Thrombose verhindern durch Radfahren und anderen Sport

Thrombose vermeiden durch RadfahrenDie Gefäßerkrankung Thrombose ist mittlerweile wohl jedem ein Begriff. Spätestens, seitdem sie als Nebenwirkung beim Corona-Impfstoff von AstraZeneca in Erscheinung trat.

Dabei starben in Europa auch schon „vor“ der Pandemie 500.000 Menschen jährlich an dieser Krankheit und ihren Folgen. Damit zählt die Thrombose samt Folgeerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Europa.

Doch kaum jemand setzt sich mit den Ursachen und Risiken einer Thrombose auseinander, solange dieses Krankheitsbild nicht am eigenen Leib diagnostiziert wurde. Aber wenn es dann diagnostiziert wird, ist es für eine Prophylaxe schon zu spät. Denn selbst, wenn man überlebt, bleiben irreparable Schäden. Es ist also sinnvoll, sich schon frühzeitig mit dem Krankheitsbild Thrombose zu befassen.

Was ist eine Thrombose? Was macht sie so gefährlich? Was sind die Ursachen? Warum ist Sport als Vorbeugung so wichtig? Warum ist Hochleistungssport dagegen eher schädlich? Und was ist beim Radfahren zu beachten?

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Inhaltsübersicht

 

Unser Blutkreislauf

Um Organe, Muskeln und all die anderen „Verbraucher“ in unserem Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen, haben wir einen Blutkreislauf, im Wesentlichen bestehend aus Herz, Arterien und Venen. Durch die Arterien transportiert das Blut Sauerstoff und Nährstoffe zu den Verbrauchern und durch die Venen fließt das Blut wieder zurück zu Herz und Lunge.

Dieser Blutkreislauf ist ein geschlossenes System. Und wenn alles rund läuft, fließt das Blut ungehindert durch die Blutgefäße und verrichtet seinen Job. Entsteht jedoch durch äußere Einwirkung ein Leck in diesem Kreislauf (Wunde, Verletzung), kommt ein besonderer Mechanismus in Gang: die Blutgerinnung.

 

Die Blutgerinnung

Um uns bei Verletzungen vor dem Verbluten zu schützen, hat unser Blut die Eigenschaft, zu gerinnen (Hämostase), wenn es aus einem Blutgefäß austritt. Dabei heften sich die aus dem Gefäß austretenden Blutplättchen (Thrombozyten) an das umgebende Bindegewebe und verkleben nach und nach miteinander zu einem Wundverschluss (vereinfacht dargestellt).

Eine gute Eigenschaft, um unser Überleben zu sichern.

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Die Thrombose

Durch zu langsamen Blutfluss, eine Gerinnungsstörung oder eine verletzte Gefäßinnenwand kann im Blutkreislauf aber auch ohne äußerliche Verletzung eine Blutgerinnung auftreten. Dann reden wir von einer Thrombose: Ein „Gerinnsel“ (der Thrombus) blockiert den Blutfluss und kann zur Unterversorgung ganzer Körperregionen führen.

Thrombosen können in allen Blutgefäßen auftreten. Allerdings sind vor allem die Venen im Unterschenkel gefährdet, weil das Blut hier sehr langsam und noch dazu gegen die Schwerkraft fließen muss.

Löst sich solch ein Gerinnsel dann auch noch von der Gefäßwand und wird mit dem Blutstrom in andere Organe transportiert, kann es im schlimmsten Fall Gefäßschäden, Embolie oder Schlaganfall verursachen.

 

Die Ursachen für Thrombose

Die oben erwähnten Ursachen für Thrombosen (langsamer Blutfluss, Gerinnungsstörung, verletzte Gefäßinnenwand) sind hauptsächlich auf folgende Lebensumstände zurückzuführen:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Flüssigkeitsmangel
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Stress
  • Bluthochdruck
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Ungesunde Ernährung.

Darüber hinaus können Schwangerschaft, Antibabypille, Krebserkrankungen, Chemotherapie, Drogenkonsum per Spritze, überdurchschnittliche Körpergröße, erblich oder medikamentös bedingte Gerinnungsstörungen, Bettlägerigkeit, Operationen, langanhaltende Bewegungseinschränkung, Gefäßverkalkung, Krampfadern, altersbedingte Degeneration der Blutgefäße und andere Faktoren die Thrombose-Gefahr steigern.

