Argentinien West 2018 – Reisebericht

Am 19.10.2018 waren wir nach fast 90 Tagen Aufenthalt in Argentinien über Bolivien ausgereist und am selben Tag wieder nach Argentinien West eingereist. Durch diesen Grenzgang konnten wir unsere Aufenthaltserlaubnis kostenfrei verlängern. Die Alternative wäre eine Verlängerung im Office of Migration gewesen, doch das hätte uns 135 € gekostet.

Nach einer mehrwöchigen Winterpause im Norden von Argentinien hatten wir nun Patagonien und den Süden von Südamerika auf dem Plan stehen. Dafür bieten die Südsommer-Monate Dezember bis Februar das günstigste Klima.

Auf den weiten Überlandstrecken Richtung Süden wollten wir dabei trampen, weil die Straßen für Radler sehr gefährlich sind (die LKWs und Busse rasen hier mit 100 km/h oder sogar mehr ohne nennenswerten Seitenabstand an einem vorbei) und es über sehr weite Distanzen keine Dörfer und auch kein Trinkwasser gibt. Auf manchen Strecken verkehren allerdings auch nur wenig Fahrzeuge, die sich für eine Mitnahme eignen würden. Da waren wir gespannt, wie erfolgreich wir beim Trampen sein würden.

Unsere Route durch Argentinien West auf OpenStreetMap

© OpenStreetMap-Mitwirkende

Samstag, 20.10.18 – Montag, 22.10.18

Hinter uns lagen einige turbulente Tage: die 630 km Fahrt von Resistencia nach Tucuman in nur 2 Tagen, die späte Erkenntnis, eine 90-tägige Aufenthaltsverlängerung in Argentinien nur gegen eine sehr hohe Gebühr in Anspruch nehmen zu können und die 2-Tages-Tramp-Aktion samt Fahrrädern von Tucuman zur bolivianischen Grenze und zurück, immerhin ebenfalls 1200 km Strecke. Doch es hatte alles unerwartet glatt funktioniert.

Jetzt waren wir deutlich entspannter. Wir hatten nun ausreichend Zeit, um in Ruhe per Fahrrad über San Fernando del Valle de Catamarca, San Juan, Mendoza, San Rafael und San Martin de los Andes bis nach Chile zu reisen, wo wir in Dezember/Januar auf der Carretera Austral in den Süden von Patagonien vordringen wollten.

So blieben wir noch 3 Tage bei unserem Gastgeber in Tucuman. Weil ein Wochenende in unseren Aufenthalt fiel, waren wir prompt eingeladen zu einem Asado bei den Eltern unseres Gastgebers. Dort erfuhren wir, dass sie an diesem Sonntag hier in Argentinien Muttertag feiern.

Die 2-stündige Anfahrt per Auto war zwar anstrengend, aber dafür erlebten wir diesmal ausgedehnte Tanzeinlagen: Salsa, Chacarera und Samba de Brasil. Sogar die 80-Jährigen in der Familie schwebten noch über die Tanzfläche, ebenso der 12-jährige Nachwuchs. Man merkte sehr schnell, dass Folklore und Tanz hier in Argentinien einen festen Platz in der Kultur haben, ebenso wie das Asado.

Aufregung gab es lediglich noch einmal, als Annett vom Einkauf aus der Stadt zurückkam. Die Eingangstüre ließ sich nicht öffnen, weil unser Gastgeber den Wohnungsschlüssel mitgenommen hatte (Tucuman ist ja nicht ganz ungefährlich). So kam sie nicht rein und ich konnte ihr von innen nicht die Türe öffnen.

Annett versuchte, unseren Gastgeber per Telefon zu erreichen, doch das blieb erfolglos. Dann suchte ich die halbe Wohnung nach einem 2. Schlüssel ab und probierte so ziemlich sämtliche Schlüssel aus, die ich in der Wohnung vorfand. Tatsächlich war dann irgendwo ein Schlüssel dabei, der passte. Annett war sowieso schon leicht genervt, weil der Kassierer im Supermarkt tatsächlich versucht hatte, sie beim Bezahlen um 100 Peso zu betrügen.

Dienstag, 23.10.18

Wir verließen Tucuman am späten Vormittag, leider bei Regen, und machten uns auf den Weg Richtung San Fernando del Valle de Catamarca im Süden. Am späten Nachmittag erreichten wir Concepcion. Ab hier lagen nun 160 km ohne Zivilisation vor uns. Zudem enthielt die Strecke 1000 Höhenmeter: Ein Pass lag auf der Hälfte der Strecke.

So stellten wir uns zum Trampen an den Verteilerkreis im Süden der Stadt und hofften auf eine Mitfahrgelegenheit. Doch da fand sich keiner, der mehr als nur 10 km auf dem Plan hatte. Dann hielt plötzlich ein Pickup und die Fahrer, Sonia & Miguel, luden uns spontan zur Übernachtung in ihr Gästehaus in der Stadt ein. Für heute wäre es schließlich schon viel zu spät für die Weiterfahrt. Wir waren sprachlos.

Im Hinblick auf das regnerische Wetter nahmen wir das Angebot sofort ohne zu zögern an. Wir folgten per Fahrrad ihrem Wagen, doch schon an der ersten Kreuzung hatten wir sie verloren. Wegen dem dichten Feierabendverkehr konnten sie wahrscheinlich auch nirgendwo anhalten, um auf uns zu warten. Nach einigen Minuten Ratlosigkeit fuhren wir also enttäuscht wieder zurück auf die Hauptstraße und richteten uns wieder auf die Fortsetzung unserer Fahrt ein. Das war jetzt ganz dumm gelaufen. Schade.

