Reiseinfos Neuseeland

Diese Reiseinfos Neuseeland beruhen auf den Erfahrungen und Erlebnissen auf unserer Radreise dort in 2017/2018. Wir waren insgesamt 3 Monate mit den Fahrrädern in Neuseeland unterwegs und haben sowohl die Südinsel als auch die Nordinsel besucht.

Die Reiseinfos Neuseeland

Neuseeland auf der Karte von OpenStreetMap:

Die Bausubstanz in Neuseeland

Die Bebauung ist meist sehr weiträumig, man sieht fast ausschließlich freistehende Einfamilienhäuser auf großen Grundstücken. Das bezieht sich auch auf das Zentrum mancher größerer Stadt. Platz war nie Mangelware für die gerade einmal 4,5 Mio Einwohner (Stand 2017).
Lediglich in den Großstädten (Wellington, Auckland, usw.) gibt es Hochhäuser im Weltstadt-Format.

Des Weiteren wird vielerorts in den steilen Berghang gebaut. Die Aussicht ist deutlich besser und gleichzeitig sind die Grundstückspreise im Berghang niedriger.

Die Bauweise ist relativ einfach gehalten. Auf einen Keller wird verzichtet, Wärmedämmung und doppelverglaste Fenster sind äußerst selten. Geheizt wird meist mit Strom oder Holzofen. Klimaanlage und Ventilator sind eben wichtiger und verdienen immer höhere Aufmerksamkeit. Auch der Innenausbau ist meist sehr einfach gehalten. Die Innenwände sind dünn und hellhörig.

Die Toiletten in Neuseeland

Überall findet man öffentliche Toiletten: in jedem Stadtzentrum, nahe der öffentlichen Gebäude, an den Stränden, in großen Supermärkten, an vielen Rastplätzen und Sehenswürdigkeiten, halt überall.

Zelten in Neuseeland

Das Zelten und Campen unterliegt seit einigen Jahren den strengen Regeln des DOC. Das wilde Campieren hatte Überhand genommen und einige Touristen haben sich wohl mächtig daneben benommen. Um dauerhafte Schäden an der Natur zu vermeiden, ist das Campen daher heute nur noch auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Viele dieser Plätze sind ausschließlich für Campervans und Wohnmobile zugelassen, die mit eigener Toilette (self-contained) unterwegs sind. Der Spielraum für Reiseradler mit Zelt ist da sehr klein geworden. Das betrifft insbesondere kostenlose Campsites.

Demgegenüber ist das Zelten in der Natur aber dennoch erlaubt laut der Einheimischen. An dieser Stelle erscheinen die Regeln der Naturschutzbehörde DOC unlogisch und es entsteht viel Verwirrung.

Es gibt einige Apps, die einem die Suche nach einem passenden Zeltplatz erleichtern. Hierzu gehören z.B. „CamperMate“ und „Rankers Camping NZ“. Man kann sich die entsprechende Karten für eine Offline-Nutzung heruntergeladen und somit von unterwegs immer nach den nächstgelegenen Plätzen und deren Ausstattung recherchieren. Neben Übernachtungsplätzen lassen sich über diese Apps auch öffentlich zugängliche Duschen, Toiletten, Touristeninfos und viele weitere nützliche Einrichtungen suchen.

Unsere Erfahrungen mit „Warmshowers“, dem privaten Übernachtungsnetzwerk für Radler, waren sehr durchwachsen. Gefühlte 60 % der gemeldeten Mitglieder sind selber auf Reisen oder seit Jahren inaktiv. 20 % melden sich nach vielen Tagen (also zu spät) und bringen zum Ausdruck, dass sie umgezogen sind und nur vergessen haben, ihren Account bei Warmshowers zu aktualisieren. Weitere 10 % sagen ab, weil sie zu viele Anfragen erhalten und die verbleibenden 10 % stehen dann wirklich zur Verfügung. Feiertage wie Weihnachten oder Neujahr sind besonders ungünstige Zeitfenster. Und einige Feiertage auf Do oder Fr werden gerne zu langen Wochenenden kombiniert (wie bei uns). Ach ja: und einige Warmshowers-Mitglieder haben Untermieter (Flatmates), deren Einfluss dann manche Zusage einige Tage später zu einer Absage werden lässt.