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Symptome einer Thrombose

Viele Thrombosen werden zunächst gar nicht bemerkt und verlaufen symptomfrei. Das macht Thrombosen so gefährlich. Umso dringlicher ist dann die Konsultation eines Arztes angesagt, wenn in bestimmten Regionen des Körpers plötzlich folgende Symptome in Erscheinung treten:

  • Schwellung
  • Wärmegefühl
  • Gespannte Haut
  • Schweregefühl
  • Rötung oder Blaufärbung der Haut
  • Ziehender Schmerz
  • Druckschmerz
  • Fieber
  • Erhöhter Puls
  • Kurzatmigkeit
  • Schwarze Punkte unter den Fingernägeln
  • Schwindel
  • Störung der Augenfunktion.

 

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Behandlung einer Thrombose

Diagnostiziert wird eine Thrombose in der Regel mittels Ultraschall, ggf. ergänzt durch eine Blutuntersuchung (Nachweis von D-Dimere). Wird eine Thrombose in Organen oder tiefer liegenden Venen vermutet, kommen weitere bildgebende Verfahren (MRT, CT, Phlebographie) zum Einsatz.

Therapiert wird eine Thrombose in 95 % aller Fälle medikamentös. Dabei wird die Neigung zur Blutgerinnung gehemmt und die Gerinnsel werden sukzessive vom Körper abgebaut. Das kann Thrombose vermeiden durch RadfahrenMonate dauern und ist sehr aufwändig, weil immer wieder mittels Prüfung der Gerinnungswerte die Dosierung der Medikation korrigiert werden muss. Manche Patienten müssen die Medikamente nach der Genesung sogar lebenslang einnehmen.

Kompressionsstrümpfe, Kompressionsverbände und blutflussfördernde Übungen können die Behandlung noch unterstützen. Auch operative Eingriffe gehören zum Behandlungs-Repertoire.

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Selbst wenn die Therapie erfolgreich verläuft: Sie beseitigt nicht die ursprünglichen Ursachen der Thrombose, sondern lediglich den Thrombus und die Symptome. So behält ein Patient nach erfolgreicher Behandlung auch für die Zukunft ein Thrombose-Risiko.

Darüber hinaus sind je nach Art der Thrombose bleibende Schäden möglich (z. B. postthrombotisches Syndrom), die mit fortschreitendem Alter zunehmend die Lebensqualität einschränken (Geschwüre, offenes Bein, usw.).

Viel besser ist in dieser Hinsicht also die Vermeidung der oben erwähnten Risiko-Faktoren, um gar nicht erst Thrombose-Patient zu werden:

  • Trinke reichlich und meide dabei übermäßigen Konsum von Kaffee, Alkohol und gesüßten Getränken
  • Ernähre dich gesund und ausgewogen
  • Vermeide Übergewicht
  • Verzichte auf das Rauchen
  • Vermeide langanhaltende Bewegungseinschränkung. Wenn es unvermeidbar ist, trage Stützstrümpfe.
  • Nutze statt der Pille alternative Verhütungsmittel
  • Und ganz wichtig: Baue Bewegung und Sport in deinen Alltag ein:

 

Thrombose verhindern durch Sport

Sport und Bewegung sind gutes Training für den Blutkreislauf, insbesondere für die Venen. Die Bewegung der Muskulatur entfaltet nämlich die Wirkung einer Pumpe, weil die naheliegenden Venen bei jeder Muskelanspannung komprimiert werden („Venenpumpe“) und somit der Blutfluss im Gefäßsystem unterstützt wird. Die Venenklappen verhindern dabei effektiv, dass das Blut nach der Muskelentlastung wieder zurückfließt.

Am besten geeignet sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Joggen, Ski-Langlauf, Nordic Walking und Wandern, weil die körperliche Belastung sehr gut dosierbar ist und die Muskulatur hierbei sehr regelmäßig den Effekt der Venenpumpe wahrnimmt. Gleichzeitig existiert bei diesen Sportarten ein relativ geringes Verletzungsrisiko, anders als bei Kontakt- oder Ballsportarten.

