Reiseinfos Ecuador – Reisetipps für den Urlaub

Diese Reiseinfos Ecuador beruhen auf den Erfahrungen und Erlebnissen. Es sind interessante Reisetipps für deine Reisevorbereitung und deinen Urlaub.

Wir waren dort in Dezember 2019 mit dem Fahrrad auf Reise. Dabei sind wir, von Peru kommend, über Guayaquil an die Küste gefahren, der Ruta del Sol gefolgt und über Pedernales und Quito nach Kolumbien im Norden weitergereist.

Unsere Reiseinfos Ecuador:

 

* Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

 

Grenzen und Bürokratie in Ecuador

Die Grenzbeamten sind freundlich und die Grenzabwicklung ist einfach und schnell. Aber es wird viel registriert bei der Einreise: Fingerabdrücke aller 10 Finger und Fotos. Laut der Angaben vom Auswärtigen Amt ist auch der Nachweis einer Reise-Krankenversicherung erforderlich. Doch am Grenzübergang La Amor hat das keinen interessiert.

 

Kommunikation in Ecuador

Man spricht Spanisch, wie in den meisten südamerikanischen Ländern. Englisch wird nur selten gesprochen und verstanden. Du benötigst also mindestens ein kleines Basiswissen in Spanisch. Allerdings ist der Slang, den manche Locals sprechen, nicht wirklich gut zu verstehen. Dann kommst du auch mit deinem Spanisch an Grenzen.

Die Menschen sind aber generell sehr gastfreundlich und hilfsbereit.

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Internet und Stromversorgung in Ecuador

Du benötigst einen Stecker-Adapter, wenngleich es auch Steckdosen gibt, in denen der Eurostecker (flacher Stecker, dünne Kontaktstifte) passt. Weil es sowohl Steckdosentyp A sowie B in Ecuador gibt, sollte der Erdungskontakt an deinem Adapterstecker für beide Typen geeignet sein. Weitere Infos zu den Steckdosen-Typen findest du in unserem Artikel:

WiFi gibt es in Hotels, Restaurants und den üblichen Fastfoodketten und Cafés. In den kleineren Städten kann die Suche nach WiFi allerdings etwas mühsam werden.

Steckdosentypen weltweit – Übersicht aller Länder

 

Orientierung in Ecuador

Die Beschilderung ist gut organisiert. Zusätzlich haben wir per GPS und Offline-Karte navigiert, was ohne Probleme geklappt hatte. Wir nutzten das Kartenmaterial von OpenStreetMap. Da ist die Ausstattung mit Details zu den kleineren Wegen aktuell noch etwas mager.

Lesetipp: Navigation und GPS Logger per Handy – offline und kostenlos

 

Sicherheit in Ecuador

Ecuador ist ein sicheres Reiseland. Selbst in den großen Städten hatten wir nie den Eindruck, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Dennoch ist vor allem nachts und in den Stadtzentren erhöhte Aufmerksamkeit angebracht.

Ecuador beherbergt noch viele aktive Vulkane und gilt als Erdbeben-Risikogebiet. Behalte das auf deiner Reise immer im Hinterkopf.

Die Straßen in Ecuador

Es gibt breite Betonstraßen mit Seitenstreifen und gute Asphaltstraßen, aber oft auch Straßen ohne Seitenstreifen. Insbesondere in den Bergen sind die Straßen sehr schmal und ohne Seitenstreifen. Für Radler sehr gefährlich.

In den Städten ist die Straßenqualität deutlich schlechter als auf dem Land. Hier findest du auch noch grobes Kopfsteinpflaster und Betonplatten-Straßen mit rustikalen Übergängen an den Stoßkanten.

Bedingt durch das bergige Geländeprofil in den Anden sind die Straßen in den Städten dort oft abenteuerlich steil, wenn auch immer nur auf kurzen Strecken.

Der Verkehr in Ecuador

Auf der Küstenstraße, der Ruta del Sol, ist wenig Verkehr. Auf den Überlandstraßen herrscht dagegen ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Hier sorgen vor allem LKWs und Busse für brenzlige Überholmanöver.

Im Gegensatz zu Peru und Bolivien geht man hier in Ecuador wesentlich sparsamer mit der Autohupe um. Dadurch ist es auf den Straßen viel ruhiger.

Es gibt nicht übermäßig viele uralte Fahrzeuge im Verkehr, doch deren Abgaswolken sind dennoch immer wieder eine echte Belastungsprobe für die Lunge.

Radeln in Ecuador

Viele Straßen in Ecuador haben einen breiten Seitenstreifen, der per Fahrrad auch angenehm zu befahren ist. Fehlt dieser Streifen, wird Radeln sehr gefährlich: Die Autofahrer halten oft keinen Seitenabstand beim Überholen.

