Fahrradschloss kaufen – Das beste Schloss für Fahrrad und E Bike

Ganz gleich, ob du Fahrrad, Pedelec oder E Bike vor Diebstahl schützen willst, du solltest dir das sicherste und stärkste Fahrradschloss kaufen, das sich finden lässt. Denn die Statistik der Behörden zeigt es eindringlich: jährlich verschwinden offiziell 300.000 Fahrräder in Deutschland; die Dunkelziffer nicht mitgerechnet. Und der beste Diebstahlschutz fürs Zweirad ist immer noch ein stabiles Fahrradschloss.

Doch welches Fahrradschloss ist das beste? Auf was muss man achten, wenn man sich ein Fahrradschloss kaufen will?

Wir stellen die einzelnen Fahrradschloss-Typen mit ihren charakteristischen Merkmalen vor und beschreiben sie im Hinblick auf die Diebstahl-Sicherheit.

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Das beste Fahrradschloss

Es klingt frustrierend, aber es ist die Realität: Ein Fahrradschloss, das jeglichem Aufbruchversuch standhält, gibt es nicht. Denn die Kreativität der Kriminellen und deren Werkzeug-Repertoire hält stets Schritt mit der Entwicklung. So kommen heute neben Bolzenschneider, Säge und Lockpicking-Werkzeugen auch Akkuflex, Eisspray und hydraulischer Wagenheber im Einsatz.

Auch der technische Fortschritt bringt stets nur für eine kurze Zeit zusätzliche Sicherheit. Denn kaum kommt ein neues Fahrradschloss auf den Markt, machen sich die Profi-Diebe daran zu schaffen und entwickeln in Windeseile eine Aufbruchtechnik.

Vor diesem Hintergrund reduziert sich der Schutz gegen Diebstahl folglich auf die Zeitspanne, die benötigt wird, um ein Fahrradschloss zu öffnen. Je mehr Zeit benötigt wird, desto höher ist das Sicherheitslevel von einem Schloss. Werden mehr als drei Minuten benötigt, verliert der potenzielle Dieb sein Interesse und sucht sich andere Beute, so die Erfahrungen der Behörden.

Einen zusätzlichen Gewinn bringt in diesem Zusammenhang die Kombination aus zwei Fahrradschlössern unterschiedlicher Bauart. Das sorgt für mehr Aufwand beim Aufbruchversuch und schreckt ab. Auch Diebe, die sich mit ihrem Werkzeug auf einen bestimmten Schlosstyp spezialisiert haben, verlieren dann das Interesse.

Diese Rechnung geht natürlich nur auf, wenn das Objekt der Begierde nicht einfach mitgenommen werden kann, sondern an einen festen Gegenstand, z. B. einen Laternenpfahl angeschlossen wird. Denn im heimischen Keller hat ein Fahrraddieb natürlich unbegrenzt viel Zeit, um Schlösser zu knacken.

Dass es mit einem stabilen Fahrradschloss alleine jedoch nicht getan ist, thematisieren wir sehr detailliert in folgendem Artikel:

Lesetipp: Perfekter Fahrrad Diebstahlschutz

 

Welche Fahrradschlösser gibt es?

Anhand ihrer Bauart lassen sich die Fahrradschlösser einteilen in Rahmenschlösser, Kabelschlösser, Kettenschlösser, Faltschlösser und Bügelschlösser. Als Schließmechanismus kommen entweder Zylinderschloss und Schlüssel oder eine Zahlenkombination zum Einsatz.
Im Folgenden stellen wir die einzelnen Schlosstypen vor:

Rahmenschloss

Das Rahmenschloss ist gleich hinter der Sattelstütze am Fahrradrahmen montiert und blockiert im aktivierten Zustand lediglich das Hinterrad. Die Bedienung ist so einfach wie bei keinem anderen Schlosstyp, doch dieses Schloss verhindert lediglich, dass jemand sich im Vorbeigehen das Rad schnappt und davon radelt. Profis überlisten den technisch relativ einfachen Schließmechanismus in wenigen Sekunden. Und wegtragen kann man das Fahrrad auch, sogar mit lediglich leicht angehobenem Hinterrad.

Für den Zeitungsboten und als Zweitschloss neben einem wirklich sicheren Schloss ist es durchaus sinnvoll.

