Reiseinfos Schottland – Reisetipps für den Urlaub

Aus den Erfahrungen auf unserer Radreise durch Großbritannien und Irland haben wir diese Reiseinfos Schottland zusammengestellt. Es sind Reisetipps für deine Reisevorbereitung und deinen Urlaub.

Unsere Reiseinfos Schottland:

 

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Anreise und Grenzen in Schottland

Du kannst auf dem Landweg nach Schottland reisen (Fähre Calais – Dover und Anfahrt über England) oder per Flugzeug einreisen. Angeflogen werden die Städte Edinburgh und Glasgow. Alternativ ist die Anreise per Bahn oder per Fernbus (Eurolines / NationalExpress) möglich.

Die Inneren und Äußeren Hebriden sind eine zu Schottland gehörige Insel-Formation vor der Westküste. Sie sind über viele verschiedene Fährverbindungen in deine Schottland-Reise integrierbar. Je nachdem, welche Route du geplant hast, kannst du unter Einzel-Tickets und Kombi-Tickets auswählen.

Was sich durch den Brexit an den Einreisebestimmungen für Schottland geändert hat bzw. noch ändern wird, kannst du auf der Website des Auswärtigen Amtes recherchieren.

 

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Kommunikation in Schottland

Neben Englisch wird auch Gälisch und Lowland Scots gesprochen.

Die Schotten sind freundlich und aufgeschlossen. Du kannst sie jederzeit ansprechen, wenn du Hilfe oder Informationen benötigst.

Internet, Telefonie, Stromversorgung

Der Zugang zum Stromnetz erfolgt über einen dreipoligen Stecker (Typ G). Du benötigst einen Adapter.

Für die Internet-Nutzung bietet sich für die Zukunft in erster Linie freies WiFi in Hotels, der Gastronomie oder an öffentlichen Plätzen an. Denn der Wegfall der Roaminggebühren innerhalb der EU hat nach dem Brexit in Schottland keine Bedeutung mehr.

Steckdosentypen weltweit – Übersicht aller Länder

 

Orientierung in Schottland

Mit GPS und Offlinekarte im Handy sind Navigation und Orientierung kein Problem. In den nördlichen Landesteilen ist das Straßennetz so dünn, dass es kaum Zweifel an der richtigen Route gibt.

Etwas kritisch sind einige schmale Pisten abseits der größeren Straßen. Es ist hier oft schwierig, Information über den Zustand der Piste in Erfahrung zu bringen. So fährst du auf solchen Nebenstrecken schnell ins Ungewisse.

Lesetipp: Navigation und GPS Logger per Handy – offline und kostenlos

 

Sicherheit in Schottland

Schottland ist ein Landesteil von Großbritannien und Nordirland (Vereinigtes Königreich), ebenso wie England, Nordirland und Wales. Insbesondere England war in den letzten Jahren häufiger Ziel terroristischer Anschläge (Manchester und London, 2017; Westminster, 2018). Das Auswärtige Amt stuft alle Landesteile von Großbritannien daher im Hinblick auf internationalen Terror als sehr gefährdet ein. Das gilt auch für Schottland.

Daneben gelten die üblichen Empfehlungen für erhöhte Wachsamkeit im Zentrum großer Städte.

Die Straßen in Schottland

Je weiter Richtung Norden, desto dünner wird das Straßennetz. Die Straßen sind zwar asphaltiert und meist in gutem Zustand, doch sie sind sehr schmal und haben in der Regel keinen Seitenstreifen. Das macht sie für Fahrradfahrer extrem gefährlich.

Empfehlenswert für Radfahrer sind daher nach unserer Erfahrung lediglich die sehr wenig befahrenen Strecken weit oben im Norden der Highlands.

Der Verkehr in Schottland

In ganz Großbritannien, so auch in Schottland, herrscht Linksverkehr.

Es gibt entsprechend der Besiedelungsdichte ein starkes Nord-Süd-Gefälle: im Norden gibt es kaum Verkehr, im Süden tummelt sich sehr viel Verkehr, bestehend aus den Einheimischen und den vielen Touristen mit ihren Wohnanhängern und Campervans sowie den unzähligen Reisebussen. Und dieser Verkehr ist für Radler extrem gefährlich wegen der engen Straßen.

Die meisten Fahrer halten auch keinen Seitenabstand, selbst, wenn der Gegenverkehr es zulassen würde.