Nach 15 min tauchte der Pickup dann doch wieder auf und Sonia & Miguel fingen uns auf der Straße ab. Es war tatsächlich der dichte Verkehr gewesen, der sie im Stadtverkehr daran hinderte, auf uns zu warten. Wir luden nun unsere Fahrräder auf die Ladefläche und fuhren in ihrem Auto mit bis nach Hause. Jetzt konnte nichts mehr schiefgehen.

Unsere Fahrräder deponierten wir in einem Geschäft im Erdgeschoss, während wir im ersten Stock des Hauses eine riesige Wohnung mit allen Annehmlichkeiten beziehen durften. Und wir bekamen angeboten, morgen früh per Auto bis nach San Fernando kutschiert zu werden. Das war unglaublich.

Mittwoch, 24.10.18

Es regnete immer noch. Nicht viel, aber kontinuierlich. Nach dem Frühstück holten uns Sonia & Miguel ab und sie fuhren mit uns nach einem gemeinsamen Besuch bei Sonias Mutter tatsächlich per Pickup bis nach San Fernando. Es gab keine Stadt, kein Dorf nicht einmal eine Tankstelle auf der Strecke. Dafür ging es auf halber Strecke über 1000 Höhenmeter kontinuierlich hoch in den Berg. Dabei fuhren wir im oberen Drittel durch die dichte Bewölkung. Mit Sichtweite unter 50 m wäre das per Fahrrad nicht nur nass-kalt, sondern auch sehr gefährlich gewesen ohne Seitenstreifen. Da waren wir froh, dass uns das erspart blieb.

Direkt hinter der Passhöhe erwartete uns schlagartig ein völlig anderes Klima: hier fiel kein Regen mehr, es war nur noch leicht bewölkt und 10 °C wärmer. Die Berghänge trugen nicht mehr dichten Regenwald, sondern waren relativ kahl. Es glich eher einer wüstenartigen, trockenen Steppe.

Dann erfuhren wir, dass der Übergang vom Bezirk Tucuman zum Bezirk Catamarca hier tatsächlich eine Wetterscheide darstellt: in Tucuman viel Regen, Catamarca dagegen sehr trocken und warm.

In San Fernando gingen wir zum Abschied noch gemeinsam essen und wir schauten uns einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt an: die Catedral Basilica, den Templo San Francisco und einige nette Parks.

Donnerstag, 25.10.18 – Samstag, 27.10.18

Bei unserem Warmshowers-Kontakt Roberto & Alicia hatten wir ursprünglich nur 1 oder 2 Nächte eingeplant, doch die Einladung eines Familienmitglieds zu einem Besuch der städtischen Mountainbike-Schule am Samstag erweiterte unseren Aufenthalt um weitere 2 Tage. Dadurch war auch Gelegenheit, sich einiges mehr in der Stadt anzusehen:

Die Gruta Virgen del Valle (eine Kapelle, die Jungfrau Maria, der Kreuzweg und unzählige Gedenktafeln in den Felswänden), die Iglesia del Senor de los Milagros und der kleine Stausee Dique el Jumeal am Rand der Berge im Westen.

Am Samstag begleiteten wir die Familie zur besagten MTB-Schule. Es wurde tatsächlich beeindruckend: im Nordosten von San Fernando haben sie auf einem Berghügel einen MTB-Trainings-Parcours angelegt und bieten dem Nachwuchs aus der ganzen Stadt seitdem regelmäßig eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Schulung im Mountainbike Fahren unter Anleitung professioneller Lehrer. Der 6 km lange Parcours wird sogar für Meisterschaften genutzt, so professionell ist er angelegt. Mittlerweile zählen sie über 100 Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren hier in der Gruppe.

Unser Video auf Youtube:  MTB-Parcours

Der Radsport erfreut sich in Argentinien tatsächlich wachsender Beliebtheit, auch wenn Verkehr, Straßenverhältnisse und das Verhalten der meisten Verkehrsteilnehmer diesem Sport eher wie Feinde gegenüberstehen. Ich wünschte, wir hätten daheim einen solchen MTB-Trainingspark in unserem Städtchen.

Sonntag, 28.10.18 – Dienstag, 30.10.18

Am Sonntag fuhren wir weiter und Roberto & Alicia begleiteten uns nun für die kommenden 3 Tage bis La Rioja mit ihren Fahrrädern. Das waren 160 km trockene Steppe mit wenig Verkehr und lediglich einer Kleinstadt auf dem ersten Drittel des Weges. So fuhren wir ausnahmsweise einmal zu viert.

Der Aufbruch am Sonntag verlief dabei etwas hakelig, denn Roberto hatte auf dem ersten km einen Plattfuß und nach weiteren 7 km nach einem lauten Knall einen seitlichen Riss am Hinterradreifen und erneut einen Plattfuß. Ein neuer Mantel musste her. Roberto reparierte den Mantel provisorisch mit einem Stück Schlauch und Sekundenkleber und baute den beschädigten Mantel ans Vorderrad, um ihn zu entlasten, denn erst in Chumbicha in 60 km Entfernung würde er Ersatz kaufen können. Gut, dass es hier auf der Strecke überhaupt Ersatz gibt. Das ist nicht selbstverständlich. Genau das ist auch der Grund, weshalb ich gerne einen Faltmantel als Ersatz für unsere Bikes mit im Gepäck habe, wenn er auch schwer und voluminös ist.

Entlang des Weges staunten wir nicht schlecht über die vielen baumhohen Kakteen mit ihren leuchtenden, rot-gelben Blüten. Tatsächlich muss Catamarca eine trockene Region sein. Die für eine solche Region obligatorische Hitze bekamen wir auch prompt über die beiden nächsten Tage zu spüren. Es gab nur sehr selten einen Baum, unter dem wir eine schattige Kurzpause einlegen konnten. Auch die Wasserversorgung war nicht einfach. Unser Wasservorrat war schnell aufgebraucht bei den herrschenden 37 °C.

