Outdoor Wasserbehälter für Radreisen und Camping

Outdoor Wasserbehälter sind auf Radreisen und beim Camping ein sehr wichtiges Thema., das man leicht unterschätzt. Das betrifft insbesondere Reisen in exotische Regionen oder zivilisationsarme Gebiete, wo die Wasserversorgung stark eingeschränkt ist.

Da geht es um Bevorratung, Filterung und Transport größerer Wassermengen und um geringes Gewicht und geringes Volumen der Wasserbehälter. Wie transportieren wir große Wassermengen auf unseren Radreisen? Welchen Wasserfilter benutzen wir? Welche Wasserbehälter bevorzugen wir?

Dieser Beitrag ist als „Werbung“ zu betrachten, weil wir hier Marken, Produkte und Firmen erwähnen/empfehlen, auch wenn wir dies unentgeltlich tun.

Der Wasserbedarf auf Radreisen

Als Radler mit Gepäck hat man abseits ebener Strecken und vor allem bei hohen Temperaturen einen relativ hohen Trinkwasserbedarf. Es ist durchaus vergleichbar mit einem Langstreckenläufer. Zusätzlich wird Wasser zum Kochen, Spülen und Waschen benötigt, wenn man, so wie wir, mit Zelt und Camping-Kocher auf Radreise geht.

Da kommen in richtig heißen Regionen (45°C, Wüste, Tropen) schnell 10 Liter Wasser-Bedarf und mehr pro Tag und Person zusammen. Fährt man dazu noch durch zivilisationslose Regionen, wie Steppe, Nationalparks oder Wildnis, dann findet sich auch nicht an jeder Ecke eine Quelle oder ein Wasserhahn. Folglich wird schnell klar, warum Anzahl und Größe der Outdoor Wasserbehälter für Radreisen gut überlegt sein sollte, bevor man seine Reise startet.

Trinkflaschen als Outdoor Wasserbehälter

Hier reden wir über die Trinkflaschen, die am Fahrrad-Rahmen per Flaschenhalter untergebracht werden. Üblich sind für normale Verhältnisse Halter mit 0,5 oder 0,7 Liter-Flaschen.

Hier haben wir vor Beginn unserer großen Radreise umgerüstet auf große 1,5 Liter-Flaschen und XXL-Flaschenhalter (BBB Fueltank XL sowie XLC PET Flaschenhalter), wo immer der Fahrradrahmen den Platz dafür hergab. Die eingelassenen Gewindebohrungen im Rahmen waren dabei öfter an der falschen als an der richtigen Stelle platziert. Geholfen haben wir uns dann mit Rohrschellen und Eigenbau-Lösungen (siehe Fotos unten). Zur Not helfen unterwegs auch Kabelbinder oder Tape und mit ein wenig Kreativität kann man sich unterwegs auch selber XXL-Flaschenhalter basteln.

Das Ergebnis in unserem Fall: 5 x 1,5 Liter und 2 x 0,75 Liter Flaschen-Kapazität in Summe an unseren beiden Reiserädern, also Stauraum für insgesamt 9 Liter Wasser. Das ist schon ganz ordentlich. Diese Kapazität nutzen wir natürlich nur im Bedarfsfall, sonst bleiben die nicht benötigten Flaschen halt leer, um nicht unnötig das Gesamtgewicht zu erhöhen.

Unsere Erfahrung nach 3,5 Jahren auf Radreise: in fast allen Ländern bekommt man 1,5 Liter-Plastikflaschen zu kaufen, nur sehr selten muss man auf 1,25 Liter-Flaschen zurückgreifen. In manchen Ländern schenken die Einheimischen einem auch des öfteren eine dieser großen Wasserflaschen, wenn man irgendwo seine Flaschen auffüllen will. Somit erledigt sich auch der Austausch der älteren, abgenutzten Flaschen manchmal wie von selbst.

Wir haben auch stets einige Verschlusskappen alter Flaschen behalten, um beim Verlust eines Flaschendeckels schnell Ersatz zur Hand zu haben.