Radeln in Neuseeland

Der Radsport ist sehr populär in Neuseeland. Die Einheimischen sind allerdings meist nur in den flacheren Gebieten aktiv. Je steiler die Anstiege, desto weniger Bikesportler sieht man. Aber bei offiziellen Wettbewerben, wie dem „New Zealand Cycle Classic“, wachsen die Teilnehmerzahlen jährlich. Daneben trifft man aber relativ viele Reiseradler im ganzen Land.

Unser Video auf Youtube:

New Zealand Cycle Classic 2018:    Clip

Es gibt über 20 ausgeschriebene Natur-Radwege, auch einige ehemalige Bahntrassen haben sie zu Railtrails umgebaut. Und das Radwege-Netz soll weiter ausgebaut werden, denn man ist sich über die Gefährlichkeit der Highways für Radler durchaus bewusst. Auf einigen Trails muss man immer wieder Schikanen oder Barrieren überwinden, mit denen die Betreiber Motorradfahrer, Kühe oder Schafe fern halten wollen.

Unsere Videos auf Youtube:

Otago Central Rail Trail:    Clip

Rimutaka Rail Trail:    Clip1    Clip2

Alsp 2 Ocean Cycle Trail:    Clip

In jeder größeren Stadt befindet sich mindestens ein Bikeshop. Und allesamt sind sie sehr ordentlich organisiert und man findet die gängigen Ersatzteile.

Bikepacking ist sehr populär und hat seine Berechtigung. Denn das hügelige Panorama und starker Gegenwind können einem Radler mit viel Gepäckgewicht ganz ordentlich zusetzen.

Und obwohl das klassische Reiserad mit vollem Gepäck eher die anstrengende Variante darstellt, trafen wir in Neuseeland so viele Reiseradler wie in keinem anderen Land auf unserer großen Radreise.

Kommunikation in Neuseeland

Die einheimische Bevölkerung ist sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Allerdings ist das neuseeländische Englisch nicht einfach zu verstehen.

Die Religion in Neuseeland

Die Einwanderer haben in der Regel ihre Religion mitgebracht. Somit finden sich hauptsächlich Christen, aber auch Anhänger von Buddhismus, Hinduismus und Islam. Insgesamt ist der Anteil der Konfessionslosen mit über 40 % sehr hoch.

Als Tourist bekommt man von dem religiösen Leben der Einheimischen nichts mit. Es drängt sich auch keine Religion in den Vordergrund.

Sicherheit in Neuseeland

Kleinkriminalität in den Städten oder an touristisch frequentierten Orten zwingen zu erhöhter Aufmerksamkeit. Das gilt auch für öffentliche Zeltplätze. Wir haben stets nach einem Zeltplatz auf Privatland, abseits der Touristenhochburgen, gesucht und hatten nie Anlass zur Sorge um unsere Ausrüstung. Unsere Fahrräder haben wir in den Städten und an öffentlichen Parkplätzen stets abgeschlossen. Unsere Wertsachen hatten wir immer bei uns.

Das gefährlichste waren für uns Radler die Straßen und der Verkehr. Die Straßen sind oft zu schmal, es fehlt ein Seitenstreifen und der Verkehr rast ohne Seitenabstand an einem vorbei. Die vielen Kreuze entlang der Straßen zeigen, dass auch viele Motorradfahrer und Autofahrer dem Verkehr zum Opfer fallen.

In vielen Häusern außerhalb der Stadtkerne stehen die Türen meist offen. Das zeigt, wie groß das Vertrauen der Einheimischen in die Sicherheit im eigenen Land ist. Doch auf der anderen Seite findet man auch überall Überwachungskameras, auch an vielen privaten Häusern.

Die Tierwelt in Neuseeland

Es gibt nur wenige giftige oder anderweitig gefährliche Tiere (im Gegensatz zum Nachbarn Australien). Drei giftige Spinnen werden erwähnt: Katipo Spider, Redback Spider und White-tailed Spider. Allerdings sind uns stets nur die ungefährlichen Exemplare begegnet. Gut so.

Nervig sind auf jeden Fall die Sandflies, 2-3 mm kleine, schwarze Fliegen, die an vielen schönen Orten, z. B. im Fjordland und an der Westküste auf der Südinsel in Scharen auftreten und einem durch ihre Bisse ganz schön zusetzen können. Die meisten Bisse fängt man sich im unteren Teil der Beine und im Bereich der Fußgelenke ein. Durch lange Kleidung und Repellentien kann man sich jedoch ganz gut schützen. Die Locals verwenden oft eine Mischung aus 50 % Dettol (einem Desinfektionsmittel) und 50 % Baby- oder Olivenöl. Das ist auf Dauer natürlich deutlich preiswerter als die käuflichen Repellentien. Aber bestimmt nicht viel gesünder als Deet oder adäquate Produkte.