In Chumbicha beendeten wir wie geplant unsere erste Etappe und Roberto organisierte uns ein kleines leerstehendes Haus als Schlafplatz. Es ersparte uns zwar den Zeltaufbau, aber so hatten die vielen Mücken in der Nacht leichtes Spiel mit uns. Dabei boten wir natürlich mächtig viel Angriffsfläche, denn für den Schlafsack war es viel zu warm über die gesamte Nacht.

Am Montag hatten wir La Rioja als Ziel angepeilt. Das waren 90 km Strecke. Doch der heftige Gegenwind in Verbindung mit der gnadenlosen Hitze machte uns derart zu schaffen, dass wir in der Mittagszeit für eine kleine Schlafpause aus der Sonne flüchteten. Aus der kleinen Pause wurde dann doch eine große und so reichten die letzten beiden Stunden Tageslicht letztendlich nicht mehr aus, um das für heute gesteckte Ziel zu erreichen. Kurz vor Sonnenuntergang suchten wir uns daher 40 km vor La Rioja einen Zeltplatz an der Straße. Nur gut, dass wir an einem einzelnen Haus noch Wasser holen konnten, sonst wären wir heute Abend trocken gelaufen.

Am Dienstag setzten wir unsere Fahrt gegen ungewöhnlich starken Gegenwind fort und erreichten am späten Vormittag, völlig entkräftet von Hitze und Gegenwind, La Rioja. Der einzige Warmshowers-Kontakt im Ort erwies sich als Flop, doch bei den Bomberos gab es sofort eine Zusage für einen Schlafplatz, obwohl wir zu viert waren.

Mittwoch, 31.10.18

Nach dem Frühstück trennten sich unsere Wege wieder: Alicia & Roberto fuhren zurück Richtung San Fernando und wir hatten für heute den Park El Chiflon auf dem Programm stehen. Eine sagenhafte Felsenkulisse zu beiden Seiten der Straße, ähnlich wie Monument Valley, wenn auch nicht so riesig.

Unsere Videos auf Youtube zu El Chiflon:

Clip1    Clip2

Hier trifft man auch auf eine ganz ausgefallene Gedenkstätte direkt am Straßenrand:

Zu Ehren der Difunta Correa wurde hier eine unüberschaubar große Menge voller Wasserflaschen niedergelegt. Hier verdurstete im 19. Jh. die junge Mutter Deolinda Correa auf dem Weg durch die Wüste in der Mission, ihren Mann aus einem Militäreinsatz zu retten. Lediglich ihr Baby überlebte.

In der Anfahrt auf El Chiflon verstecken sich ab Patquia insgesamt 700 Höhenmeter, sodass wir letztendlich auf 1100 m Höhe in dem Dorf Los Baldecitas auf Zeltplatzsuche gingen. Da wurde es in der Abenddämmerung schon merklich kühler, als in der Ebene in den letzten Tagen.

Es war nicht einfach, hier einen Zeltplatz zu finden. Wir versanken in tiefem, klebrigem Sand, sobald wir die Asphaltstraße verließen und mussten auf sandigen Untergrund aufbauen. Wir beschwerten die gesetzten Häringe mit Steinen, damit sie nicht gleich mit dem ersten Windzug wieder aus dem weichen Sand gerissen würden. Dabei bemerkten wir leider viel zu spät, dass es hier auf dem Boden vor kleinen Dornen nur so wimmelte. Gift für unsere Thermarest-Matten. Hoffentlich geht das mal gut.

Donnerstag, 01.11.18

Es ging natürlich nicht gut. Meine Schlafmatte war platt am Morgen. Mindestens einer dieser Dornen hatte sich ein Loch in meine Matte gebohrt. Damit war meine Laune für den Tag erst einmal gedämpft. Ich suchte vor dem Zeltabbau noch nach dem Übeltäter und konnte so durch den Fund zumindest meinen Suchbereich auf der Matte etwas eingrenzen. Für die heutige Mittagspause stand also die Reparatur auf dem Plan.

Ansonsten erinnerten unser Innenzelt und die Apsis eher an einen Sandkasten als an einen Schlafplatz. Der Wind hatte den ganzen Sand, den wir ins Zelt verschleppt hatten, mittlerweile gleichmäßig verteilt.

Wir nutzten die angenehmen morgendlichen 17 °C und radelten durch das Valle de la Luna, einen Teil des Ischigualasto Parks. Ursprünglich wollten wir den Talampaya Park an der RN76 weiter nördlich besichtigen. Doch einen Eintrittspreis von 800 bis 1000 Peso (laut Touristen Info in Los Baldecitas) waren wir nicht bereit zu zahlen. Das war Wucher.

Die Fahrt durch das Valle de la Luna entlang der RN150 Richtung Huaco ist dagegen kostenfrei und das Panorama ist hier ebenfalls grandios: 10 km hinter Los Baldecitas schlängelt sich die Straße über ca. 40 km Strecke durch eine Stein- und Gebirgswüste mit schroffen, skurrilen Formen in schillernden Farben.

Hier erlebten wir auch einige Guanakos, die kleinen Kamele Südamerikas in freier Wildbahn.
Der Rückenwind ließ uns dabei vergessen, dass es auf den ersten 20 km fast stetig ganz leicht bergauf ging.

Ab dem Scheitelpunkt folgten dann 20 km traumhafte Abfahrt über Serpentinen mit mehreren Tunneln. Eine faszinierende Landschaft. Allerdings gab es auf den insgesamt 50 km bis zur Talsohle keine Pausenstelle, kein Dorf, kein Haus und auch kein Wasser.

Unsere Videos auf Youtube zum Valle de la Luna:

Clip1    Clip2    Clip3    Clip4

Das erste und einzige Haus mit Wasser und Schatten war tatsächlich die Ranger-Zentrale des Ischigualasto Parks am westlichen Übergang in die Talebene. Nach einer ausgedehnten Pause und der Reparatur meiner Matte nahmen wir die verbleibenden 50 km bis Huaco in Angriff.