Allerdings sind gerade leistungsambitionierte Sportler und insbesondere Hochleistungssportler Thrombose-gefährdet:

  • Durch Überlastung beim Sport weiten sich die Venen, was die Thrombosegefahr erhöhen kann (Anstrengungs-Thrombose). Das gilt besonders für Sportarten, bei denen die Beine einen großen Teil der Arbeit leisten (Joggen, Radfahren, Langlauf, usw.).
  • Bei Hochleistungssportlern können längere Auszeiten plötzlich ein Thrombose-Risiko erzeugen: Das Blut wird während der Sportpause dickflüssiger, weil sich dessen Zusammensetzung ändert (zu wenig Blutplasma, zu viele Blutkörperchen).
  • Sportler, die schon Thrombose-trächtige Vorbelastungen mitbringen (Pille, Raucher, überdurchschnittliche Körpergröße, Gefäßerkrankung, usw.), sind bei Hochleistungssport deutlich stärker Thrombose-gefährdet als Sportler ohne Vorbelastungen. Die Risiko-Potenziale addieren sich also.
  • Beim Sport verliert der Körper viel Flüssigkeit (Schwitzen, hohe Atmungsfrequenz, ggf. Hitze, usw.). Wer beim Sport nicht genug trinkt, riskiert also eine Dehydrierung. Im Extremfall droht sogar Exsikkose. Dieser Flüssigkeitsmangel macht das Blut dickflüssiger und das steigert das Thrombose-Risiko.

Die Devise lautet also: Moderat betriebener Sport und Bewegung beugen einer Thrombose erfolgreich vor, aber Extremsport erhöht die Thrombose-Gefahr.

Lesetipps:

Einstieg ins Bergwandern

Einstieg zum Ski-Langlauf

Einstieg ins Kanuwandern

Einstieg ins Wildwasserpaddeln

Klettersteige – Leitfaden zum Einstieg

Bouldern lernen – Ein Leitfaden

 

Damit der Sport aber seine volle Wirkung zur Gesunderhaltung unserer Blutgefäße entfalten kann, ist eine gewisse Regelmäßigkeit erforderlich. Vor diesem Hintergrund bietet sich vor allem das Radfahren an:

 

Thrombose verhindern durch Radfahren

Das Radfahren lässt sich so leicht in den Alltag integrieren, wie kaum ein anderer Sport. Du benötigst keine Anfahrten, sondern kannst direkt von der Haustüre aus starten. Noch dazu bist du (mit kleinen Einschränkungen) unabhängig von Jahreszeit, Wetter und Tageszeit.

Dabei kann das Fahrrad als Fortbewegungsmittel, Transporthilfe, Sportgerät und / oder Freizeitgegenstand dienen und es muss noch nicht einmal in Sport ausarten. Für die Gesunderhaltung der Blutgefäße reicht schon die Bewegung beim Pedalieren.

Allerdings gibt es beim Radfahren einige Dinge zu beachten, damit es nicht zu Belastungen, Schmerzen oder Verletzungen kommt:

  • Reiserad Radreise Einsteiger TippsSorge für eine eher aufrechte Oberkörperhaltung. Zu starke Vorbeugung schadet deiner Halswirbelsäule und schnürt den Blutfluss in Becken- und Bauchregion ein.
  • Nutze einen ergonomischen Lenker (Biegung 14 bis 18 °), um taube Hände zu vermeiden.
  • Nutze einen ergonomischen Sattel, der die Blutversorgung der Beine nicht durch unnötigen Druck in Leisten und Dammbereich einschränkt.
  • Sorge für die korrekte Einstellung von Sattelhöhe und Lenkerhöhe, um ein ermüdungs- und schmerzfreies Radfahren zu gewährleisten.
  • Fahrrad bequemer machen - Parallelogramm SattelstützeDamit die Unebenheiten aus dem Untergrund nicht ungedämpft bis in Rücken und Arme durchschlagen, gibt es Federsattelstützen, gefederte Rahmen, Federgabeln und gedämpfte Vorbauten.
  • Zusätzlich können Radlerhosen mit Sitzpolster und gut gefütterte Fahrradhandschuhe die Dämpfung noch unterstützen.
  • Vermeide Überlastung beim Radfahren (Steile Anstiege, Sprints, zu hohe Gänge). Sonst steigt die Gefahr einer Anstrengungs-Thrombose.

 

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Tipps zu Körperhaltung und Komfort beim Radfahren:

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Abklärung und dient lediglich zu deiner Information. Und es ist durchaus möglich, dass dein Arzt andere Empfehlungen für dich bereithält, je nach Diagnose und körperlicher Verfassung.

 

 

 

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