Der Kea randaliert gerne an den Kunststoffteilen von Fahrrad und Auto herum: zerpflückte Sättel und Griffe sowie angeknabberte Reifen und Dichtungen sind keine Seltenheit im Fjordland.

Den Kiwi, Neuseelands Nationalvogel, bekommt man leider nur mit viel Glück in freier Wildbahn zu Gesicht.

Besonders faszinierend fanden wir den Gesang des Tui. Dieser Vogel besitzt 4 Stimmbänder und hat 2 unterschiedliche Stimmen. Damit erzeugt er einen unverwechselbaren Gesang.

Die Straßen in Neuseeland

Die meisten Straßen außerhalb der Städte haben einen sehr groben, buckeligen Asphalt. Aber man findet auch Schotter in allen Qualitätsstufen, losen Split oder auch Lehmtrassen. Das klingt erst einmal nicht außergewöhnlich. Aber der Wechsel der Straßenqualität ist hier sehr extrem. Und immer wieder trifft man auf Schäden aus dem letzten Erdbeben oder einem Erdrutsch nach extremen Niederschlägen.

Bedingt durch das überwiegend stark hügelige Gelände weisen sehr viele Straßen extrem steile Anstiege und Gefällepassagen auf. In Verbindung mit einer kurvenreichen Streckenführung sind viele Straßen daher sehr unübersichtlich und unfallträchtig. Es gibt nur selten Geschwindigkeits-Begrenzungen. Somit rasen die allermeisten mit Tempo 100 km/h an einem vorbei. Und das auch, wenn es die Straßenführung eigentlich nicht erlaubt.

Die meisten Straßen sind für das heutige Verkehrsaufkommen viel zu schmal gebaut. Die riesigen Campervans, die Bootsanhänger mit Überbreite und die Road Trains bilden somit für Fahrradfahrer eine enorme Gefahr. Auch gibt es selten einen brauchbaren Seitenstreifen.

Der raue Asphalt sorgt auch für ohrenbetäubenden Lärm, wenn die Autos an einem vorbeirollen. Es suggeriert einem Radler einen noch geringeren Seitenabstand zu den überholenden Fahrzeugen ein und ist somit ein echter Stressfaktor. Flüsterasphalt findet man nur ganz selten und nur im Bereich der wirklich großen Städte.

Nicht selten bleibt man mit der Schuhsohle auch im viel zu weichen Asphalt kleben, wenn die Sonne einmal richtig kräftig scheint.

Es gibt eine ganze Reihe ausgeschriebener Radwege und Railtrails. Allerdings sind manche Radwanderpfade abenteuerlich rustikal und eher für unbeladene Mountainbikes geeignet.

Viele Brücken außerhalb der Ballungsräume sind lediglich einspurig ausgebaut. Für die wenigen Einheimischen reicht eine Spur halt völlig aus. Der stetig wachsende Tourismus macht aus diesen Bauwerken allerdings zunehmend Nadelöhre.

Der Verkehr in Neuseeland

Der Verkehr ist meist extrem gefährlich für Radfahrer. Viele Autofahrer bleiben auf ihrer Spur und weichen keinen cm aus beim Überholen. Die einheimischen Biker beklagen diesen Missstand ebenfalls.

Auf manchen Strecken brettern im 5-Minuten-Takt große Road Trains mit Tempo 100 km/h an einem vorbei. Sie transportieren meist Holz für den Export nach China oder Japan und schieben stets eine gewaltige Druckwelle vor sich her. In derselben Frequenz kommen sie dann leer zurück und tragen ihren Anhänger huckepack. Für uns Radler sind sie immer eine Gefahr, weil die Straßen allermeist viel zu schmal sind.

Besonders gefährlich für Radler sind die vielen Bootsanhänger mit Überbreite, wenn die Fahrer sich über die Ausmaße ihres Gefährts nicht wirklich bewusst sind.

Trampen in Neuseeland

Außerhalb der großen Städte hatten wir mit unseren Fahrrädern samt Gepäck meist keine Probleme, eine Mitnahme in einem Pickup oder Klein-Lkw zu organisieren. Einige Male fuhren die Fahrer dann sogar von sich aus Umwege, um uns die Fortsetzung unserer Reise zu erleichtern.