Das wäre mit dem Rückenwind des Vormittags auch kein mühsames Unterfangen gewesen. Doch der Wind blies im Tal aus der entgegengesetzten Richtung. Da war schnell absehbar, dass wir die Zivilisation nicht mehr bei Tageslicht erreichen würden. Trampen war fast unmöglich, denn es fuhren auf dieser Strecke maximal 2 Autos pro Stunde. Und dennoch konnte ich einen halb beladenen Pickup anhalten und zumindest Annett samt unserem gemeinsamen Gepäck schon nach Huaco mitnehmen lassen.

Ich gab derweil per Fahrrad ohne Gepäck Vollgas und war ziemlich frustriert, als ich nach nur 10 min am Vorderrad einen Plattfuß bemerkte. Flickzeug und Pumpe hatte ich zwar dabei, doch Zeit für eine Reparatur wollte ich jetzt nicht gerade investieren. Ich half mir mit mehrmaligem Aufpumpen und hoffte auf einen weiteren Pickup. Doch da tat sich auf insgesamt 40 km Strecke gar nichts. Kein einziges Auto kam vorbei.

Völlig ausgebrannt durch die 100 km Tagesstrecke, die permanente Sonnenstrahlung und die 40 km Spurt im Finale erreichte ich Huaco kurz vor der Dunkelheit und traf Annett samt Gepäck am vereinbarten Treffpunkt, dem Hospital.

Zeit für eine aufwändige Zeltplatzsuche hatten wir nicht mehr. Also fragten wir spontan im Hospital und durften nebenan auf einer Wiese das Zelt aufbauen. Nach einer Viertelstunde bot uns der Nachtdienst dann tatsächlich ein Zimmer im Hospital an. Dusche, Küche, Licht, Strom, … sogar die Waschmaschine durften wir nutzen. Das war ein unerwarteter, angenehmer Tagesabschluss.

Freitag, 02.11.18

Pünktlich zur Schichtübergabe um 7 Uhr waren wir abfahrbereit, so wie wir es gestern versprochen hatten. Dann stand erst einmal die Reparatur an meinem Rad an. Das Loch im Schlauch war schnell gefunden und so fuhren wir um 8 Uhr in die Berge im Westen von Huaco: Mirador de la Cuesta de Huaco. Landschaftlich ebenso spektakulär wie die vergangenen 2 Tage, aber deutlich mühsamer: es lagen viele Höhenmeter auf dem Weg.

Nach ca. 30 km hat man die Berge hinter sich und fährt durch ein weites Tal bis nach San Jose de Jachal. Uns traf auf diesem Wegabschnitt ein extrem heftiger Gegenwind mit voller Kraft. Es gab immer wieder Sturmböen, die uns schlagartig bis zum Stillstand abbremsten und zum Schieben zwangen. Bei manchen Böen ging noch nicht einmal das Schieben, so heftig war der Winddruck. Der aufgepeitschte Sand brannte auf der Haut und es knirschte ständig zwischen den Zähnen. Immer wieder wirbelten riesige Windhosen über die Straße. Wir brauchten für 10 km Strecke ganze 2 Stunden.

Auch die Pause in San Jose de Jachal war kein Vergnügen. Es gab keinen Platz, an dem man nicht ständig mit Staub- und Sandwolken eingenebelt wurde, denn der Sturm zog natürlich auch durch die Straßen der Stadt.

Als wir nach der Pause die Stadt Richtung Osten verließen, erlebten wir das krasse Gegenteil zum Hinweg: jetzt schob uns der Rückenwind ganze 6 km Strecke mit ca. 35 km/h, ohne das wir auch nur ein einziges Mal in die Pedale treten mussten.

Nach einer 90-Grad-Kurve änderte sich das aber wieder schlagartig. Die folgenden 150 km bis San Juan wollten wir auf keinen Fall gegen diesen Wind ankämpfen. Zumal es auf dieser Strecke nur eine einzige Tankstelle, sonst jedoch wieder einmal kein Haus und auch kein Wasser gibt. Bei der aktuellen Hitze brauchen wir im Schnitt schließlich mehrere Liter Trinkwasser über den Tag. Also wollten wir trampen.

Fürs Trampen benötigt man natürlich Verkehr. Und genau den gab es hier nicht wirklich. Ganze 5 Autos pro Stunde zählten wir. Da war es fast ein Wunder, dass wir trotzdem einen Pickup fanden, der uns mitnahm. Zumindest bis zur ersten Polizeikontrolle in 20 km Entfernung. Denn in dem Fahrerhaus mit nur einer Sitzreihe war neben den 3 Personen kein Platz mehr für uns. Und die Mitnahme von Personen auf der Ladefläche ist offiziell nicht erlaubt.

Beim Verladen unserer Fahrräder kamen mir allerdings Zweifel: neben den beiden großen Ölfässern war kaum Platz und die Ladeklappe schloss nur auf einer Seite. Doch die Jungs waren da sehr zuversichtlich und letztendlich passte auch alles. Und wir sollten dann plötzlich doch vorne Platz nehmen. Das wurde ganz schön eng: zu 5 Personen auf 3 Sitzen. Doch nach einigen km hatte jeder irgendwie eine halbwegs erträgliche Position für seine Arme und Beine gefunden und wir alle nahmen es mit viel Humor. Für die geplanten 20 km würde es schon gehen.

Weil dann an der gefürchteten Polizeikontrolle keine Beamten kontrollierten, gab unser Fahrer danach Gas und fuhr uns tatsächlich bis nach San Juan. Die gesamten 150 km. So saßen wir also tatsächlich anderthalb Stunden in dieser Art „Presspassung“ dicht an dicht.

