Fahrradbrille kaufen – Welche Gläser, Tönung, UV-Schutz, Tipps

Du möchtest dir eine Fahrradbrille kaufen. Doch was ist dabei zu beachten? Welche Gläser sind die Besten? Was ist mit UV-Schutz, Entspiegelung, Tönung, Belüftung und Kratzfestigkeit? Gibt es Fahrradbrillen mit Sehschärfe? Und ist Selbsttönung empfehlenswert?

Ein Leitfaden für alle, die sich eine Fahrradbrille kaufen möchten.

* Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

 

Wozu eine spezielle Fahrradbrille kaufen?

Wenn du oft und für längere Strecken mit dem Fahrrad unterwegs bist, kennst du das bestimmt:

  • Eine Windböe schleudert dir Staub ins Auge
  • Der Fahrtwind treibt dir die Tränen in die Augen
  • Dir fliegt ein kleines Insekt ins Auge
  • Der Gegenverkehr fährt mit Fernlicht und du wirst geblendet
  • Die Reflexion der Sonne auf der Wasseroberfläche blendet dich entlang des gesamten Uferradweges
  • Die Regentropfen schlagen dir ins Gesicht und natürlich auch auf die Augen
  • Und nach der Radtour hast du entzündete Augen, weil du allergisch auf Pollen reagierst.

Jeder Radler wird diese Liste aus seiner persönlichen Erfahrung noch fortsetzen können. Doch die genannten Beispiele deuten es schon an: Mit einer Fahrradbrille kannst du deine Augen vor vielen Umwelteinflüssen schützen. Sie verhindert kleinere und größere Verletzungen und steigert dein Wohlbefinden.

Wenn du dich jedoch erstmalig mit Fahrradbrillen auseinandersetzt, erschlägt dich die Vielfalt an Varianten und du weißt überhaupt nicht, auf welche Kriterien du achten musst. Du willst aber am Ende auf keinen Fall die falsche Fahrradbrille kaufen.

Deshalb haben wir für dich diesen Leitfaden erstellt. Hier findest du alle wesentlichen und unwesentlichen Auswahlkriterien und Eigenschaften einer Fahrradbrille. Dabei zeigen wir auch die Unterschiede zur Sonnenbrille auf.

Der Aufbau einer Fahrradbrille

Wie die meisten anderen Brillenarten auch besteht die Fahrradbrille im Wesentlichen aus Gestell und Gläsern. Doch eine Fahrradbrille ist eben sehr genau auf die Anforderungen beim Radsport ausgerichtet.

So achten die Hersteller z. B. auf ein geringes Gesamtgewicht und einen guten Halt der Brille auf dem Kopf. Damit rutscht die Brille auch bei stärkeren Erschütterungen oder heftigen Windböen nicht gleich von der Nase.

Gestell und Gläser sind ausschließlich aus Kunststoff. Denn Metall und Glas könnten bei Unfällen oder Stürzen unangenehme Verletzungen herbeiführen. Zudem bewirkt diese Materialwahl ein geringes Gewicht. So wiegen die meisten Modelle unter 35 Gramm.

Im Design sind vor allem eine gute Aerodynamik und gute Belüftung der Gläser wichtige Anforderungen. Eine aerodynamische Form reduziert das Rauschen im Fahrtwind und die gute Belüftung unterbindet das Beschlagen der Gläser, wenn du stark schwitzt beim Radeln. Natürlich ist für die meisten Kunden auch die Optik ein wichtiges Auswahlkriterium. So macht eine schnittige Fahrradbrille aus einem Rentner schnell einen jung aussehenden Sportsmann.

Bis hierhin ließen sich alle Fahrradbrillen über einen Kamm scheren. Schaut man genauer hin, entfaltet sich ein enormes Varianten-Spektrum:

Das Gestell der Fahrradbrille

Wie bei Brillen für die Sehkorrektor gibt es bei den Fahrradbrillen Fassungen mit Vollrand oder Halbrand und sogar randlose Modelle. Art und Ausführung der Fassung nehmen Einfluss auf das Sichtfeld des Fahrers. So darf dich der Rand einer Brille im MTB-Sport auf keinen Fall in der Wahrnehmung beschränken. Aber auch im Straßenverkehr ist ein uneingeschränktes Sichtfeld ein Sicherheitsfaktor. Randlose Fahrradbrillen sind allerdings auch gleich deutlich empfindlicher im Handling.