Es liegt sehr viel zerbrochenes Glas auf dem Seitenstreifen. Da muss man als Radler immer sehr wachsam den Blick auf der Fahrbahn halten, um keinen Plattfuß zu riskieren.

Die Berge der Anden sind zwar landschaftlich ein besonders lohnendes Terrain für Radler, doch die Anstiege sind kräftezehrend.

Tipps für Radreisen in Ecuador

 

Fahrrad-Service in Ecuador

In den großen Städten gibt es Fahrradgeschäfte. Doch nur wenige dieser Shops führen hochwertige Komponenten. Bringe deine Ersatzteile und dein Werkzeug am besten schon bei der Einreise mit, dann bist du auf der sicheren Seite.

Fahrrad Werkzeug für Radreisen Fahrrad Ersatzteile für Radreisen

 

Trampen in Ecuador

Das Trampen klappt besser als gedacht. Wir haben mehrmals auf unserer Radreise darauf zurückgegriffen und hatten selbst mit unseren Fahrrädern samt Gepäck meist ungewöhnlich schnell ein passendes Fahrzeug gefunden. Und oft luden uns die Fahrer während der Fahrt noch zu einem Snack oder einem Getränk ein. Sie freuen sich, dir die Küche Ecuadors oder die Vielfalt der Früchte zu präsentieren.

Zelten in Ecuador

Es gibt öffentliche Campingplätze, doch wir schildern hier unsere Erfahrungen auf der Suche nach preiswerteren oder kostenlosen Übernachtungsplätzen:

Einen Zeltplatz zu finden, kann schwierig werden, wenn du in einer Region mit Bananenplantagen radelst. Alle Grünflächen in deiner digitalen Karte entpuppen sich dann als solche Plantagen und nicht als Parks oder Rasenflächen.

Die Sicherheit öffentlicher Campingplätze konnten wir nicht einschätzen. Wir haben uns meist von den Empfehlungen vertrauenswürdiger Einheimischer leiten lassen und fanden auf diese Weise entweder einen abgelegenen Zeltplatz auf privatem Land oder einen Schlafplatz in einem Gebäude der Kirche oder der Gemeindeverwaltung.

Deine Zeltplatzsuche – was du beachten solltest Preiswerte Unterkünfte auf Reisen

 

Der Baustil in Ecuador

Man sieht Steinmauerwerk, Lehmziegel und auch Bambushütten auf Stelzen. Je nach Sozialstatus. Überwiegend wirken die Gebäude wie unfertige Baustellen. Vermutlich bewusst, um die Steuer auf das fertige Haus zu sparen, wie in anderen südamerikanischen Ländern.

Wärmeisolierung braucht man hier nicht, dafür sind Klimaanlage und Deckenventilator sehr häufig anzutreffen. Viele Duschen bieten nur kaltes Wasser. Auch das geht in Ordnung wegen der tropischen Temperaturen.

Die Toiletten in Ecuador

In aller Regel sind die Toiletten in sauberem und gepflegtem Zustand. Und sie funktionieren. Das haben wir in dieser Ausprägung in keinem anderen Land in Südamerika erlebt.

Bargeldbeschaffung

Seit 2000 ist der US-Dollar die einzige offizielle Währung in Ecuador. Mehrere wirtschaftliche und politische Krisen zwangen das Land seinerzeit zur Dollarisierung.

Es dauert allerdings seine Zeit, bis du mit den vielen unterschiedlichen Cent-Münzen zurechtkommst. One Dime ist übrigens 10 Cent und lediglich auf den 5-Cent-Münzen findest du die Zahl groß und deutlich, auf den anderen Münzen ist der Wert nur als kleiner Schriftzug aufgeprägt.

Einkauf in Ecuador

Es gibt tropische Früchte in unglaublicher Vielfalt und du siehst sie auf Plantagen oder in wilder Natur entlang der Straße wachsen: Kokospalmen, Zuckerrohr, Bananenstauden, Mangobäume, Papaya, Babaco, Cherimoya, Guaba, Guanabana, Lima und viele andere Früchte, die wir hier zum ersten Mal in unserem Leben gesehen haben.

Unsere Videos auf YouTube:

Bananenernte
Bananenplantage
Kokosnuss – so öffnet man sie

 

Spiritus für deinen Campingkocher zu finden, ist etwas schwierig. Du musst nach „Alcohol Industrial“ fragen und auf die Konzentration achten. Den 70%-igen Desinfektions-Alkohol aus dem Supermarkt kannst du vergessen, suche den 97%-igen. Den zu finden, ist allerdings eine Odyssee.