Allerdings ist der eigene Standort an der Straße meist entscheidend für den Erfolg beim Trampen: direkt hinter einem Verteilerkreis oder an einer Ampel sind die Chancen am größten, in voller Fahrt hält niemand mehr.

Im Einzugsgebiet von größeren Städten ist die Chance auf eine Mitnahme äußerst gering. Für Personen ohne Fahrrad wird der Spielraum hier jedoch bestimmt wesentlich größer sein.

Unsere Tipps zum Trampen, insbesondere auf Radreisen, haben wir in einem eigenen Artikel niedergeschrieben: Tipps zum Trampen

Orientierung in Neuseeland

Dank GPS und Offline-Karte von OSM war die Orientierung nie ein Problem für uns. Mit der Beurteilung des Höhenprofils hatten wir uns allerdings häufig verschätzt.

Das Klima in Neuseeland

Von Dezember bis Februar herrscht sommerliches Klima, im Norden subtropisch und feucht, im Süden gemäßigt-kühl. An der Westküste der Südinsel fällt sehr viel Niederschlag, im Bezirk Otago hingegen ist es extrem trocken. Das klingt alles ganz harmlos.

Doch:

Neuseeland ist für extreme Wetterwechsel und heftige Unwetter bekannt. So kann man an einem Tag alle 4 Jahreszeiten erleben. Oder man erlebt einen Zyklon oder starke Winde. Immer wieder verursachen diese Unwetter Überschwemmungen und Erdrutsche und bringen Leben in Gefahr. Auf der Rimutaka Bahntrasse hob eine Windböe 1880 sogar 2 Zugwaggons aus den Schienen.

Mit der Sonnenstrahlung muss man aufpassen. Ohne Sonnenschutzcreme oder lange Kleidung verbrennt man sehr schnell. Und das kann gefährlich werden und Hautkrebs begünstigen (starke, um den Südpol rotierende Winde begünstigen wohl den Ozonabbau über Neuseeland).

Unsere Erfahrungen im Zeitraum Dez´17 – Feb´18:

Im Großen und Ganzen hatten wir einen sehr guten Sommer mit vielen Sonnentagen und ungewöhnlich wenig Niederschlag erwischt. Trotzdem erlebten wir einige Wetterkapriolen: 2 Zyklone, einen Temperatursturz um 9° innerhalb von 10 min und mehrere Tage mit Starkregen.

Die Grenzen in Neuseeland

Die Einreise-Formalitäten sind sehr anstrengend, wenn man, so wie wir, mit Fahrrädern und Zelt einreisen möchte. Akribisch prüfen die Beamten alle Gegenstände auf Erdreste, kleine Tierchen und potentielle Seuchengefahr. Die Einfuhr sehr vieler Lebensmittel ist nicht gestattet. Zelte werden im Quarantänelabor genauestens untersucht. Hat man deklarationspflichtige Gegenstände nicht auf der Einreise-Karte eingetragen, drohen empfindliche Geldstrafen.

Beispiele: ein Daunenschlafsack enthält ein tierisches Produkt (Daunen), ein Strohhut enthält pflanzliche Produkte. Beides muss man deklarieren.

Bürokratie in Neuseeland

Die Einreise-Formalitäten sind sehr scharf. Siehe oben. Und die Regeln des DOC zum Campen und Zelten sind sehr kompliziert. Ansonsten erlebt man keine Berührungspunkte mit irgendwelcher Bürokratie. Die Polizei ist stets freundlich und hilfsbereit.

Neuseeland ist ein vergleichsweise junges Land. Daher ist der Vorschriften-Dschungel noch nicht so ausgeprägt wie in vielen anderen Ländern.

Einkauf in Neuseeland

Es gibt in allen Städten Geldautomaten. Die Gebühren variieren je nach Bank. Bei der ANZ waren es 3 $.

Es gibt 3 große Supermarktketten: PAK´n SAVE, New World und Countdown. PAK´n SAVE ist dabei der preiswerteste, ist aber nicht in jeder Stadt vertreten.

Spiritus für unseren Trangia-Kocher fanden wir in den meisten Supermärkten (1 Liter für 4 – 5 $).

Die Esskultur in Neuseeland

In den Supermärkten findet man ein ähnlich großes Angebot wie in unserer Heimat. Viel Obst und Gemüse, Fleisch (vor allem Lammfleisch) und Fisch, Milchprodukte in Hülle und Fülle, Backwaren von süß bis herzhaft, alles ist vertreten. Beim Brot dominiert das klassische, englische, weiße Toastbrot in unzähligen Varianten.