Das Gestell einer Fahrradbrille muss zum Kopf des Brillenträgers passen wie angegossen. Das betrifft nicht nur die Breite des Gestells und die Länge der Bügel. Sondern es betrifft die Brille als Ganzes. Du musst sie aufsetzen, am besten in Verbindung mit deinem Fahrradhelm. Dann erkennst du schnell, ob es irgendwo unangenehm drückt. Schüttle den Kopf auch mehrmals wild und ruckartig hin und her. So erfährst du schnell, ob das Modell ausreichend fest im Gesicht sitzt.
Hochwertige Brillen haben einen verstellbaren Nasenbügel und Einsätze aus weichem Kunststoff an Bügeln und Nasensteg. Darüber hinaus gibt es verstellbare und sogar abnehmbare Bügel.

Es gibt Damen- und Herren-Modelle, aber wegen der Passform auch Kinderbrillen mit kleinerem Gestell. Weil die Kopfgröße bei Kindern im Laufe ihrer Entwicklung noch wächst, musst du bei deinem Nachwuchs immer wieder aufs Neue prüfen, ob die betreffende Fahrradbrille noch passt oder nicht schon zu klein ist.

Nicht ganz uninteressant ist auch das Volumen der Brille mit eingeklappten Bügeln.

Die Gläser einer Fahrradbrille

Hochwertige Gläser sind bruchstabil, sehr kratzfest, entspiegelt und zusätzlich zu einer guten Belüftung noch mit einer Anti-Beschlag-Beschichtung (Anti-Fog) versehen.

Darüber hinaus gibt es UV-Schutz, verschiedene Tönungen und Gläser in unterschiedlichen Farben. Weil diese drei Ausstattungsmerkmale gerne verwechselt werden, hier eine Erklärung

UV-Schutz

Einen UV-Schutz haben die Gläser nur, wenn sie tatsächlich mit dem Siegel “UV400” gekennzeichnet sind (und auch dann nur, wenn es sich um einen renommierten, vertrauenswürdigen Hersteller handelt!). Solche Gläser schützen deine Augen vor der gefährlichen, nicht sichtbaren UV-Strahlung unter 400 nm Wellenlänge (daher die Bezeichnung UV400).

UV-Schutz ist bei einer Fahrradbrille wichtig, sobald du ein Modell mit Tönung wählst. Denn durch die Tönung wird der Lichtreiz auf dein Auge reduziert und die Pupille öffnet sich weiter. Blickst du dann ins Sonnenlicht, gelangt gefährliche Strahlung in deine Augen. Ohne Tönung reicht hier der natürliche Reflex deiner Augenlider aus, um dich zu schützen: Du kneifst die Augen ja sofort zu, weil die Helligkeit unangenehm ist.

Tönung

Die Tönung ist ein Maß für die Lichtdurchlässigkeit der Brillengläser. Hier gibt es eine Abstufung in 5 Filter-Kategorien, je nach Tönungsintensität.

 

Kategorie Lichtdurchlässigkeit Beschreibung
0 80 – 100% Leichte Tönung
1 43 – 80% Bewölkte Tage
2 18 – 43% Sonnige Tage
3 8 – 18% Südliche Länder, Höhenlagen
4 3 – 8% Schneefelder, Gletscher

Bedenke: Filter-Kategorie 4 ist im Straßenverkehr nicht zugelassen. Das betrifft auch fototrope Fahrradbrillen, die bis in die Kategorie 4 abdunkeln können.

 

Farbton der Gläser

Es werden braune, gelbe, blaue, orange, graue oder sogar mehrfarbige Gläser angeboten. Es mag sein, dass eine gelbe oder rote Färbung die Kontraste verstärkt und braune Färbung den nicht ungefährlichen Blauanteil des Lichtes zurückhält. Doch dafür wird die Farbwahrnehmung je nach Farbton mehr oder weniger stark verzerrt. Teste die verschiedenen Farbtöne und finde heraus, mit welchen Farben du am besten klarkommst.

