Reiseinfos Uruguay

Diese Reiseinfos Uruguay beruhen auf den Erfahrungen und Erlebnissen auf unserer großen Radreise durch die Kontinente. Wir waren dort im April 2019 für 4 Wochen unterwegs. Dabei sind wir, von Argentinien kommend, bei Mercedes, Palmira, Colonia del Sacramento, Montevideo, Punta del Este bis kurz vor La Paloma geradelt.

Die Bausubstanz in Uruguay

Das Spektrum bei der Wohnbebauung reicht vom einfachen Holzhaus aus OSB-Platten mit Wellblechdach bis zur Nobelvilla mit Alarmanlage und elektronisch gesteuertem Eingangstor. Wärmeisolierung findet man kaum und der Schutz gegen Regen ist auch nicht so wichtig im sonnenverwöhnten Uruguay.

Schöne historische Kirchen und Gebäude aus der Kolonialzeit findet man in Uruguay in den meisten Städten.

Östlich von Montevideo erstreckt sich die sehenswerte Küste. Hier findet man in vielen kleineren Dörfern sehr viele gepflegte, schmucke Häuschen, zum Teil mit Reet gedeckt.

Die Toiletten in Uruguay

Es gibt Klopapier, die Spülung funktioniert und meist lassen sich die Türen auch verschließen. Hier sticht Uruguay sehr positiv aus der südamerikanischen Ländergemeinschaft heraus. Das Klopapier wandert hier auch nicht immer in den Mülleimer (wie in anderen südamerikanischen Ländern üblich). Um sich gegen Vandalismus zu schützen, sind auf vielen Tankstellen nur auf Anfrage und dann per Schlüssel zugänglich.

Zelten in Uruguay

Es gibt Schlangen und auch einige gefährliche Spinnen in Uruguay. Da zogen wir es vor, weitgehend aufs Zelten zu verzichten. Die Anfrage bei den Bomberos (der Feuerwehr) war nur selten erfolgreich. Manchmal waren lediglich männliche Reisende akzeptiert. Doch Kontakte  aus dem privaten Übernachtungsnetzwerk Warmshowers waren häufig verfügbar und auch kurzfristig zu erreichen.

An einigen Tagen sprachen uns auch Einheimische unterwegs eine Einladung zur Übernachtung aus. Und nicht selten organisierten sie für uns beim Abschied eine Übernachtung bei einem Kumpel in der nächsten Stadt auf unserem Weg.

Sporthallen können ebenfalls eine gute Adresse sein, das klappte bei uns auch zweimal.

Die Straßen in Uruguay

Sie haben sehr gute Asphaltstraßen, breit genug für uns Radler.
In der Hauptstadt Montevideo sind die Straßen allerdings äußerst rustikal: Die meisten Straßen bestehen aus alten Betonplatten mit harten Übergängen an den Rändern und stellenweise regelrechten Gräben zwischen den Platten. Für die Slalomfahrt um die gröbsten Minen fehlte aber fast immer der Platz wegen dem hohen Verkehrsaufkommen. Auch bretterten die Busse und Taxis hier genauso dicht an uns vorbei, wie schon in Buenos Aires.

Der Verkehr in Uruguay

Auf vielen Überlandstrecken gibt es wenig Verkehr. Es leben halt nur 3 Mio. Einwohner im Land.
Unglaublich viele alte Fahrzeugmodelle sieht man sowohl auf der Straße als auch auf den Halden der Schrottplätze. Uruguay wirkt da tatsächlich wie ein riesiges Oldtimer-Museum.

Radeln in Uruguay

Autofahrer nehmen meist Rücksicht und halten Seitenabstand, wenn die Straße den Platz hergibt. Viele Straßen haben Seitenstreifen, manchmal rustikal, manchmal gut fahrbar. Die Straßenqualität ist durchwachsen, aber überwiegend gut.

Trampen in Uruguay

Trampen ist nicht einfach. Über viele Stunden haben wir das vergeblich versucht. Mit Geduld und Hartnäckigkeit klappt es aber doch an manchen Tagen.

Kommunikation in Uruguay

Die Menschen in Uruguay sind sehr offen und hilfsbereit. Englisch wird selten gesprochen, aber die Kommunikation klappt mit einem kleinen Basiswissen in Spanisch sehr gut.