Radeln in Schottland

Es gibt in ganz Großbritannien ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz: das National-Cycle-Network, beschrieben auf der Website: https://www.sustrans.org.uk/national-cycle-network/

Allerdings zwingt das dünne Straßennetz in Schottland oft zur Nutzung der gefährlichsten Straßen als offiziell ausgewiesene Radwege. Du gewinnst bei der Nutzung dieser “Radwege“ also nichts.

Je weiter du nach Norden vordringst, desto mehr entspannt sich diese Lage für dich und deine Sicherheit im Verkehr.

Lesetipp: Radwegenetz Europa – alle Länder

 

Fahrrad-Service in Schottland

In großen Städten sind Bikeshops verfügbar, doch sobald du in den zivilisationsarmen Norden vordringst, ist es vorbei mit den Bikeshops. Am sichersten fährst du also, wenn du Ersatzteile und Werkzeug schon bei der Einreise im Gepäck hast.

Damit bist du dann auch immun gegen nicht passendes Werkzeug aus den schottischen Bike-Shops. Denn in Großbritannien kommt das Zoll-Maßsystem zum Einsatz.

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Trampen in Schottland

Trampen ist möglich und klappt auch sehr gut, solange es Verkehr gibt. Schwierig wird es, wenn du weitere Strecken per Trampen geplant hast. Wenn dich ein Fahrer dann irgendwo in der wilden Prärie absetzt, weil er abbiegen muss, kann es für deine Weiterfahrt mangels Verkehr dann ziemlich anstrengend werden, den Anschluss zu finden.

Zelten in Schottland

Du wirst traumhafte Zeltplätze finden: unberührte Natur, endlose Wiesen und wilde Bachläufe mit Trinkwasser-Qualität. In kleineren Dörfern fragten wir die Anwohner und es war nie ein Problem.

Schau dir den Boden genau an, bevor du dein Zelt in der Wildnis aufbaust: wenn du die Hufspuren der schottischen Hochlandrinder erspähst, dann suche dir einen anderen Platz. Sonst kann es dir passieren, dass dich urplötzlich mitten in der Nacht eine größere Herde dieser Tiere besuchen kommt. Und das wird keine angenehme Nacht, weil sie deinem Zelt gefährlich nahe kommen werden und mit ihren langen, spitzen Hörnern leicht in der Zeltabspannung hängen bleiben können.

Das Weideland einer Herde hat in Schottland oft eine enorme Ausdehnung über mehrere km. Nur selten wirst du an einem Zaun und einer Viehsperre auf der Fahrbahn dieses Weideland als solches beurteilen können.

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Bargeldbeschaffung in Schottland

Die Bargeldbeschaffung an Geldautomaten ist kein Problem, doch außerhalb der Städte und vor allem in den dünn besiedelten Gebieten Richtung Norden wirst du Schwierigkeiten haben, einen Geldautomaten zu finden. Das solltest du immer im Auge behalten, bevor du eine Stadt verlässt.

Die offizielle Währung ist das Pfund Sterling der Bank of England. Neben den Banknoten der Bank of England existieren auch einige Banknoten der Bank of Scotland, die aber in England nicht immer akzeptiert werden. Du solltest die schottischen Scheine also vor der Ausreise umtauschen.

Einkauf in Schottland

In den großen Städten gibt es Supermärkte und kleine Läden. Die Versorgung ist gut. In den kleinen Dörfern im Norden ist das Angebot an Läden drastisch reduziert. Dort findest du dann nur einen oder maximal 2 kleine Läden, deren Angebot deutlich reduziert ist. Gleichzeitig ziehen die Preise Richtung Norden extrem an.

Besonders anstrengend ist es dann, wenn in dem einzigen Laden im Dorf keine Preise ausgeschildert sind und du bei jedem Artikel an der Kasse nach dem Preis fragen musst.

Decke dich in den größeren Städten im Süden Schottlands ausreichend mit Vorräten ein, wenn du motorisiert unterwegs bist. Reist du per Fahrrad, bist du hierbei natürlich eingeschränkt.

Die Wasserversorgung in Schottland

Du kannst überall deine Trinkflaschen auffüllen, das Wasser aus der Leitung ist in der Regel genießbar. Fragen solltest du aber trotzdem, um sicherzugehen.

Auf dem Land findest du zahlreiche Bachläufe, deren Wasser du bedenkenlos trinken kannst, wenn du dir sicher bist, dass nicht weiter oberhalb im Berg eine Viehherde weidet. Wenn du sicher gehen willst, solltest du das Wasser abkochen oder einen Wasserfilter benutzen.