Die Esskultur in Ecuador

Bäckereien verkaufen viele verschiedene Brotsorten, Bunuelos und andere Leckereien und viele kleine Straßenrestaurants bieten für wenig Geld schmackhafte Menüs. Hierbei dominieren Zusammenstellungen mit Reis, Kartoffel, Bohnen und Salat die Speisekarte.

Entlang der Küste lässt sich hervorragend frischer Fisch genießen. Unzählige Straßenrestaurants bieten hier auch gleich den Blick aufs Meer.

Man trinkt Mora (Himbeersaft eisgekühlt) oder das Wasser aus einer frisch aufgeschlagenen, eisgekühlten Kokosnuss. Sehr erfrischend.

Die Wasserversorgung in Ecuador

Das Leitungswasser ist in Ecuador nicht genießbar. Du musst es filtern oder abkochen. Aber auch nach dem Abkochen lassen Geruch und Geschmack zu wünschen übrig. Das Wasser, was dir die Einheimischen oft als trinkbares Wasser anbieten, stinkt nach Brackwasser und schmeckt nicht wirklich.

Suche Wasserspender mit großen Trinkwasser-Kartuschen oder zapfe in Privathaushalten mit Filteranlage in der Küche, wenn du nicht ständig Trinkwasser in Plastikflaschen kaufen willst.

Der perfekte Wasserfilter für Reisen

 

Gesundheit in Ecuador

In den Anden solltest du die Regeln der Akklimatisation kennen und beachten, um die Höhenkrankheit zu vermeiden.

In der Küstenregion und im Amazonas-Tiefland ist mit Malaria, Dengue, Chikungunia und anderen tropischen Krankheiten zu rechnen. Informiere dich vor deiner Reise beim Tropenmediziner über die notwendigen Impfungen und all die anderen Schutzmaßnahmen.

Höhenkrankheit vermeiden – Tipps zur Höhenanpassung Das passende Moskitonetz finden – Ein Leitfaden Reiseimpfungen – ein Überblick

 

Das Klima in Ecuador

Wegen der Äquatornähe gibt es über das ganze Jahr nur geringe Temperaturschwankungen. Es ist stets tropisch heiß. Geografisch wie klimatisch gliedert sich das Land in die Küstenregion, die Anden und das Amazonas-Tiefland.

Die trockensten Reisezeiten für diese Regionen:

  • Küste: Mai bis Dezember
  • Anden: Juni bis September
  • Amazonas-Tiefland: September bis Dezember.

Lesetipp: Beste Reisezeit – alle Länder in der Übersicht

 

Die Tierwelt in Ecuador

Ecuador ist bekannt für eine ungewöhnlich große Artenvielfalt. Schmetterlinge in schillernden Farben und mit einer Spannweite von über 12 cm, Eidechsen, einige exotische Vögel, darunter auch Papageien, all das bekommst du in Ecuador zu sehen.

Unser Video auf YouTube: Krabben am Pazifik

Die Religion in Ecuador

Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch. Die Religionen der indigenen Völker sind aber als Minderheiten ebenfalls vertreten und werden gleichberechtigt behandelt.

Man feiert Weihnachten mit ähnlichem Schmuckwerk und ähnlichen Bräuchen wie in unserer Heimat.

Die Kultur in Ecuador

Eine unglaubliche Gastfreundlichkeit und sehr große Hilfsbereitschaft erlebten wir auf unserer Reise durch Ecuador. Bei der abgespielten Musik dominiert ecuadorianische Folklore.

An Silvester werden Lumpenpuppen, die Munecas, verbrannt. Samt der Maske von einer populären Persönlichkeit. Und die Männer tanzen, als Witwen verkleidet, im Straßenverkehr herum.

Architektonisch prägte vor allem die Kolonialzeit das Land. So beherbergen viele Städte heute eine ganze Palette historischer Gebäude.

Unsere Videos auf YouTube:

Folklore in Quito
Straßenmusik in Quito

 

Das Panorama in Ecuador

Ecuador gliedert sich in die flache Pazifik-Küstenregion, die Anden und das Amazonas-Tiefland im Osten der Anden.

Doch die Küstenregion ist tatsächlich nur selten flach, sondern überwiegend stark hügelig, im Hinterland sogar gebirgig mit 800 Meter hohen Bergen.

Die Sehenswürdigkeiten in Ecuador

Zum einen ist es die unglaubliche Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt, zum anderen die Mischung aus indigener Kultur und der kolonialen Architektur.

Du erlebst schillernde Riesen-Schmetterlinge, tropischen Regenwald, Vulkanismus, die Pazifikküste mit tosender Brandung, die Gebirgsketten der Anden und einige sehenswerte Städte.

Ruta del Sol – Ecuadors Küste
Die Stadt Quito

 

 

Radreise durch Ecuador – Unser Reisebericht

 

 

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