksamkeit schenkt. Sich leise verhalten, keine hektischen Bewegungen, langsam heranpirschen und durch die Zweige eines Baumes idealerweise mit einer Tele-Brennweite zu fotografieren führt hier zum Erfolg.

Die etwas bewegungsträgeren Tiere sind da eher ein dankbares Motiv. Raupen, Käfer, die Gottesanbeterin oder mancher Gekko lassen sich in aller Ruhe fotografieren. Gehe nah an das Motiv heran. Eine “Makroaufnahme” stellt das Tier ungewöhnlich groß ins Bild und macht Details sichtbar, die man mit dem Auge normalerweise nicht wahrnimmt. So wird auch ein Bild von gewöhnlichen Tierarten zu einem Knaller. Achte aber auch auf einen passenden Hintergrund und wähle eine für das menschliche Auge ungewohnte Perspektive. Das erzeugt Spannung.

Bewegung als Motiv

Wenn Bewegung im Spiel ist, musst du sich entscheiden, ob das Motiv scharf oder verwischt dargestellt werden soll. Je schneller die Bewegung, desto kürzer die Belichtungszeit, wenn du das Motiv scharf ablichten willst. Willst du aber mithilfe verwischter Objekte die Bewegung im Bild darstellen, dann wähle eine längere Belichtungszeit. Mache Serienaufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen bei der Belichtungszeit und suche später das perfekte Foto heraus. Hier führt Experimentieren zum Erfolg.

Nicht sichtbare Motive

Ja, richtig gelesen. Es gibt Motive für Reisefotos, die sind nicht unmittelbar sichtbar: Wind, Sturm, Hitze, Kälte, Musik, usw. Versuche, die Auswirkungen ins Bild zu setzen. Lange Belichtungszeiten machen Bewegung sichtbar, so flattert eine Fahne im Sturm. Wellenbildung auf einer Wasseroberfläche oder sich biegende Halme der Binsen machen ebenfalls Wind sichtbar. Tanzende Menschen im Bild vermitteln dem Betrachter die Botschaft: da spielt Musik, eine rissige Erde symbolisiert Trockenheit und Hitze, ebenso die Spiegelungen auf der Asphaltstraße oder schwirrende Luft, die man mit dem Tele einfangen kann.

Der perfekte Zeitpunkt

Landschaft und Architektur sind statische Motive. Du hast alle Zeit der Welt, um die Bild-Komposition zu arrangieren. Bei bewegten Motiven mit Menschen, Tieren oder ständig wechselnden Handlungsabläufen ist es dagegen unter Umständen entscheidend, den perfekten Zeitpunkt im Foto einzufangen. Andernfalls haben deine Reisefotos am Ende nicht die gewünschte Aussagekraft.

Beobachte sich wiederholende Handlungsabläufe zunächst, um den perfekten Zeitpunkt für dein Foto zu finden. Du solltest auch die Reaktionszeit deiner Kamera kennen und mit berücksichtigen beim Auslösen.

Oft ist es auch nur eine Frage der Schnelligkeit, mit der du abschußbereit bist. Hier ist eine handliche Kompakt-Kamera in Greifnähe (zum Beispiel in einer Tasche am Hosengürtel) sehr viel schneller einsatzbereit, als eine große Spiegelreflex-Kamera. Stichwort „Schnappschuss“.

Fazit

Die beste Kamera-Ausrüstung nützt nichts, wenn du nicht aktiv auf die Bildgestaltung Einfluss nimmst und dich nicht mit den Einstell-Möglichkeiten deiner Kamera auskennst. Wer die oben beschriebenen Gestaltungsmittel bewusst einsetzt, erhält bessere Ergebnisse und macht ganz bestimmt tolle Reisefotos.

 

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