Kabelschloss

Auch Kabelschlösser verdienen eigentlich nicht die Bezeichnung „Schloss“, weil sie mit einem normalen Bolzenschneider in wenigen Sekunden geknackt sind. Sie haben aber dennoch ihre Daseinsberechtigung. Wenn es nur darum geht, vor dem Bäckerladen für zwei Minuten sicherzustellen, dass kein Gelegenheitsdieb mit dem wertvollen Bike davon fährt, dann ist ein solches Kabelschloss akzeptabel. Denn das Risiko, dass genau in diesem Zeitraum ein Fahrraddieb mit Bolzenschneider vorbeikommt, ist äußerst gering.

Im Vergleich zum Rahmenschloss bietet das Kabelschloss ein Stück mehr Sicherheit, weil du dein Fahrrad damit auch gleich an einen festen Gegenstand abschließen kannst.

Doch für längere Zeiträume im öffentlichen Raum ist ein solches Schloss geradezu eine Einladung an die Kriminellen.

Panzerkabelschloss

Beim Panzerkabelschloss ist das flexible Stahlkabel noch zusätzlich mit einer Schicht aus gehärteten Metallgliedern versehen. Das erschwert dem Bolzenschneider die Arbeit.

Wenn hier aber der Schließzylinder nicht als Drehscheibenzylinder ausgeführt ist, ist auch dieses Schloss in wenigen Sekunden geknackt.

Kettenschloss

Unter den Kettenschlössern gibt es durchaus ein paar Modelle mit relativ hohem Aufbruchschutz. Der sensible Bereich ist bei dieser Schlossart in der Regel der Übergang von der Kette in den Schließkörper. Kettenschlösser sind so flexibel wie Faltschlösser, wiegen aber mehr. Sie werden mit einer Länge von bis zu 170 cm angeboten und eignen sich daher besonders gut für die Sicherung mehrerer Fahrräder. Das ist für Familien interessant.

Faltschloss

Das Faltschloss besteht aus hochfesten Metallstäben, die über Drehgelenke miteinander verbunden sind, ähnlich einer langen Kette. Es gleicht im Konstruktionsprinzip einem Gliedermaßstab (Zollstock).

Das Maß für den Bedienkomfort und die Flexibilität ist beim Faltschloss die Länge. Hier wird zwischen 85 cm und 120 cm alles angeboten. Mit der Länge legst du dich allerdings auch beim Gewicht fest: Faltschlösser wiegen zwischen 1,5 und 3 kg je nach Länge. Hier musst du also abwägen zwischen Komfort und Gewicht. Um die Gefahr von Lackschäden am Fahrradrahmen zu reduzieren, werden die Schlossglieder mit Kunststoff ummantelt.

Bezüglich Aufbruchschutz hat es bisher noch kein Faltschloss in die Top-5 geschafft.

Bügelschloss

Das Bügelschloss besteht aus einem mehr oder weniger groß dimensionierten, starren Bügel, der an seinen Enden in einem Gegenstück verriegelt wird. Länge und Breite des Bügels entscheiden maßgeblich über die Flexibilität im Einsatz.

Und das ist auch gleichzeitig der einzige Nachteil im Vergleich zu den anderen Schlossarten, denn im Test schneiden in der Regel die hochwertigen Bügelschlösser um einiges besser ab, als die besten Faltschlösser und Kettenschlösser.

Schlüssel oder Zahlencode?

Grob betrachtet, kommt bei den allermeisten Fahrradschlössern entweder ein Zahlenschloss oder ein Zylinderschloss mit Schlüssel zum Einsatz. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Und von beiden Systemen existieren auf dem Markt sowohl hochwertige als auch minderwertige Ausführungen.

Vergleicht man aus beiden Gruppen die jeweils höchstwertigen Produkte im Hinblick auf den Schutz gegen Aufbruch, dann schneiden die Zahlenschlösser aber definitiv schlechter ab. Ein erfahrener Profi-Dieb kann ein Zahlenschloss mit etwas Fingerspitzengefühl beschädigungsfrei öffnen.

Insbesondere beim Zylinderschloss ist neben der Schlosstechnologie auch die Größe ein Maß für die Sicherheit gegen Aufbruch: Voluminöse Ausführungen halten länger stand.