Barbecue ist sehr beliebt und Fish & Chips gehört zum Standard-Repertoire. Aber man findet auch all die bekannten Fast-Food-Ketten in den Städten.

Oft ist die Rede vom Kiwi-Dinner, deren Zubereitung wir allerdings nie als ausgesprochen „neuseeländisch“ empfanden.

Es ist hier sehr populär, das Spiegelei im Wasser zu braten, fettarm halt. Haben wir hier das erste Mal gesehen.

Die Wasserversorgung in Neuseeland

Das Wasser aus den Leitungen hat meistens Trinkwasser-Qualität und ist dann bedenkenlos zum Verzehr geeignet. Meistens! Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Es ist ratsam, immer nachzufragen, um sicherzugehen.

Gesundheit in Neuseeland

Neben der Grundimmunisierung (Tetanus, Diphtherie, Polio) wird die Impfung gegen Hepatitis empfohlen. Siehe Impfkalender vom Robert-Koch-Institut.

Das Gesundheitssystem ist gut organisiert und hat einen hohen Standard. Der Arztbesuch ist allerdings auch teuer. Für preiswerte Zahnbehandlungen haben wir von den Einheimischen eine renommierte Schulungseinrichtung für Zahnärzte, die „Faculty of Dentistry“ in Dunedin, empfohlen bekommen.

Telefonie und Internet in Neuseeland

In jedem noch so kleinen Städtchen gibt es eine öffentliche Bücherei. Und die allermeisten bieten kostenloses WiFi auch über die Öffnungszeiten hinaus an. Daneben findet man WiFi in den Fastfoodketten, Hotels, in der Gastronomie und in vielen Supermärkten. Die Verbindungsqualität ist hierbei sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Der Provider Spark bietet für seine Kunden frei zugängliche WiFi-Quellen im öffentlichen Bereich, wo täglich 1 GB kostenlos bereitgestellt wird.

Für den Kauf von SIM-Karten und Datenvolumina stehen die Provider 2degree, Vodafone, Spark und Skinny (ausschließlich online erreichbar) am Markt zur Verfügung und verwirren den Kunden mit einem undurchsichtigen Tarif-Dschungel, der auch im Prepaid-Bereich meist aus Paketen mit virtuellen Rabatten besteht.

Weil Neuseeland hierbei zu den teureren Ländern zählt, will die Auswahl des passenden Providers gut überlegt sein, sonst landet man schnell in einer Kostenfalle. In der Regel bieten die Provider-Shops einem zunächst nur die kostenintensiven Tarife an. Die preiswerteren Alternativen muss man dem Personal dann regelrecht „aus der Nase“ ziehen. Das kann ganz schön anstrengend werden.

Für einfache Telefonie war für uns das preiswerteste Angebot von Vodafone am besten geeignet: 5$ für die SIM-Karte, 20 $ fürs Startguthaben, Gültigkeit 1 Jahr und moderate Preise pro Gesprächsminute (0,30$) und SMS (0,10 $). Das nächst-günstigste Angebot (bei einem anderen Anbieter) lag schon bei 49 $ und nur 2 Monaten Gültigkeitsdauer.

Überrascht hatte uns bei unserem Vodafone-Produkt der niedrige Gebührensatz bei Anrufen ins deutsche Festnetz: ein Anruf war mit 2 $ gedeckelt und erlaubte bis zu einer Stunde Gesprächsdauer. Das war superpreiswert.

Das Panorama in Neuseeland

Schroffe Berge im Fjordland, eine tropische Westküste mit Regenwald, Steinwüste in Otago, Vulkane, heiße Quellen, Steilküste, Badebuchten mit Sandstrand, … die landschaftliche Vielfalt in Neuseeland ist außergewöhnlich hoch.

Und auch die Botanik zeigt sich exotisch und sehr vielseitig: man findet riesige Kauri-Trees und auch andere Baumriesen mit gigantischen Blattwurzeln, Felder mit farbenprächtigen Lupinen soweit das Auge reicht, exotische Wildblumen und immer und überall diesen riesigen Silberfarn, die Nationalpflanze in Neuseeland.

Die Kultur in Neuseeland

Sowohl die Maori, die indigene Bevölkerung Neuseelands, als auch die weißen Pakeha (die Einwanderer aus Europa) haben ihre Kultur entwickelt.

