Tipps für Radreisen in der Schweiz

Diese Tipps für Radreisen in der Schweiz beruhen auf unseren Erfahrungen von meheren Reisen. Dabei haben wir die Schweiz unter anderem per Reiserad kennengelernt.

Unsere Tipps für Radreisen in der Schweiz:

Anreise und Grenzabwicklung

Die Schweiz gehört nicht zu den EU-Mitgliedsländern, aber die Passkontolle am Grenzübergang ist nicht sehr zeitintensiv und somit schnell erledigt. Ohne Visum hast du als Deutscher 3 Monate Aufenthaltsrecht. Beachte auf jeden Fall die Vorschriften für die Einfuhr von Lebensmitteln, Genußwaren und anderer Dinge. Eine zuverlässige Quelle sind in dieser Hinsicht die Angaben auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Für die Anreise kommen Auto, Fernbus, Bahn oder Flugzeug in Frage. Natürlich kannst du auch gleich per Reiserad anreisen. Auf Flügen wirst du dein Fahrrad teilweise zerlegen und in einen Karton oder ähnliche Behälter verpacken müssen.

Unsere Tipps: Fahrrad im Flugzeug mitnehmen.

Verständigung

Man spricht in der Schweiz deutsch mit dem typischen schweizer Dialekt, französisch oder italienisch, je nach Region. Daneben spricht eine Minderheit Rätoromanisch.

Du kannst dich in Deutsch oder Englisch unterhalten und es wird keine größeren Probleme in der Verständigung geben.

Internet, Telefonie, Stromversorgung

Das Stromnetz stellt 230 Volt bereit und es gibt dreipolige Steckdosen vom Typ J. Die flachen deutschen Eurostecker (Typ C) passen ohne Adapter; die Schukostecker (Typ F) passen nur unter Verwendung eines Adaptersteckers.

Wenn du vor Ort eine schweizer SIM-Karte kaufst, muß diese registriert werden. In der Regel geschieht das beim Kauf im Providershop durch das Personal. Kaufe deine SIM-Karte daher nicht auf einem mobilen Straßenmarkt.

Der preiswerteste Zugang zum Internet ist sicher ein WLAN-Netzwerk im öffentlichen Raum. So findest du WiFi in Hotels und der Gastronomie, aber auch an vielen öffentlichen Einrichtungen.

Beachte, daß die Schweiz nicht zur EU gehört und du mit Roaminggebühren belastet wirst, wenn du über deinen heimatlichen Vertrag surfst.

Bargeldbeschaffung

Die Währung des Landes ist der Schweizer Franken (CHF). In den touristischen Gebieten werden auch Euro akzeptiert, aber sie berechnen dir dann einen sehr ungünstigen Wechselkurs.

Die Bargeldbeschaffung an den Geldautomaten verläuft ohne Probleme und du findest in allen Städten Geldautomaten.

In den abgelegenen Bergregionen ist die Versorgung mit Geldautomaten natürlich deutlich schlechter. Das mußt du auf Radreisen in der Schweiz berücksichtigen und dich rechtzeitig mit genügend Bargeld versorgen.

Lebensmittelbeschaffung

Die Versorgung mit Lebensmittelgeschäften ist in den Städten kein Problem. Auf dem Land ist das Angebot deutlich kleiner, aber ausreichend.

Du wirst schnell merken: die Schweiz ist sehr teuer. Das betrifft auch die Lebensmittel und vor allem die Gastronomie, insbesondere in den Touristengebieten.

Trinkwasserbeschaffung

Das Wasser aus den Leitungen und Brunnen hat überall in der Schweiz Trinkwasserqualität. Sicherheitshalber solltest du aber immer nachfragen, bevor du deine Flaschen auffüllst.

Entnimmst du in den Bergen auf den Wildbächen dein Wasser, mußt du es im Zweifel abkochen oder filtern.

Unsere Tipps: Outdoor Wasserfilter für Reisen.

Bikeshops und Service

Der Radsport ist in der Schweiz sehr populär. Demzufolge gibt es auch in allen Städten Bikeshops, wo du Ersatzteile, hochwertige Komponenten und Werkzeug findest.

Führt deine Route durch abgelegene Regionen oder durch die Berge, solltest du für den Notfall ausgerüstet sein, denn unterwegs bist du auf dich allein gestellt.

Unsere Tipps hierzu:

Straßen

Die Schweiz besitzt ein hervorragendes Straßennetz. Das verdient umso mehr Respekt, weil die alpine Bergwelt den Straßenbau nicht gerade einfach und preiswert macht. Es gibt viele Tunnel und Talbrücken, aber auch serpentinenreiche Passstraßen.

Neben den Straßen existiert ein gut ausgebautes Schienennetz und in den höheren Lagen werden zum Teil Zahnradbahnen eingesetzt.

Verkehr

Für den Fall, daß du deine Anreise per Auto organisierst, hier einige Infos zu den Vorschriften in der Schweiz:

  • Die Schweiz finanziert den Straßenbau zum Teil über eine Vignette. Sie ist Pflicht für die Benutzung aller Nationalstraßen, zu denen unter anderem auch die Autobahnen zählen. Leider gibt es lediglich eine Jahres-Vignette und nicht eine Stückelung für kleinere Zeiträume.
  • Generell ist das Abblendlicht oder Tagfahrlicht einzuschalten, sobald das Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt wird.
  • Achte auf die passende Bereifung, wenn du in der kalten Jahreszeit in die Schweiz reist. Es gibt zwar keine Vorschriften hierzu, doch bei Unfällen auf winterlichen Straßenverhältnissen wird man dich zur Rechenschaft ziehen, wenn du keine Winterreifen aufgezogen hast.