Handelt es sich bei einem Zylinderschloss zudem um einen Schlüssel mit Code-Karte, ist das Anfertigen weiterer Schlüssel zusätzlich abgesichert. Allerdings ist es denkbar, dass die Profis unter den Kriminellen auch diese Sicherheit schon aufgeweicht haben.

Innovative Technologien wie z.B. die Verwendung biometrischer Daten (Fingerabdruck, usw.) erhöhen zwar den Komfort am Fahrradschloss, aber auch den Preis. Sie nützen allerdings nicht viel, wenn das Schloss als Ganzes nicht den höchstmöglichen Aufbruchschutz mitbringt.

Innovative Fahrradschlösser und deren Grenzen

Neben den oben erwähnten klassischen Fahrradschlössern existieren noch einige Exoten, die entweder konstruktiv oder in der Funktionalität aus der Masse herausstechen:

Alarmton: Die abschreckende Wirkung eines akustischen Alarmtons wird überschätzt. Die Passanten im näheren Umfeld kümmert es nicht, wenn plötzlich ein Alarmsignal ertönt. Sie alle halten es für einen Fehlalarm, wie man ihn fast täglich irgendwo hört.

Alarmmeldung: Der Besitzer wird per Funksignal informiert, wenn das Fahrrad bewegt wird. Ein wirksamer Schutz gegen Diebstahl ist das allerdings nicht. Zudem ist die Reichweite des Signals sehr begrenzt.

GPS-Tracking per SIM-Karte: Lässt die Verfolgung des gestohlenen Fahrrades zu, funktioniert aber nur bei Netzverfügbarkeit und nur mit Strom. Gut versteckte Systeme erfordern unangenehm hohen Aufwand fürs regelmäßige Aufladen der Akkus, wogegen leicht zugängliche Systeme vom Profi-Dieb schnell erkannt und entfernt werden.

Fahrradcodierung: Die Fahrradcodierung ist lediglich ein zusätzlicher passiver Schutz. Es soll die Entdeckung und vor allem die Rückführung an den wahren Besitzer ermöglichen. Unsere Beurteilung zum Nutzen der Codierung:

Fahrrad codieren lassen – wie sinnvoll ist das?

Skunklock: Das stabile Bügelschloss Skunklock setzt bei Schnitteinwirkung ein Reizgas auf der Basis von Formula D_1 frei. Es erzeugt Brechreiz und setzt den potenziellen Kriminellen sofort außer Gefecht. Selbst Atemschutzmasken sind dagegen wohl wirkungslos. Allerdings ist dieses Gas nicht in allen Ländern weltweit erlaubt. Da solltest du dich also informieren, bevor du das Schloss im Ausland einsetzt. Zudem ist die Gasfreisetzung nur einmalig nutzbar.

Seatylock: Beim Seatylock ist die Sattelhalterung als Faltschloss ausgeführt. Somit ist auch ein hochwertiger, teurer Sattel vor Diebstahl besser geschützt. Doch nicht jeder Sattel lässt sich montieren.

Litelok: Das Litelok ist im Prinzip ein Kabelschloss mit mehreren nebeneinander angeordneten Kabelsträngen. Es ist relativ unhandlich und mit dem passenden Werkzeug in wenigen Sekunden geknackt. Für den Preis bekommst du deutlich sicherere Bügelschlösser.

Tex-Lock Das Tex-Lock kam beim Produktstart gleich dramatisch in die Schlagzeilen, weil es sich in wenigen Sekunden per Minihandsäge öffnen ließ. Die Hersteller haben nachgebessert, aber ein mulmiges Gefühl von Zweifel bleibt.

Natürlich gibt es auf dem Markt noch viele weitere Produkte, die als „Fahrradschloss“ angepriesen werden, diese Bezeichnung aber nachweislich nicht verdienen. Auf deren Erwähnung verzichten wir hier bewusst, weil es für den Leser keinen Nutzen mit sich bringt.

Wartung und Pflege am Fahrradschloss

Weil Fahrradschlösser mehr oder weniger stark der Witterung ausgesetzt sind, unterliegt die filigrane Technik im Schließbereich einer starken Belastung durch Wasser, Schmutz und extremen Temperaturunterschieden. Es bildet sich Korrosion und Schmutzpartikel gelangen in die Feinmechanik der Zylinder.