Die Religion in Uruguay

Die überwiegend katholische Konfession wird nicht so intensiv gelebt wie in anderen südamerikanischen Ländern. Aber es gibt in fast jeder Stadt mindestens eine sehenswerte Kathedrale aus der Kolonialzeit.

Sicherheit in Uruguay

In den Städten sollten wir aufpassen, vor allem in der Hauptstadt samt Einzugsgebiet. Ansonsten ist Uruguay ein sicheres Land. Wir erlebten aber auch in der Hauptstadt keine kritischen Situationen.

Die Tierwelt in Uruguay

Viele kleinere Schlangen sahen wir an der Straße. Doch tatsächlich gefährlich ist lediglich die Yarará Crucera (Lanzenotter) in Uruguay. Doch sie ist nicht aggressiv. Du musst lediglich aufpassen, wo du hintrittst.

Eine größere Spinne, die Tarantula, lief vor uns über die Straße. Laut der Locals ist sie gefährlich, aber ebenfalls nicht angriffslustig. Unser Video zur Tarantula auf Youtube.

Sobald man eine Gruppe hochgewachsener Eukalyptusbäume erblickt, lohnt sich ein Blick in die Baumkronen: dort entdeckt man ganze Sippschaften grün gefiederter Mönchssittiche (Cotorras), sowie ihre riesigen Nester als Zweigen. Sie sind durch ihr permanentes lautes Gekrächze auch kaum zu überhören.

Orientierung in Uruguay

Die Straßen sind gut ausgeschildert und mit GPS und Navigations-App im Handy bleibt keine Frage offen. Allerdings war das Kartenmaterial von OpenStreetMap (welches unsere Navi-App Maps.Me nutzt) außerhalb der großen Städte sehr mager ausgestattet. Da mussten wir häufiger auf eine Papierkarte aus der Tourist Info zurückgreifen, um das Land in der Gesamtansicht mit seiner Infrastruktur erfassen zu können.

Das Klima in Uruguay

Wir erlebten den April spätsommerlich, hatten viele heiße Tage und auch einige kalte Tage. Den schroffen Temperatursprung kannten wir ja schon aus Argentinien. Im Mai war es an einigen Tagen schon recht frisch (6 °C am Morgen). Der Wind blies uns aus wechselnden Richtungen. Wir konnten daraus keine bevorzugte Fahrtrichtung für Radreisen ableiten.

Die Grenzen in Uruguay

Die Einreise auf dem Landweg bei Mercedes ist denkbar einfach und unkompliziert. Es dauerte keine 3 min und man bekommt für die Ausreise aus Argentinien und die Einreise nach Uruguay nur einen einzigen, gemeinsamen Stempel in den Pass. Das spart Platz im Reisepass. Allerdings ist die Brücke im Grenzbereich für Fahrradfahrer gesperrt. So muss man sich eine Mitfahrgelegenheit per Trampen suchen.

Eine Lebensmittelkontrolle erlebten wir dort zwar nicht, aber offiziell darf man bestimmte Lebensmittel nicht einführen.

Ähnlich einfach ist der Grenzübergang in Paysandú, weiter nördlich.

Bürokratie in Uruguay

Von Polizei und anderen offiziellen Vertretern bekamen wir gar nichts mit. Und wenn wir mal Fragen hatten, waren sie stets freundlich und halfen.

Einkauf in Uruguay

Uruguay ist bei vielen Produkten im Lebensmittelbereich deutlich teurer als Argentinien oder Brasilien.

Es gibt Supermärkte, Obst- und Gemüseläden, Bäckereien und all die anderen Fachgeschäfte. Oft waren die Preise in den kleineren Geschäften günstiger als in den großen Supermärkten.

Bargeldbeschaffung:

Die Versorgung mit Banken und Geldautomaten ist in den Städten gut, auf dem Land in den dünn besiedelten Gebieten eingeschränkt.

Die Gebühren sind unterschiedlich hoch, bei der Banco Republica del Uruguay (BROU) war das Abheben von 5000 Peso mit einer deutschen Kreditkarte ohne Gebühren völlig problemlos. Angeblich sind hier bis zu 30.000 Peso Maximalbetrag pro Transaktion möglich.

Für die abgelegenen Gebiete solltest du dir am besten vorab in der eigenen Kartennavigation vermerken, in welcher Stadt die gewünschte Bank einen Automaten betreibt.

