Alternativen zu Machu Picchu – Inka Ruinen in Peru

Bei dem Andenstaat Peru in Südamerika denkt jeder sofort an die Inka Ruinen von Machu Picchu, doch es eine ganze Reihe interessanter Alternativen zu Machu Picchu, die einen Besuch lohnen und deren Eintrittspreise deutlich niedriger liegen. Die schönsten dieser Ausgrabungsstätten stellen wir in diesem Bericht vor.

Die schönsten Alternativen zu Machu Picchu:

Peru in Südamerika

Kaum ein anderes Land in Südamerika wird derart stark von den Anden dominiert wie Peru. Das bemerkt man sofort, wenn man sich im Detail einmal die Landkarte ansieht. Die Berge der Anden durchziehen das Land von Norden bis Süden ohne Unterbrechung.

So weisen die meisten Straßen unzählige Kurven und Serpentinen auf und führen in ständigem Auf und Ab über die Berge. Nur selten verläuft die Straße dabei über längere Passagen ohne größere Höhenunterschiede an Flussläufen entlang.

Die Inka in Peru

Neben einigen anderen indigenen Völkern besiedelten die Inka im frühen Mittelalter die Berge in Südamerika. Sie waren eine für die damalige Zeit hochentwickelte und ausgezeichnet organisierte Zivilisation, die im 16. Jh. durch den spanischen Kolonialismus gewaltsam ausgebeutet und vertrieben wurde.

Machu Picchu in Peru

Machu Picchu ist sicher die bekannteste Ruinenstätte der Inka in ganz Südamerika. Und Peru unternimmt alles, um dessen Ruf als Highlight des Landes stetig zu pflegen. Nicht ohne Grund: Denn Machu Picchu ist eine wichtige Einnahmequelle für die Tourismusbranche und sicher der Haupt-Anziehungspunkt für die meisten Besucher des Landes.

Doch mit 152 Soles (2019) ist der Eintrittspreis recht gesalzen. Zusätzlich ist der Aufwand für eine Besichtigung relativ hoch: Die Anfahrt aus Cusco ist aufwändig und ebenfalls nicht gerade preiswert.

Mancher Tourist findet die Anlage auch überbewertet und damit deutlich zu teuer. Das lenkt den Blick auf die vielen anderen Ruinen der Inka in Peru. Wir haben einige davon im folgenden detailliert beschrieben.

Die schönsten Alternativen zu Machu Picchu

Im Nordwesten der Stadt Cusco, erreichbar über eine halbstündige Fahrt mit den öffentlichen Bussen, liegen einige interessante Inka Ruinenstätten, die sehr sehenswert sind und sich leicht zu einer Tagestour kombinieren lassen: Saqsaywaman, Qenko, Puka Pukara und Tambo Machay.

Doch nicht nur die räumliche Nähe zueinander macht eine Kombination dieser Objekte so reizvoll, sondern auch die Tatsache, das es für 70 Soles (2019) ein Gemeinschaftsticket für genau diese vier Anlagen gibt. Zusätzlich bieten sie einen breiten Einblick in die Kultur der Inka: So findest du hier sowohl Festungsanlagen zur Verteidigung, als auch Wasserheiligtümer und heilige Kultstätten:

Saqsaywaman

GPS-Koordinaten: -13.5080,-71.9821

Saqsaywaman war im 15. Jh. eine Festung der Inka. Sie diente der Sicherung wichtiger Zufahrtswege nach Cusco. Die räumliche Ausdehnung dieser Anlage und die Vielseitigkeit der Einrichtungen sind gewaltig.

Das Haupt-Objekt ist dabei eine lange Mauer mit mehreren Terrassen. Hinter dieser Mauer eröffnet sich der Blick ins Tal auf die heutige Stadt Cusco.

Unweit dieser Mauer ragt ein großer Felsen aus der Ebene hervor. Er trägt tief ausgewaschene Furchen, die auf Spuren aus der letzten Eiszeit hindeuten. Heute dienen diese langen, spiegelglatten Furchen als Rutsche zum Amüsement für die Besucher.

Ebenso befindet sich in diesem Felsmassiv ein Gesteinslabyrinth mit einem begehbaren, natürlichen Felsen-Tunnel. Nimm für die Besichtigung eine Lampe mit oder nutze zur Not die Lampe in deinem Handy.

Hinter diesem Felsenlabyrinth wurde seinerzeit ein großer runder Platz errichtet, der an eine Arena erinnert.

Jährlich im Juni feiert Peru in den Ruinen von Saqsaywaman zur Wintersommerwende das Sonnenfest (Inti Raymi). Das zählt sicher zu den größten kulturellen Ereignissen im heutigen Peru.

Qenko (Q‘enqo)

GPS-Koordinaten: -13.50904,-71.97057

Qenko liegt nur wenige hundert Meter weiter nördlich von Saqsaywaman und besteht aus einer größeren und einer kleineren Anlage. Es war ein heiliger Ort der Inka für rituelle Handlungen, wie Opfer oder Mumifizierungen. Die natürlichen Spalten im Fels der größeren Anlage dienten als Wege und geben der Einrichtung den Charakter eines Labyrinths. In einer kurzen Höhle befindet sich ein wuchtiger Tempel.