Unterwegs sahen wir, wie der starke Seitenwind über die Straße fegte und zu beiden Seiten der Straße immer wieder Windhosen den Sand in die Luft wirbelten. Eine Fahrt per Fahrrad wäre da nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich geworden.

Wir waren überglücklich für die Mitnahme, denn nach dem gestrigen Tag und den heutigen Strapazen fehlte uns tatsächlich die Kraft. Wir waren ziemlich platt. Lediglich unsere Packtaschen sahen nach der Fahrt aus wie nach einem Einsatz auf der Bohrinsel. Das war dann unser Preis für die Mitnahme. Doch mit ein wenig Nitroverdünnung wird das schon wieder sauber.

In San Juan fuhren wir nur noch zu dem vor Tagen arrangierten Warmshowers-Kontakt, bauten im Garten das Zelt auf und waren früh am Abend im Schlafsack.

Samstag, 03.11.18 – Dienstag, 06.11.18

Die letzten beiden Tage hatten Kraft gekostet. Da tat eine Verschnaufpause gut. So konnten wir uns regenerieren und auf die bevorstehenden Wochen in Patagonien vorbereiten.

Etwas frustriert stellte ich fest, dass meine Schlafmatte immer noch Luft verlor. Also gab es noch ein weiteres Loch. Der Luftverlust war allerdings so gering, dass ich schon aus Erfahrung wusste, dass ich dieses Löchlein nur finden würde, wenn ich die Matte unter Wasser tauche wie einen Fahrradschlauch.

Am Dienstag wollten wir relativ früh am Morgen Richtung Mendoza weiterfahren. Doch da kamen uns wieder einige Hürden dazwischen:

  1. Ich hatte einen Plattfuß (den ich erst am Dienstagmorgen entdeckte)
  2. Nach der Reparatur entwich beim Aufpumpen am Ventilflansch Luft: Der Schlauch war nun also tatsächlich hin. Ich zählte noch stolz die Anzahl der Flicken auf diesem Schlauch durch, bevor ich ihn ins Jenseits beförderte: 13 Stück. Aha! Da ist also doch etwas dran an dieser „Unglückszahl“, dachte ich bei mir. Wie gut, dass wir immer einen Ersatzschlauch im Gepäck mitführen. Aber schade um die investierte Zeit bei der Reparatur in der vergangenen Stunde.
  3. Jetzt stand natürlich auch noch ein Besuch im Bikeshop an, um einen neuen Ersatzschlauch zu kaufen.
  4. Bargeld am ATM ziehen dauerte auch seine Zeit: in 2 Banken mit insgesamt 5 Geldautomaten funktionierte kein einziger. Es frustrierte nicht nur mich, sondern auch die vielen Argentinier, die vor und hinter mir Schlange standen.

So waren wir letztendlich erst um 13 Uhr auf der Straße. Dafür klappte die Tramp-Unterstützung ab dem Ortsausgang besser als erwartet: nach nicht einmal einer Minute hielt ein Lieferwagen und nahm uns mit. Er kannte die Strecke und wusste, dass sie für Radler zu gefährlich war. Noch dazu auf 160 km Strecke kein Haus, kein Wasser, keine Zivilisation. So erreichten wir am Nachmittag Mendoza und nutzten die letzten Stunden des Tages, um uns die Stadt und einige der vielen, schönen Parks anzusehen.

Mittwoch, 07.11.18 – Montag, 12.11.18

Nach ein paar Tagen in der Stadt fuhren wir weiter Richtung San Rafael und erwischten prompt einen waschechten Regentag. Das Thermometer sank auf 13 °C und zum Regen wehte uns ein kräftiger Gegenwind ins Gesicht. Vor 2 Tagen jammerten wir noch über die schwülheißen 35 °C. So schnell ändert sich das hier.

Es dauerte nicht lange, da waren wir ziemlich zermürbt und entkräftet. Als der Seitenstreifen der Fahrbahn dann nur noch aus grobem Schotter bestand, versuchten wir zu trampen. Es dauerte auch nicht lange, da nahm uns ein Pickup mit. Er hatte zwar mächtig viel geladen, doch irgendwie passten unsere Räder doch noch seitlich dazwischen. Unser Glück, denn über die kommenden 150 km bis San Rafael regnete es pausenlos.

Weiter wollten wir heute nicht mehr fahren, das war uns zu riskant. Zu nah war die Nacht und zu weit entfernt die nächste Stadt. Der einzige brauchbare Warmshowers-Kontakt hatte abgesagt, die Bomberos erlaubten keine Übernachtung, doch die Polizei arrangierte für uns gleich eine Übernachtung in der Jugendherberge am Stadtrand. Sie eskortierten uns per Streifenwagen dann auch gleich zum besagten Hostel. Um uns nicht zu verlieren, fuhr der Streifenwagen so langsam, dass wir öfter bremsen als strampeln mussten. Das war nicht nur nervig, sondern vor allem auch nicht gesund für unsere Felgen. Denn der nasse Schlamm schmirgelte über unsere V-Brake permanent an der Felge.

Unterwegs gesellte sich noch ein Radler aus der Stadt zu uns. Nach einigen Minuten Unterhaltung wollte er uns eine Übernachtung anbieten. Da mussten wir nun leider dankend ablehnen. Wir hatten ja schon für die Jugendherberge zugesagt. Ist manchmal schon kurios: Erst findet man nichts und kurze Zeit später hat man plötzlich die Wahl zwischen mehreren Alternativen.

Dienstag, 13.11.18

Im Hostel durften wir die Küche nutzen und bekamen zum Abschied noch eine kleine Wegzehrung in die Hand gedrückt: Pan Casero, frisch gebacken. Dann machten wir uns auf den Weg nach Malargüe. Unterwegs erlebten wir erstmalig eine Gruppe Gauchos, die gerade mit ihren Pferden für einen größeren Trip aufbrachen. Geschätzte 25 Reiter.