Orientierung

Du kannst per GPS und einer Offline-Karte im Handy ohne Probleme in der Schweiz navigieren, solltest aber in den Bergen und in abgelegenen Regionen eine Papierkarte und einen Kompass dabei haben. Das erhöht deine Sicherheit gegen GPS-Ausfall, leere Akkus im Handy oder Orientierungsprobleme.

Unsere Tipps zu Navigation & GPS Logger per Handy.

Geländeprofil

Die südöstliche Hälfte der Schweiz liegt in den Alpen, die nordwestliche Hälfte des Landes ist etwas flacher (Jura und Hochland) und daher auch dichter besiedelt.

Radeln

Die Schweiz verfügt über ein gutes Radwegenetz und die Radwege sind gut beschildert und gekennzeichnet. Ebenso führen einige EuroVelo-Routen durch die Schweiz.

Alle Infos zum Radwegenetz in der Schweiz.

Es ist in der Schweiz auch möglich, das Fahrrad per Bahn oder Bus zu transportieren. Erkundige dich vorab, ob du hierfür reservieren mußt oder nicht.

Trampen auf Radreisen in der Schweiz

Trampen auf Radreisen ist ohne Probleme möglich. Die Schweizer sind freundlich und helfen dir gerne. Es kann höchstens schwierig werden, das passende Fahrzeug zu finden, denn mit Fahrrad und Gepäck kommen lediglich größere Pickups oder kleinere LKWs in Frage.

Unsere Tipps zum Trampen auf Radreisen.

Zelten und alternative Übernachtungsplätze

Es gibt sehr viele Campingplätze in der Schweiz, doch die Preise werden dich abschrecken. Alternativ kannst du auf Bauernhöfen oder bei privat nach einem Platz für dein Zelt fragen. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

In den Städten sind die privaten Übernachtungsnetzwerke Warmshowers und Couchsurfing einen Versuch wert. Das kommt dich deutlich preiswerter als Hostels oder andere kostenpflichtige Unterkünfte.

Sicherheit auf Radreisen in der Schweiz

Die Schweiz ist ein sehr sicheres Reiseland. Allerdings mußt du im Zentrum größerer Städte auf dein Fahrrad und dein Gepäck achten, um nicht Opfer der Kleinkriminalität zu werden.

Unsere Tipps zum perfekten Diebstahlschutz auf Radreisen.

Auf Wegen durchs Gebirge mußt du stets mit Steinschlag, in den verschneiten Monaten auch mit Lawinengefahr rechnen. Auch solltest du stets das Wetter im Auge behalten. Ein Wetterwechsel in den Bergen trifft dich intensiver als unten im Tal.

Gefährliche Tiere

Zu den gefährlichsten Tieren in der Schweiz zählen Kreuzotter und Aspisviper. Allerdings gab es seit 1960 keinen tödlichen Unfall mehr wegen Schlangenbiss.

Desweiteren gibt es giftige Spinnen und einige Raupen (Eichen- und Kiefern-Prozessionsspinner), deren feine Haare bei Berührung abbrechen und mit schmerzhaften Folgen in der Haut stecken bleiben.

Auch einige Kröten und Salamander sind sehr unangenehm: das Sekret auf der Haut bestimmter Spezies kann bei Kontakt mit unserer Haut und den Schleimhäuten zu Reizungen und Entzündungen führen.

Insbesondere abseits der befestigten Wege und bei der Zeltplatzsuche im Gelände solltest du also aufpassen, wo du hintrittst.

Gesundheitsgefahren

Lasse deinen Impfschutz prüfen und kontaktiere hierzu rechtzeitig deinen Hausarzt oder einen Reisemediziner. Möglicherweise benötigst du eine Auffrischung bestehender Impfungen oder eventuell sogar weitere, für Reisen in die Schweiz empfohlene Impfungen (z.B. gegen FSME, Pneumokokken, usw.)

Weitere Infos hierzu: Reiseimpfungen im Überblick.

Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist hervorragend und du kannst dich über die europäische Krankenversicherungskarte dort behandeln lassen. Diese Karte sendet dir deine Krankenkasse auf Anfrage zu.

Zusätzlich benötigst du eine Reisekrankenversicherung, denn deine heimatliche Krankenkasse übernimmt nicht alle Leistungen, z.B. den medizinisch sinnvollen Rücktransport.

Klima

Die Schweiz liegt in der gemäßigten Klimazone, doch in den höheren Lagen wird das Klima schnell alpin bis polar. Im Nordwesten der Schweiz (Jura) fällt mehr Regen als im Osten des Landes. Zum Süden hin wird es zunehmend mediterran mild.

Kultur

Kulinarisch sind vor allem der Schweizer Käse, sowie Käsefondue, Raclette und Rösti zu erwähnen. Aber die schweizer Küche hält noch viele andere Spezialitäten bereit.

Der 1.August ist Nationalfeiertag. Ansonsten gibt es in der Schweiz nicht viele Feiertage. Allerdings gibt es Kanton-bezogen einige arbeitsfreie Tage.

Beim Zuprosten schauen sich die Partner in die Augen. Die Begrüßung erfolgt mit festem Händedruck, unter Freunden auch mit angedeutetem Wangenkuß. “Auf Wiedersehen“ kommt deutlich besser an als „Tschuß“.

Sehenswürdigkeiten

Es ist nicht nur das Matterhorn, was des Reiz der Schweiz ausmacht. Es sind die urigen, alten Dörfer, die gesamte Gebirgskulisse, die malerisch in die Bergwelt eingebetteten Seen und die Behutsamkeit, mit der die Bebauung in die Natur integriert wurde.

Orientierst du dich auf deinen Radreisen in der Schweiz an den ausgeschriebenen Radwegen, erlebst du noch viele andere Highlights.

 

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