Puka Pukara

GPS-Koordinaten: -13.48336,-71.96212

Wenige km weiter nördlich befinden sich die Ruinen einer ehemaligen Festung auf einer Anhöhe mit Blick ins Tal sowie eine traumhafte Bergwelt: Puka Pukara. Hier sind neben einigen Gebäude-Grundrissen im Wesentlichen nur noch die Befestigungsmauern zu sehen, doch sie geben einen guten Eindruck, wie die Inkas seinerzeit die gewachsene Landschaft und den natürlichen Fels in ihre Festungsarchitektur integriert haben.

Strategisch wurde der Bau seinerzeit so platziert, dass weite Bereiche des Inka-Reiches von hier aus beobachtet werden konnten.

Tambo Machay

GPS-Koordinaten: -13.47893,-71.96743

Tambo Machay befindet sich wenige hundert Meter weiter nordwestlich von Puka Pukara und gilt als Wasserheiligtum der Inka. Über mehrere Terrassen wird das Wasser einer Quelle hier durch Rinnsteine und Wasserbecken geleitet. Auch hier wurde die natürlich gewachsene Landschaft in die Gestaltung der gesamten Anlage integriert.

Auch bemerkenswert: auf dem Hügel gleich gegenüber der Wasser-Terrassen befanden sich Bauwerke, die einen Blick-Kontakt zur nahegelegenen Festung Puka Pukara ermöglichten.

Die Anfahrt zu diesen Ruinenstätten aus Cusco

Für die Anfahrt aus Cusco nutzt du die öffentlichen Busse; das ist am preiswertesten und geht zügig:

  • In Cusco per Busfahrt bis zum Hospital (1 Soles),
  • ab dort mit dem Bus Huerto bis nach Saqsaywaman (1 Soles),
  • nach der Besichtigung zu Fuß (15 min) bis nach Qenko,
  • ab hier per Bus (1 Soles) bis Puka Pukara,
  • von dort zu Fuß (5 min) bis Tambo Machay
  • von hier per Bus (1 Soles) wieder nach Cusco zurück.

So kosten Hin- und Rückfahrt in Summe nicht einmal 2 Euro. Große Wartezeiten entstehen nicht: Die Busse fahren mit wenigen Minuten Abstand am laufenden Band und es gibt keine großen Staus auf der Strecke.

Die Stadt Cusco

Die Stadt Cusco ist für die Besichtigung der meisten Inka Ausgrabungsstätten der beste Ausgangspunkt. Von hier starten die geführten Touren und Tagesausflüge und hier findet jeder Tourist Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen. Dabei ist Cusco allgemein das teuerste Pflaster in Peru.

Doch Cusco lohnt tatsächlich für einen längeren Aufenthalt. Denn die Fülle an historischen Bauwerken im Zentrum der Stadt ist beeindruckend. Wir haben uns Cusco angesehen und in einem separaten Artikel detailliert beschrieben:

Cusco in Peru – die Sehenswürdigkeiten

Weitere Sehenswürdigkeiten in Peru

Neben Machu Picchu und den anderen Ruinen im Einzugsgebiet von Cusco bietet Peru noch eine ganze Palette weiterer Sehenswürdigkeiten:

  • Titicacasee: einer der höchstgelegenen und größten Seen der Welt. Er liegt im Südosten des Landes auf 3700 Metern Höhe. Hier bietet sich auch ein Abstecher auf die bolivianische Seite des Sees an: die schwimmenden Inseln der Urus aus dem Totora Schilf, das an diesem See wächst, sind einzigartig.
  • Choquequirao: -13.39391,-72.86973. Diese Ruinenstätte ist ähnlich umfangreich wie Machu Picchu, allerdings erfordert die Besichtigung einen längeren Fußmarsch über Tage.
  • Ollantaytambo: -13.25582,-72.26639. Eine Festung, die unvollendet blieb, im Nordwesten von Maras.
  • Moray: Eine runde Senke mit 13 Stufen, -13.329167, -72.195556, 8 km westlich von Maras. Hier tüftelten die Inka an ihrer Landwirtschaft.
  • Canon del Pato: eine Felsenschlucht im Norden von Peru mit außergewöhnlichen Dimensionen.
  • Salinas del Maras: -13.3000,-72.1561. Hier wird im großen Stil Salz gewonnen. Dabei bilden die unendlich vielen Salzpfannen einen außergewöhnlichen Anblick.
  • Kanamarka: GPS-Koordinaten: -14.7625,-71.333333. Gut erhaltene Häuser-Ruinen, östlich von Espinar.
  • Huchuy Qosqo: GPS-Koordinaten: -13.3663, -71.9451. Große Anlage im Norden von Cusco, aber ein mühsamer Zubringerweg.
  • Machu Colco: GPS-Koordinaten: -13.363333,-72.063611. Anlage mit 14 Terrassen im Nordwesten von Cusco.

Das könnte dich ebenfalls interessieren

Dieser Beitrag „Alternativen zu Machu Picchu“ enthält sehr viel wertvolle Information, mühsam zusammengetragen und sorgfältig aufbereitet. Du erhältst diese Infos kostenlos. Wenn dir der Beitrag gefallen hat, freuen wir uns. Als kleines Dankeschön könntest du weiterhin auf unserem Blog stöbern oder unseren Newsletter abonnieren.

Nichts mehr verpassen:  Newsletter abonnieren

Kommentare sind geschlossen.