Die Auswahl der für dich passenden Tönungsintensität ist in diesem Dreiklang sicher am schwierigsten. Denn die Lichtverhältnisse auf deinen Ausfahrten können von “extrem hell” bis “stockfinster” reichen. Es werden daher Fahrradbrillen mit Wechselgläsern angeboten, um dem Rechnung zu tragen. Bei diesen Modellen solltest du auf jeden Fall das Handlung beim Glaswechsel testen. Da sind manche Modelle sehr fummelig.

Aber es gibt auch fototrope Gläser: Sie sind selbsttönend. Allerdings ist die automatische Anpassung recht träge und das kann vor allem auf Fahrten mit stark wechselnden Lichtverhältnissen (z. B. Tunneln) sehr stören.

Polarisationsgläser filtern störende Reflexionen. Das kann vor allem bei Fahrten in Gewässernähe oder in verschneitem Gelände sehr nützlich sein.

Brillenträger können übrigens Fahrradbrillen mit Sehschärfe kaufen. Hier gibt es verschiedene Systeme (Direktverglasung, Clip-System). Bei Direktverglasung sind sogar bifokale Gläser und Gleitsicht möglich. Alles eine Frage des Geldes.

Es gibt auch Sportbrillen mit Rückspiegel.

Das Zubehör

Das Zubehör interessiert zwar erst in zweiter Linie, kann aber dennoch den Ausschlag zum Kauf geben. Gehört ein Etui oder ein Brillenband zum Lieferumfang? Gibt es einen Gürtel, eine Transporttasche?

Wie transportierst du die Brille unterwegs, wenn du sie nicht auf der Nase trägst? Bei Brillen mit Wechselgläsern: Wieviele verschiedene Gläser beinhaltet das mitgelieferte Set? Welche Tönungen bzw. Funktionen sind darin vertreten?

Unter Umständen ist eine nachträgliche Anschaffung von solchem Zubehör aufwändig und teuer.

Was unterscheidet die Fahrradbrille von der Sonnenbrille?

Solltest du schon im Besitz einer Sonnenbrille sein, fragst du dich vielleicht, ob diese nicht als Fahrradbrille verwendbar ist, wenn du eine Fahrradbrille mit Tönung und UV-Schutz in Betracht ziehst. Ja und nein. Du gehst Kompromisse ein. Denn Fahrradbrillen sind speziell auf Fahrtwind, minimalen Luftwiderstand, gute Belüftung der Gläser und festen Sitz ausgelegt. Eigenschaften, die bei einer Sonnenbrille in dieser Ausprägung nicht erforderlich sind.

Umgekehrt kannst du eine Fahrradbrille aber ohne Probleme auch bei anderen sportlichen Betätigungen einsetzen.

Was eine Fahrradbrille kostet

Studiert man die Testergebnisse, wird schnell klar: Gute Fahrradbrillen müssen nicht zu den teuersten Modellen gehören. Und viele teure Modelle haben so manche Schwachstelle. Orientiere dich aber nicht nur an der Gesamtnote, wenn du die Testergebnisse in deine Kaufentscheidung mit einfließen lässt. Denn nicht jeder Schwachpunkt kommt in deinem Nutzungsprofil zum Tragen.

Natürlich steigt der Preis mit zunehmendem Komfort und weiteren Ausstattungsmerkmalen: Einstellmöglichkeiten an Nasensteg und Bügeln, Tönung, Entspiegelung, UV-Schutz, Wechselgläser usw. All das hat seinen Preis.

Einsteigermodelle bekommst du schon für unter 20 Euro. Aber nach oben gibt es wie fast immer keine Begrenzung, wenn du eine Fahrradbrille kaufen willst.

Ein sehr umfangreiches Angebot an hochwertigen Fahrradbrillen findest du im Sortiment von BOC24 (Werbung*).

 

 

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