Du solltest die empfindlichen Bereiche an deinem Fahrradschloss also regelmäßig einer Wartung unterziehen. Folge hierzu den Empfehlungen des Herstellers, insbesondere bei der Auswahl der Schmier- und Pflegemittel. Denn hierbei kannst du mit dem falschen Mittelchen auch schnell einen größeren Schaden anrichten.

Fahrradschlösser vergleichen

Um die Aufbruchsicherheit von verschiedenen Fahrradschlössern miteinander vergleichen zu können, ist eine Skala zum Beispiel mit Stufen von 1 bis 10 sehr nützlich. Allerdings kocht in dieser Hinsicht jeder Hersteller seine eigene Suppe. Und das erschwert den Vergleich von Fahrradschlössern verschiedener Hersteller.

Du bist also auf neutrale Testanbieter angewiesen, die eine übergeordnete Messlatte als Standard über alle Produkte und Hersteller anwenden.

Zu den Produkten in der engeren Wahl solltest du dann auch gezielt nach Erfahrungen anderer Verbraucher im Internet suchen. Auch YouTube-Videos von Aufbruchversuchen sind unter Umständen eine wichtige zusätzliche Informationsquelle.

Die Fahrradschloss Testsieger auf einen Blick

 

Prüfsiegel und Zertifikate

Zusätzlich lohnt ein Blick auf die Prüfsiegel am betreffenden Produkt: TÜV-Siegel, CE-Kennzeichnung und VdS-Zertifikat bestätigen die Konformität mit den anwendbaren deutschen und europäischen Gesetzen und Normen.

Die Angabe der DIN-Norm EN 15496 bestätigt zudem die Einhaltung der folgenden Mindestanforderungen für die Schutzwirkung von Fahrradschlössern:

  • Zugkraft von 30 Kilonewton
  • Schläge bei -20 Grad Celsius
  • Bohrdauer von 120 Sekunden auf die Verriegelung
  • Sägedauer von 45 Sekunden
  • Picking-Versuch von 180 Sekunden.

Beschränkst du deine Suche auf Produkte renommierter Hersteller (Abus, Kryptonite, Trelock, usw.) und Anbieter auf dem europäischen Markt, dann erlebst du hierbei sicher keine bösen Überraschungen. Bei Produkten aus anderen Kontinenten wird das ganz anders aussehen.

 

Welches Fahrradschloss kaufen?

Alle paar Jahre testen unabhängige Verbraucherorganisationen und Institute die Fahrradschlösser auf dem Markt. Und nur sehr wenige Produkte kristallisieren sich dabei als sehr widerstandsfähig heraus. Ausschließlich die besten Fahrradschlösser aus den Tests 2017 und 2019 führen wir im Folgenden auf:

Bügelschlösser:

  • Kryptonite New York Lock LS: Test 2019, enthält Schadstoffe
  • Abus Granit X-Plus 540: Test 2019
  • Trelock BS 650: Test 2017
  • Kryptonite Evolution 4 LS: Test 2017, enthält Schadstoffe
  • Decathlon BTKwin 920 (Preissieger)

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Kettenschlösser:

  • Abus Granit City-Chain X Plus 1060: Test 2017
  • Contec PowerLoc Kettenschloss 110 cm: Test 2017: enthält Schadstoffe

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Faltschlösser:

  • Abus Bordo Granit XPlus 6500/110: Test 2019: gut, aber deutlich schlechter im Vergleich zu den oben erwähnten Bügel- und Kettenschlössern

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Fazit zum Fahrradschloss kaufen

Investiere in ein hochwertiges, sicheres Fahrradschloss und folge unseren Empfehlungen im Artikel „Fahrrad Diebstahlschutz“. Die beste Wahl sind aktuell oben erwähnte Bügelschlösser und Kettenschlösser. Bei besonders hochwertigen Bikes würden wir sogar noch mit einem zweiten Schloss einer anderen Bauart kombinieren.

Verlasse dich bei der Produktwahl nicht auf die Hersteller-internen Sicherheitsskalen, sondern orientiere dich an den allgemeingültigen Maßstäben unabhängiger Tester. Nur dann ist Vergleichbarkeit gegeben.

Eine Ergänzung um die Ortung per GPS ist ebenfalls eine Überlegung wert. Wenn es nicht zulasten der Investition in das sicherste Schloss auf dem Markt geht.

 

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