Als im Laufe des Tages der Wind drehte und uns ab jetzt ein heftiger Gegenwind mit extremen Sturmböen ins Gesicht blies, reduzierte sich unser Fahrtempo schlagartig auf 1 km/Stunde (gemessen!). Die Weiterfahrt per Rad war unmöglich. Also ließen wir uns wieder mitnehmen von einem Pickup.

Das Verladen war diesmal aber nicht ganz einfach. Es brauchte 3 Versuche, neben unserem ganzen Gepäck auch das 200 Liter-Kunststofffass des Fahrers so zu deponieren, dass es nicht bei der ersten Böe über die Reling flog. Nur gut, dass es in dieser Zeit keinen Verkehr hier gab. Ist schließlich nicht ungefährlich, wenn ein großes Kunststofffass im hohen Bogen über die Fahrbahn segelt.

Mit dem heftigen Wind kam auch direkt eine deutliche Abkühlung daher. So hatten wir in den Abendstunden gerade einmal 13 °C. Morgens schwitzten wir noch bei über 30 °C.

Ausnahmsweise bauten wir heute einmal auf einem offiziellen Campingplatz unser Zelt auf. Die heiße Dusche wärmte uns dann auch gleich wieder auf.

Mittwoch, 14.11.18

Der Gegenwind blieb uns auch heute treu und machte uns das Radeln zur Hölle. Bei jeder Böe mussten wir anhalten und mit geschlossenen Augen und gezogenen Bremsen auf das Ende der Böe warten.

Da wurde sogar das Verladen unserer Fahrräder auf einem Pickup schwierig: Eine kräftige Windböe brachte gleich beide Fahrräder zu Fall, während wir auf der Ladefläche zu Gange waren und unsere Sitzpads wehten davon. Ich rannte sofort hinterher, fand aber lediglich drei der Pads in den Büschen wieder, das vierte blieb für immer verschollen.

Unsere Videos auf Youtube zum Wind:   Clip1    Clip2

Nach einer Pause in Bardas Blancas drehte der Wind für kurze Zeit und plötzlich schob er uns über die folgenden 10 km so heftig, dass wir nicht ein einziges Mal pedalieren mussten und dennoch permanent ca. 30 – 35 km/h schnell fuhren.

Doch dann änderte die Straße die Richtung und es war vorbei mit der Anschubhilfe. Da war er wieder, dieser unbezwingbare Gegenwind. Noch dazu häuften sich jetzt die Schotter-Passagen. Die nächsten 110 km bis nach Ranquil Norte erwartete uns jetzt Schotter mit Waschbrettprofil und weichem Sand.

Die Landschaft um uns herum wurde derweil immer interessanter: Hügellandschaft, der Blick auf den Cerro Payún in der Ferne, die schwarzen Lava-Felder der „Schwarzen Wüste“ (La Payunia) mit skurrilen Gesteinsformen und die Schnee-bedeckten Spitzen der Anden in der Ferne. Nach dem sehr monotonen Panorama der letzten Tage war das eine ersehnte Bereicherung für unsere Tour, wenn es auch überwiegend eine Stein-Wüste um uns herum war. Diese Region ist fast völlig unbewohnt, ist aber das aktivste Zentrum vulkanischer Aktivität weltweit.

Unser Video auf Youtube:  Steinwüste in Argentinien West

Die Mitnahme in einem Pickup für ca. 40 km verkürzte die Tortur für uns merklich. Trotzdem blieb noch genug für uns. Wir schafften es auch nicht mehr bis zum nächsten Weiler und bauten neben der Straße an einem ausgetrockneten Flussbett im Sand das Zelt auf. Das Verankern der Häringe war allerdings nicht ganz einfach, denn eine starke Windböe riss die Häringe gleich wieder aus dem weichen Sand. Mit ein paar schweren Steinen hielten sie dann doch im Boden. Aber ich schlief mit der Befürchtung ein, dass uns der Wind in der Nacht doch noch das Zelt abreißen würde.

Donnerstag, 15.11.18

Das Zelt stand noch. Die Häringe hatten gehalten. Glück gehabt.

So langsam machten sich die Symptome der Höhe bemerkbar: Ich hatte rissige Lippen und Sonnenbrand, obwohl keine Sonne schien (da hätte ich mal besser auf Annett gehört und mich ebenfalls eingecremt). Die Hände waren spröde und ausgetrocknet. Wir waren in den letzten Tagen auf 1000 – 1800 m Höhe unterwegs. Dabei war das Klima hier in dieser Region sehr trocken.

Wir setzten unsere Tour auf dem mühsamen Schotter fort und schoben uns gegen den immer noch heftigen Gegenwind den langen Anstieg hinauf. Es war sehr schwierig, bei dem Waschbrettprofil die passende Fahrspur zu finden. Dafür mussten wir ständig von rechts nach links oder in die Mitte der Piste wechseln. Auf Verkehr mussten wir dabei ausnahmsweise nicht achten, denn seit Malargüe kam hier selten mehr als ein Auto pro Stunde vorbei.

Nach den ersten 5 km rechneten wir hoch: heute würden wir bei unveränderten Bedingungen gerade einmal die 27 km bis Ranquil Norte schaffen. Zumindest hätten wir danach erst einmal wieder Asphalt unter den Rädern.

Doch dann kam alles ganz anders: Wir baten einen Pickup um die Mitnahme bis zum nächsten Städtchen und unterwegs entwickelte sich daraus ein Tagesprogramm: Unser Fahrer bot uns die Mitnahme bis nach Bariloche an, wo er ein Restaurant betreibt. Das ging uns fast zu schnell.