In jedem Haushalt befindet sich ein Wasserkocher und du erhälst auf freundliche Anfrage überall kochendes Wasser für deine Thermosflasche.

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Gesundheit in Schottland

Für den in Schottland notwendigen oder empfohlenen Impfschutz solltest du rechtzeitig deinen Hausarzt konsultieren.

Es gibt in Schottland lästige Insekten: die Midges und die Mücken. Dabei sind die Midges die üblere Gattung: Es sind sehr kleine Fliegen, die beißen. Diese Fliegen und ihr Biss sind zwar nicht gefährlich, aber weil Midges in der Regel in Scharen auftreten, wird das Gebeiße ganz schnell zu einer höchst unangenehmen Angelegenheit. Es kann dich tatsächlich in Kürze zum Wahnsinn treiben.

Der beste Schutz gegen diese Midges sind lange Kleidung und ein Moskitonetz für den Kopf. An windstillen Tagen, in feuchten Regionen und nicht nur in den Morgen- und Abendstunden werden sie über dich herfallen. Da sei dir sicher!

Das passende Moskitonetz finden – Ein Leitfaden Reiseimpfungen – ein Überblick

 

Das Klima in Schottland

Die ideale Reisezeit beschränkt sich auf die Sommermonate Juli und August. Dann sind die Tage sehr lang und du genießt die wärmsten Temperaturen. Durch die nördliche Lage Schottlands erlebst du aber selten über 20 °C.

Die traumhaft schöne Natur Schottlands gedeiht natürlich nur wegen der relativ hohen Niederschlagswerte. Daher gehört gute Regenkleidung zur Standard-Garderobe, wenn du Schottland bereist.

Und dann gibt es in Schottland noch den Nebel: der Scottish Mist hängt manchmal tagelang wie ein Dunstschleier über der Landschaft.

Lesetipp: Beste Reisezeit – alle Länder in der Übersicht

Die Tierwelt in Schottland

Wie oben schon erwähnt, wirst du vor allem die Midges und die Mücken kennenlernen. Des Weiteren zählen Schafe und Hochlandrinder zu den häufigsten Vertretern. Die Hochlandrinder haben gewaltige Hörner und wirken sehr kräftig, sind aber absolut harmlos und überhaupt nicht aggressiv.

Die giftige und für Menschen gefährliche Kreuzotter kommt auch in Schottland vor. Das solltest du beim Zelten in der Wildnis immer im Auge behalten.

Die Kultur in Schottland

Dudelsack-Musik, der Whiskey sowie der Schottenrock (Kilt) sind wohl die größten Symbole schottischer Kultur.

In den Highlands gab es früher Clans. Und auch heute triffst du dort noch Mitglieder oder Abkömmlinge aus den damaligen Clans.

Das Panorama in Schottland

Grob lässt sich Schottland unterteilen in die Highlands und die Lowlands.

Zu den Lowlands zählen die hügeligen Southern Uplands im Süden und der flache Central Belt in der Landesmitte.

Die schottischen Highlands befinden sich im Nordwesten des Landes. Sie sind die größte landschaftliche Sehenswürdigkeit von Schottland.

Die Grampian Mountains im Nordosten Schottlands zählen weder zu den Lowlands, noch zu den Highlands, sind aber ebenfalls eine Reise wert.

Vor der Westküste liegen die Inneren und die Äußeren Hebriden, zwei Inselketten von landschaftlich herausragender Schönheit. Hier sind insbesondere die Inseln Skye und Mull der Inneren Hebriden sehr populär.

Vor der Nordküste befinden sich die Orkneys und weit draußen auf dem Meer die Shetland-Inseln. Hier kommen Vogelliebhaber auf ihre Kosten, wenngleich das Klima so weit im Norden schon grenzwertig und belastend sein kann.

 

Die Sehenswürdigkeiten in Schottland

Zu den Highlights in Schottland zählt vor allem die Urwüchsigkeit der wilden Natur in den Highlands und auf den Inseln der Inneren und Äußeren Hebriden sowie der Orkneys.

Das berühmte Loch Ness ist tatsächlich kaum ein sehenswertes Highlight, zählt aber dennoch zu den populärsten Reisezielen für viele Touristen. Es ist aber sicher aus geologischer Sicht interessant.

Einige interessante Burgruinen hat Schottland zu bieten. Des Weiteren sind vor allem Edinburgh und Glasgow, aber auch die Stadt St. Andrews einen mehrtägigen Aufenthalt wert.

Die Stadt St. Andrews
Die Schottischen Highlands

 

 

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