Auf der abendlichen Suche nach einem Platz für unser Zelt ziehen wir diese Flaschen mittlerweile sehr oft den Ortlieb-Wasserbeuteln vor. So füllen wir die Flaschen komplett auf und suchen danach erst einen passenden Zeltplatz. Das erspart uns eine möglicherweise aufwändige und zeitraubende Suche nach einer Wasserquelle nach dem Zeltaufbau.

Wenn du eine große Radreise planst, dann beschaffe dir die XXL-Flaschenhalter auf jeden Fall, „bevor“ du startest. Denn im Ausland ist es mitunter extrem schwierig bis unmöglich, diese Flaschenhalter nachzurüsten. Mancher Reiseradler lässt sich diese Flaschenhalter dann später aus der Heimat schicken. Diese Kosten kannst du dir also sparen.

Solltest du bei deinem Fahrradrahmen nicht den erforderlichen Raum für die gewünschte Anzahl an Flaschenhaltern vorfinden, hilft unter Umständen schon, betreffende Flaschen mit dem Kopf nach unten im Halter zu plazieren. Auch hier ist Kreativität gefragt.

Zusätzlichen Platz hast du möglicherweise noch zwischen Sattelrohr und Hinterrad. Auch da haben wir eine 0,5 Liter-Flasche untergebracht. Allerdings mussten wir dafür einen Standard-Aluminium-Flaschenhalter per Zange und Hammer auf eine Nummer kleiner zurecht biegen, bis er in den kleinen Raum passte.

Unser Tipp, wie du in heißem Klima dein Trinkwasser in den Flaschen am Fahrradrahmen halbwegs kühl halten kannst: nähe dir einen passenden Überzieher aus dicker Baumwolle, Frottee oder ähnlichem Material. Tränke diesen Bezug mit Wasser und stülpe ihn über deine Trinkflasche.

Durch die Verdunstung des Wassers aus dem Überzieher wird deinem Trinkwasser die Wärme entzogen: es kühlt sich ab und bleibt solange angenehm kalt, bis der Stoffbezug trocken ist. Je nach Klima musst du mehr oder weniger häufig nach-nässen, aber so ersparst du es dir,  diese unangenehm heiße Brühe zu trinken.

Neben all diesen XXL-Flaschen haben wir am Lenker zusätzlich noch eine 0,7 Liter-Trinkflasche im Halter positioniert. Das gewährleistet ein komfortables Trinken während der Fahrt, ohne dass man sich verrenken muss oder sogar noch vom Verkehr abgelenkt wird. Wir haben Reiseradler getroffen, die an Lenker bzw. Vorbau in Summe 4 solcher Flaschen plaziert hatten. Das muss natürlich mit dem Platzbedarf für eine Lenkertasche und / oder weiteres Equipment zusammen getrachtet werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Montage von Flaschenhaltern bietet sich vielleicht beim Gepäckträger am Vorderrad. Wir haben hier beispielsweise zusätzlich zum normalen Lowrider einen weiteren Aluminium-Gepäckträger als 2. Vorderrad-Gepäckträger zweckentfremdet und so im Bereich über den Lowrider-Pascktaschen zusätzlichen „Stauraum“ geschaffen. Bei Bedarf könnten wir an den Seitenstreben von diesem Gepäckträger also weitere Flaschenhalter montieren.

Wasserbeutel als Outdoor Wasserbehälter

Am Zeltplatz kommen in der Regel die praktischen Ortlieb-Wasserbeutel zum Einsatz. Sie sind leicht, klein verpackbar und nehmen je nach Größe 2, 4 oder 10 Liter Wasser auf. Sie haben einen Schraubverschluss mit Dichtung und einen Brauseaufsatz für die Nutzung als Felddusche. Die Innenbeschichtung ist lebensmittelecht (Achtung: der Ortlieb-Wassersack für die Felddusche hat diese Beschichtung nicht).

