Die Iguazú-Wasserfälle in Südamerika

Eine der größten Natur-Sehenswürdigkeiten in Südamerika sind ohne Zweifel die Iguazú-Wasserfälle. Sie zählen zu den größten Wasserfällen der Welt. Wir haben sie im Rahmen unserer Radreise besichtigt und waren sehr beeindruckt. Unser Bericht:

Lage und Größe der Iguazú-Wasserfälle

Im Nordosten von Argentinien bildet der Fluss Iguazú (aus der guaranischen Sprache: großes Wasser) die Grenze zwischen der argentinischen Provinz Misiones und dem brasilianischen Bundesstaat Panará. Und ca. 25 km vor der Mündung des Iguazú in den Rio Paraná stürzen die Wassermassen auf fast 3 km Breite in vielen großen und kleinen Wasserfällen zwischen 60 und 80 m in die Tiefe.

GPS-Koordinaten: -25.6827,-54.4545

Sowohl von argentinischer als auch von brasilianischer Seite aus können die Wasserfälle besichtigt werden. Das gesamte Terrain ist allerdings sehr zerklüftet. Daher gibt es nicht nur einen Zugangsweg, sondern eine Vielzahl von Besichtigungsplattformen, insbesondere auf der argentinischen Seite der Wasserfälle.

Auf beiden Seiten wurden Nationalparks eingerichtet und in beiden Ländern, Argentinien und Brasilien, zählen die Wasserfälle zum UNESCO-Welterbe.

Die argentinische Seite der Iguazú-Wasserfälle

Ausgangspunkt für eine Besichtigung der „Cataratas del Iguazú“ auf der argentinischen Seite ist die Stadt Puerto Iguazú. Von hier erreicht man den Eingang zum Besichtigungsgelände am besten per Bus (Hin- und Rückfahrt für 170 Peso in 2018) über die RN12 und die RN101.

Im Park gibt es ein System an Stich- und Rundwegen (Circuito Superior, Circuito Inferior) sowie eine Bahnlinie (Tren de la Selva), deren Nutzung im Eintrittspreis inbegriffen ist.

Ebenso im Preis inbegriffen ist die Überfahrt zur Insel San Martin, die einem weitere Aussichts-Perspektiven bietet.

Die spannendste Stelle im Park ist mit Abstand die Garganta del Diablo (Teufelsschlund), wo sich die Aussichtsplattform unmittelbar an der Abbruchkante befindet. Der Ausblick in die U-förmige Formation ist atemberaubend, man erlebt das ohrenbetäubende Rauschen der Wassermassen, die in die Tiefe stürzen und mit jeder Windböe den aufsteigenden Sprühnebel, der einen in kurzer Zeit durchnässt.

Der Eintrittspreis für den Park lag 2018 bei 600 Peso. Wegen der relativ großen Entfernungen zwischen den einzelnen Aussichtspunkten ist die Besichtigung mindestens ein Tagesprogramm. Ein 2. Besichtigungstag ist zum halben Preis zu haben, wenn man das am ersten Tag an der Kasse ankündigt.

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle (1)

 

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle (2)

 

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle (3)

 

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle (4)

 

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle (5)

 

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle (6)

 

Unser Youtube-Video: Iguazú-Wasserfälle per Boot

 

Die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle

Hier bildet die Stadt Foz do Iguaçu den Ausgangspunkt für die Besichtigung der „Cataratas do Iguaçu“. Von hier führt die Av. das Cataratas (469) zum Park. Bis zu den Wasserfällen führt dann ein Panoramaweg und man genießt einen traumhaften Blick auf die gesamte Wasserfall-Kette, insbesondere in die Garganta del Diablo, wenn auch aus einiger Entfernung. Für die Besichtigung von brasilianischer Seite reichen 2-3 Stunden. Der Weg ist sehr überschaubar.

Per Bus kann man vom lokalen Busbahnhof (Terminal de Omnibus) in Foz do Iguaçu aus zum Besichtigunspark fahren. Innerhalb des Parks verkehren Shuttlebusse, deren Nutzung im Preis inbegriffen sind.

Bootsfahrten am Fuße der Wasserfälle

Zusätzlich werden auch noch Fahrten mit Ausflugsbooten angeboten. Die Boote fahren von unten an die herunterstürzenden Wassermassen heran und bieten dem Besucher ein äußerst nasses Erlebnis aus nächster Nähe. Allerdings gab es in der Vergangenheit hierbei mehrfach Bootsunfälle, bei denen einige Touristen ums Leben kamen.

Die Tierwelt im Bereich der Iguazú-Wasserfälle

Zum Rahmenprogramm gehört bei der Besichtigung der Wasserfälle auf jeden Fall auch die Tierwelt.

Da gibt es vor allem die vielen südamerikanischen Nasenbären. Sie sind niedlich, aber auch gefräßig. Sie machen sich an den Taschen und Rucksäcken der Besucher zu schaffen, wenn man nicht höllisch aufpasst. Dabei können sie auch ganz schnell lästig werden, wenn man sich zur Brotpause irgendwo niedergelassen hat. Dann versammeln sich nämlich ganze Rudel um einen und sind sehr aktiv bei der Suche und der Beschaffung von Nahrungsmitteln. Unseren Rucksack haben sie auch angeknabbert, als ich noch nicht einmal eine Minute auf der Bank an der Zughaltestelle saß.

Und man muss aufpassen: Die niedlichen Tierchen haben scharfe Zähne und können beißen. Es sind halt Raubtiere. Die Warntafeln hängen nicht ohne Grund an allen möglichen Stellen im Park. Da hat wohl schon mancher Tourist tiefe Bisswunden davon getragen.

In den Bäumen klettern viele Affen herum. Auch sie wissen natürlich, dass es bei den Besuchern immer etwas zu essen gibt.

Ebenso sind einige bunt gefiederte Vögel sehr zutraulich, wenn die Besucher ihre Snacks auspacken.

Es wimmelt an manchen Stellen (und nicht nur am Iguazú) nur so von Schmetterlingen in schillernden Farben. Es soll mehrere 100 verschiedene Arten hier in den Nationalparks geben. Und einige Exemplare sind ebenfalls sehr zutraulich. Sie setzen sich auf die Schulter oder sogar auf eine ausgestreckte Hand.

An der Garganta del Diablo erlebt man viele Rußsegler, die in den Felswänden hinter dem Wasservorhang nisten und offensichtlich ihren Spaß haben, wenn sie durch den weiten Raum mit tosendem Wasser und aufsteigendem Sprühnebel schweben.

Der Parque das Aves – ein außergewöhnlicher Vogelpark

Ebenfalls auf brasilianischer Seite gibt es auf halber Strecke zwischen Foz do Iguaçu und den Cataratas do Iguaçu einen außergewöhnlichen Vogelpark: den Parque das Aves.

Hier lassen sich die exotischsten Vögel aus nächster Nähe beobachten: Flamingos, Tukane, den Kasuar und vor allem Papageien in allen Farben und Größen. Insbesondere die großen Aras ziehen eine beeindruckende Show ab: sie fliegen dicht über den Köpfen der Besucher hinweg und veranstalten eine ziemlich laute Geräuschkulisse.

In unserem Artikel  Parque das Aves  stellen wir den Park im Detail vor.

 

 

Weitere Infos zu Argentinien, Brasilien, Chile und Paraguay

 

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