Wir rechneten schnell unsere geplante Route durch und legten uns auf Junin de los Andes fest. Ab da wollten wir die Sieben Seen Route bis Villa La Angostura radeln. Bis Junin waren es 600 km Strecke durch die zivilisationslose Weite von Patagonien. Lediglich 2 oder 3 kleine Dörfer lagen auf dieser Strecke. Da sollte die Wasserversorgung nicht ganz einfach sein, das war uns schon klar. Somit kam uns das Angebot sehr gelegen. Es ersparte uns ca. 12 Tage Radeln, insbesondere den gefürchteten Wind auf dieser Strecke.

Zum Abschied bot uns Ulises, unser Fahrer, noch sein Gästehaus in Bariloche an und gab uns noch einige Geheimtipps für Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenpfade. Er wollte selber in ein paar Jahren auf eine größere Reise gehen und war begeistert von unserem Abenteuer per Fahrrad.

In Junin de los Andes fuhren wir einen der beiden Campingplätze an.

Freitag, 16.11.18

Nach einigen Einkäufen für die kommenden Tage machten wir uns auf den Weg Richtung San Martin de los Andes. Das sind lediglich 40 km Strecke, doch der harte Gegenwind machte daraus ein volles Tages-Programm. Dafür belohnte uns die Landschaft: Berge und üppiger Wald um uns herum. Ein völlig anderes Landschaftsbild als von Malargüe bis Junin.

Leider nahm hier auch wieder der Verkehr zu. Wir bemerkten sehr schnell, dass wir nun in eines der Touristengebiete fuhren. Als am späten Nachmittag Regen einsetzte, suchten wir uns einen Zeltplatz und bauten in der Nachbarschaft der evangelischen Kirche in San Martin de los Andes das Zelt auf. Dort fand gerade eine Feier statt, so konnten wir um Erlaubnis fragen. Das führte auch prompt zu einer kleinen Ergänzung für unsere Zelt-Mahlzeit aus deren Küche. Wie nett.

Samstag, 17.11.18 – Dienstag, 20.11.18

San Martin de los Andes ist ein reines Touristennest. Restaurants, Hotels, Outdoor-Shops, jede Menge kommerzieller Anbieter für irgendein Freizeit- oder Erlebnis-Programm und dichter Verkehr. Von hier startet die „Sieben Seen Route“, eine Panoramastraße durch die Berge über ca. 120 km Strecke bis nach Villa La Angostura im Süden. Das war unser Programm für die kommenden Tage.

Doch vor unserem Start durfte ich schon wieder einen Plattfuß bei Annett reparieren und Annett suchte sich ein Paar neue Trekkingschuhe. Für die anstehenden Wochen durch den kalten Süden Patagoniens waren die Sommer-Sportschuhe nicht warm genug. Die passenden Schuhe waren schnell gefunden.

Lediglich die Bezahlung endete mal wieder in der schon bekannten Odyssee: Ein Geldautomat spuckte kein Geld mehr aus, an drei anderen Banken / ATMs waren die Gebühren mit 370 Peso (bei max. 3000 Peso Höchstbetrag) jenseits von Gut und Böse und an 2 Banken kam ich mit meiner Karte gar nicht erst in den Raum mit den Geldautomaten. Mit Karte zahlen war mir zu teuer (sie wollten im Geschäft tatsächlich 1000 Peso Gebühren haben bei Kartenzahlung; das waren aktuell 25 Euro!). So blieb uns nur, per US-Dollar aus unserer Bar-Reserve zu bezahlen. Wie schon erwähnt: Bargeld-Beschaffung in Argentinien ist eine Odyssee.

Hinter San Martin de los Andes geht es direkt hoch in die Berge. Die RN40 windet sich in ständigem Auf und Ab auf einer Höhe von bis zu 1300 m zwischen steilen Berghängen oder Felswänden hindurch und an den vielen Seen entlang (tatsächlich sind es weit aus mehr als nur 7 Seen). Immer wieder hat man den Blick frei auf die hohen Berge mit ihren verschneiten Gipfeln.

Der Wind wehte uns meist von vorne und war dabei ungemütlich kalt. Blieb er mal für einige Minuten aus, wurde es in der Sonnenstrahlung blitzartig so heiß, dass wir bis auf eine Lage sämtliche Kleidung ablegen mussten. Setzte der kalte Wind dann wieder ein, durften wir ganz eilig alles wieder anziehen, um nicht gleich zu unterkühlen. Insbesondere im Aufstieg war das auf Dauer sehr nervig. Insgesamt war das Wetter dazu auch noch sehr wechselhaft. Blitzschnell zog alles zu und zweimal setzte auch Regen ein.

Annett hatte zusätzlich noch mit einer Entzündung am linken Auge zu kämpfen, die von dem starken Wind der letzten Tage herrührte. Das Auge war stark geschwollen.

Viel Zivilisation gibt es auf den gesamten 120 km nicht: Ein Dorf und einige vereinzelte Häuser, mehr nicht. Trinkwasser steht unterwegs aus den vielen Bächen in den Felswänden oder zur Not aus den Seen zur Verfügung, aber Proviant mussten wir für einige Tage auf Vorrat mitschleppen.
Insgesamt kommt man bis Villa La Angostura auf über 1900 Höhenmeter, wobei viele Anstiege und Abfahrten sehr steil sind.

Gezeltet haben wir bei Temperaturen unter 10 °C einmal neben einer kleinen Farm und auf dem kostenlosen Campingplatz am Lake Villarino. Es gibt weiter südlich am Lake Espejo noch einen weiteren freien Campingplatz, doch den hatten wir ausgelassen. Stattdessen fuhren wir am Montag gleich durch bis nach Villa La Angostura und fanden mit ein wenig Mühe unweit der Straßenbrücke am Strand des Lake Correntoso einen Zeltplatz für 100 Peso (die Einheimischen zelten hier kostenlos).