Die Maori tragen häufig Moko (Tätowierungen) als Ausdruck ihrer Identität und schenken aus Dankbarkeit oder tiefer Freundschaft traditionell den Pounamu, einen grüner Halbedelstein.
Die Pakeha stammen hauptsächlich von den britischen Inseln, aber auch aus vielen anderen europäischen Ländern. Daher ist deren Kultur überwiegend britisch geprägt, aber eben auch multikulturell.

Alle gemeinsam sind sie, die Kiwis, sehr offen für Andersartiges, immer freundlich und sehr gastfreundlich. Sie sind stolz auf ihr Land und tun alles, um es zu erhalten und zu schützen. Sie gehen sehr entspannt mit allem um und tolerieren die Meinung des anderen.

Diese Mentalität ist sicherlich aus dem Bewusstsein gewachsen, dass sie ja selbst alle als Fremde hier angekommen sind und irgendwie in eine Multi-Kulti-Gesellschaft integriert wurden.

Im alltäglichen Leben sieht man die Kiwis oft barfuß oder auf Socken laufen (auch im Supermarkt) und sie tragen auch im nass-kalten Wetter gerne kurze Hosen und luftige T-Shirts.

Die Bräuche an Weihnachten und Ostern sind ähnlich den unseren und es gibt übers Jahr so einige Feiertage: neben einigen regionalen Feiertagen, z.B. dem Wellington Anniversary (22.01.) oder dem Auckland Anniversary (29.01.), feiert ganz Neuseeland mit dem Waitangi Day (06.02.) quasi seine Staatsgründung im Jahre 1840.

Der Knigge für Neuseeland

Immer höflich und freundlich auftreten, Hilfsbereitschaft zeigen, sich mit den anderen Mitmenschen arrangieren, sich als Wartender schön ordentlich in der Schlange anstellen, nicht vordrängeln, sich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig entschuldigen, … all das kommt gut an.

Tropische Früchte in Neuseeland

Kiwis, Avocados, Zitrusfrüchte und Wein werden in großen Plantagen angebaut.
Die Kiwi-Frucht stammt übrigens aus China (Chinesische Stachelbeere) und wurde erst Anfang des 20. Jh. nach Neuseeland eingeführt.

Die Sehenswürdigkeiten in Neuseeland

Die Liste der sehenswerten Dinge ist lang: Fjordland, Milford Sound, Doubtful Sound, Mount Cook, Abel-Tasman-Nationalpark, Kahurangi-Nationalpark, Nelson-Lakes-Nationalpark, Tongariro-Nationalpark, Coromandel, Ninety-Miles-Beach, Kauri-Forest, Rotorua, Hobbiton, Fox-Glacier, Franz-Josef-Glasier, Pancake-Rocks, Moeraki-Boulders, Wellington, Te-Papa-Museum, Auckland, Christchurch, Napier, Queenstown, Dunedin, Rimutaka-Railtrail, Otago-Central-Railtrail, … die Liste ließe sich nahezu endlos weiterführen.

Viele sehenswerte Landschaften erlebt man am besten über groß angelegte Tageswanderungen, andere sind nur vom Schiff aus oder aus der Luft zu sehen. Viele Besichtigungen kosten Geld, manche Ausflüge sind sogar richtig teuer. Aber vieles ist auch kostenlos zugänglich.

Bereist man Neuseeland per Fahrrad, ist die Mobilität natürlich stark eingeschränkt. Das hügelige Gelände und der Wind erlauben in der Regel keine großen Tagesstrecken und für manche Unternehmung fehlt einem die entsprechende Ausrüstung (die wenigsten Reiseradler schleppen schließlich schwere Bergwanderschuhe oder ein Kajak mit).

Doch es gibt einige schöne Railtrails und Radwanderwege durch traumhafte Landschaft und eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten nahe der Straße. Darüber hinaus kommt man als Radler deutlich schneller und einfacher mit den Einheimischen, insbesondere den Maori, in Kontakt und erlebt deren Kultur nicht als „Show“, sondern real. Somit kommt man auch als Reiseradler auf seine Kosten.

Ergänzungen zu den Reiseinfos Neuseeland

 

Dieser Beitrag enthält sehr viel wertvolle Information. Du erhälst diese Infos kostenlos. Wenn dir der Beitrag gefallen hat, freuen wir uns. Als kleines Dankeschön könntest du weiterhin auf unserem Blog stöbern oder unseren Newsletter abonnieren.

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