Die Esskultur in Uruguay

Mate gehört zum täglichen Leben wie in den anderen Ländern Südamerikas. So laufen geschätzt 80% der Menschen stets mit Thermoskanne und Calabaza unter dem Arm durch die Straßen.

Am 29. des Monats ist Tag der Gnocchis. Diese Tradition geht wohl zurück auf einen italienischen Arzt und Pilgerer, der einer ärmlichen Familie in Norditalien im 8. Jahrhundert Reichtum und Wohlstand bescherte, nachdem sie mit ihm ihre 7 Gnocchis geteilt hatten. Die italienischen Einwanderer brachten diese Tradition dann später nach Uruguay.

Des Weiteren findet man ähnliche Küche wie in Argentinien oder anderen südamerikanischen Ländern: Empanada, Milanesa, Torta Frita, Dulce de Leche, Asado und vieles mehr.

Die Wasserversorgung in Uruguay

Aus den Leitungen kommt fast überall gutes Trinkwasser. Sicherheitshalber immer nachfragen vor dem Zapfen. Viele Haushalte betreiben in der Küche auch einen zuschaltbaren Wasserfilter, weil der Mate dann besser schmeckt.

Fahrrad-Service in Uruguay

Fahrradfahren ist sehr populär in Uruguay. Man sieht viele hochwertige Fahrräder im Verkehr. Dementsprechend ist die Versorgung mit Bikeshops und hochwertigen Komponenten gut. Auch in kleineren Städten.

Während unserer Reise durch Uruguay kreuzten wir gleich an zwei Tagen die Etappenrouten des großen nationalen Radrennens Vuelta del Uruguay und sahen den Fahrerpulk an uns vorbeirauschen.

Unser Video zur Vuelta del Uruguay auf Youtube.

Telefonie und Internet in Uruguay

WiFi findet man an vielen Tankstellen, in Schulen, in der Touristen Info, in Supermärkten (gegen Anmeldung) und in der Gastronomie. Das Internet kann aber auch mal für ein paar Stunden ausfallen.

Das Panorama in Uruguay

Wirklich spektakulär ist das Panorama in Uruguay nicht. Daher zählt das Land auch nicht zu den populärsten Reisezielen in Amerika.

Doch vor allem im Bereich der Atlantikküste von Punta del Este bis hoch nach Chuy an der Grenze zu Brasilien erlebt man Dünenlandschaft, urige Fischerdörfer, Lagunen und mediterranen Flair.

Ähnlich sehenswert ist die Küste am Mündungsdelta des Rio de la Plata im Bereich von Colonia del Sacramento bis hinter Montevideo.

Im Inland dominieren nette Hügellandschaft und Landwirtschaft.

Besonders beeindruckend sind die vielen endlosen, dichten Palmen-Alleen im Lande. Der Legende nach entstanden sie, weil die indigene Bevölkerung auf ihren Reisen die Früchte der Coquito-Palmen aßen und die Kerne dann am Wegesrand ausspuckten.

Die Kultur in Uruguay

Die Begrüßung erfolgt meist, wie auch in anderen südamerikanischen Ländern üblich, per angedeutetem Kuss auf die Wange. Öfter auch per Handschlag.

Der Mate dominiert überall. So sieht man die Menschen so ziemlich den ganzen Tag über mit einer Thermoskanne mit heißem Wasser unter dem Arm und der Calabaza in der Hand.

In Uruguay ist der Konsum von Marihuana erlaubt. Vor allem die jüngere Generation sieht man häufig ihre Joints rauchen. Uns haben sie diese Dinger ebenfalls angeboten.

Uruguay wirkt sehr sauber und aufgeräumt. Es liegt sehr wenig Müll herum, Rasenflächen wirken gepflegt. Aber es herrscht auch viel Armut. So schlafen die Obdachlosen in der Hauptstadt auf der Straße oder leben in einfachsten Wellblech-Baracken und suchen im Müll nach wertvollen Dingen.

Die Sehenswürdigkeiten in Uruguay

Im Wesentlichen beschränken sich die Sehenswürdigkeiten auf Landschaft und Städte entlang der Küste. Besondere Highlights findest du in Colonia del Sacramento, Montevideo und Cabo Polonia.

 

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