Die beidseitigen Tragegriffe haben mittlerweile einen Klickverschluss. Das erleichtert das Aufhängen an einem Ast, wenn man den Wasserbeutel zum Duschen verwendet. Zur Not eignen sich diese Wasserbeutel auch zum Wasser-Transport auf dem Reiserad, indem man sie halb gefüllt einfach auf die Packtaschen schnallt.

Outdoor Wasserbehälter für die Felddusche

Zum Duschen gibt es neben dem Wasserbeutel auch den Ortlieb-Wassersack mit 10 Liter Fassungsvermögen. Er hat eine große Öffnung zum Wassereinfüllen und einen Rollverschluss wie die Packsäcke. Damit kann man ihn gefüllt leicht tragen und man ist sehr flexibel beim Aufhängen in Duschhöhe, z. B. an den dicken Ästen eines Baumes.

Der Sack ist aus schwarzem Material, das fördert die Erwärmung des eingefüllten Wassers durch die Sonneneinstrahlung und somit gibt es bei schönem Wetter sogar eine warme Dusche.

Aber Achtung: die Innenbeschichtung ist hier nicht lebensmittelecht (im Gegensatz zu den Wasserbeuteln) und somit nicht für Trinkwasser geeignet.

Outdoor Faltschüssel für die große Wäsche unterwegs

Zum Wäsche waschen und für viele andere praktische Anwendungsfälle nutzen wir die Ortlieb-Faltschüssel. Sie hat ein kleines Packmaß, wenn man sie „gefaltet“ hat und nimmt je nach Modell 5, 10 oder 20 Liter auf. Auf Radreisen und für Camping reichen 5 Liter Volumen.

Auf Radreisen ist sie schon deshalb ein nützlicher Gehilfe, weil man bei einem Plattfuß in der Regel erst einmal im Wasserbad das Loch im Schlauch suchen muss.

Darüber hinaus haben wir diese Faltschüssel auch schon für das Sammeln von Regenwasser verwendet, um das benötigte Trinkwasser zu erhalten, als wir mal ganz knapp dran waren.

Auf Dauer ist die Haltbarkeit des Materials bei dieser Faltschüssel allerdings schnell dahin, wenn man sie täglich gefaltet transportiert. An den Falzkanten wird das Material porös und löchrig. Wir halfen uns da bisher mit einer Reparatur per Fahrradflicken und Gummilösung. Besser im Hinblick auf die Haltbarkeit ist sicher die Verwendung von Pattex. Diesen Klebstoff haben wir allerdings im Bedarfsfall in den betreffenden Ländern nie gefunden.

Outdoor Wasserfilter

Das viele Wasser nützt nicht viel, wenn es nicht sauber und entkeimt ist. Das gilt zumindest fürs Trinken und für die Zubereitung von Mahlzeiten. Da verrichtet ein Outdoor Wasserfilter gute Dienste. Unser Favorit ist der „Care Plus Sawyer Mini“, nach unserer Meinung derzeit der beste mechanische Filter auf dem Markt. Er ist klein, leicht, einfach im Handling und hat enorm gute Filterqualitäten sowie eine fast unbegrenzte Lebensdauer laut Herstellerangaben. Hier haben wir diesen Wasserfilter näher beschrieben:

Der beste Wasserfilter

Fazit zum Thema Outdoor Wasserbehälter

Es ist beruhigend, auch für extreme Situationen genügend Outdoor Wasserbehälter mitzuführen, auch wenn man die volle Kapazität wohl eher selten benötigt. Aber leere Kunststoffflaschen fallen nicht ins Gewicht und stören beim Radeln überhaupt nicht.

Unverständlich bleibt für uns, dass der Rahmenbauer Intec bei der Position der Gewindebohrungen im M1-Rahmen nicht wirklich die XXL-Flaschenhalter im Blick hat. Schließlich wird dieser Rahmen für den Aufbau von Reiserädern empfohlen.

 

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