Unser Video auf Youtube:   Schlafplatz am See

Villa La Angostura ist noch stärker touristisch geprägt wie Junin, insbesondere als Wintersportort. Das spürt man vor allem beim Einkauf: Es ist teuer. Zusätzlich ist es eine der staubigsten Städte, die wir bisher erlebt haben: Jede stärkere Windböe treibt eine Sand- und Staubwolke durch die Straßen. Ständig knirscht es zwischen den Zähnen und man reibt sich den Sand aus den Augen.

Wir beschränkten unseren Aufenthalt auf einen Einkauf und die nächste Plattfuß-Reparatur (mittlerweile verfluche ich den Schwalbe Marathon Mondial Mantel, denn er lässt tatsächlich jeden Fremdkörper gleich bis zum Schlauch eindringen) und machten uns auf den Weg nach Bariloche, wo wir der Einladung von Ulises folgten. Er hatte uns vor einigen Tagen eine Unterkunft auf seinem Anwesen am Lago Gutierrez angeboten.

Kaum hatten wir uns in der Hütte eingerichtet und wollten mal wieder mit WiFi und Rechner ans Werk gehen, kam eine heftige Windböe und es gab einen lauten Knall vor dem Haus: Der Strom war ausgefallen. Im ganzen Dorf. Lediglich die Notleuchte in unserer Wohnung brannte. Deren Existenz zeugt natürlich davon, dass hier wohl häufiger der Strom ausfällt. Das war uns jetzt klar.

Mittwoch, 21.11.18 – Montag, 26.11.18

Der Strom funktionierte wieder und wir waren sehr erleichtert, heute nicht radeln zu müssen. Denn es regnete ohne Unterbrechung den gesamten Tag lang bis in die nächste Nacht. So saßen wir im Trockenen und konnten uns in aller Ruhe mit den Vorbereitungen für den anstehenden Wechsel auf die chilenische Seite der Anden befassen. Dort stand die Carretera Austral auf dem Programm: eine teils abenteuerliche Piste entlang der landschaftlichen Schönheiten Chiles von Puerto Montt bis Villa O´Higgins.

Auch hierfür bekamen wir wieder ein paar gute Tipps von Ulises und bauten sie gleich in unsere Route mit ein:

Ursprünglich wollten wir über Villa La Angostura, Osorno und Puerto Montt in die Carretera Austral einsteigen. Doch nun wählten wir den Einstieg weiter südlich, über Futaleufú. Das lag von Bariloche aus näher und ersparte uns den Rückweg nach Angostura. Landschaftlich sei es genauso schön wie auf der chilenischen Seite.

Weil wir in Chile sehr viel Regen zu erwarten haben, dachte ich auch gleich an die vielen kleinen und großen Löcher in der Packtaschen und unserem Packsack. All das galt es jetzt noch zu reparieren, damit uns nicht das Wasser in den Taschen steht über die kommenden Wochen.

Ach ja, und meine Schlafmatte war ja immer noch undicht. Der See am Haus bot sich an, um das Loch unter Wasser zu suchen. Ich musste nur auf höhere Temperaturen warten, weil die Matte ja auch wieder trocknen muss.

Die Suche nach dem Loch war aber schwieriger, als ich eingangs dachte:

Ich hatte nur einige Sekunden Zeit, um das Loch unter Wasser zu finden, denn das Gewebe dieser Thermarest-Matte nimmt Wasser auf, der Faden quillt und damit dichtet die textile Außenhaut das kleine Loch sofort ab, sodass tatsächlich keine Luftblasen mehr zu sehen sind. Das ist tückisch und erschwert einem bei sehr kleinen Löchern die Suche. So jetzt auch bei meiner Matte.

Annett nutzte unseren Aufenthalt auch für einen Zahnarztbesuch. Eine alte Baustelle machte sich wieder bemerkbar. Ulises arrangierte für sie gleich einen Termin in Bariloche. Allerdings waren es anderthalb Stunden per Fahrrad bis in die Stadt, verbunden mit vielen Höhenmetern aber durch eine grandiose Landschaft.

Auch das gesamte Anwesen von Ulises lag traumhaft schön direkt am Seeufer mit Blick auf die Berge auf der anderen Seite des Sees. Im Garten stand ein Baumhaus gleich neben der Segeljacht und ein langer Holzsteg ragte 10 Meter weit in den See hinaus.

Dienstag, 27.11.18 – Donnerstag, 29.11.18

Am Dienstag verließen wir Bariloche und fuhren weiter die RN40 auf der argentinischen Seite Richtung Süden. Dabei verläuft die Straße zunächst am Lago Gutierrez entlang und bietet fast dauerhaft den Blick auf den Cerro Catedral mit seinen vielen Felsspitzen. Die nächsten 230 km bis Cholila waren landschaftlich tatsächlich ein Highlight, so wie Ulises es uns geschildert hatte: an Seen entlang, zu beiden Seiten Berge mit verschneiten Kuppen, üppiger Wald und entlang der Straße Ginster in voller Blüte. Das Blütenmeer zog sich stellenweise wie ein leuchtend gelber Streifen zu beiden Seiten der Straße.

Durchweg hatte die Straße guten Asphalt ohne größere Schäden, der gefürchtete Wind hielt sich in Grenzen, die Sonne schien und es gab nur mäßige Steigungen. Aber die Höhenmeter summierten sich denn doch auf stattliche 2200 m. Wir bereuten es trotzdem nicht, anstelle der nördlichen 200 km auf der Carretera Austral jetzt die Parallelroute auf der argentinischen Seite gefahren zu sein. Landschaftlich sind beide Seiten sehr ähnlich (Park Pumalin auf der Carretera Austral und Nationalpark Los Alerces dicht neben der RN40).

Zwischen El Foyel und El Bolson bietet sich noch ein uriger, wilder Wasserfall für eine kleine Besichtigung an: Der Zugang erfordert etwas Kletterei und ist kostenlos. Das Kassenhäuschen war jedenfalls geschlossen. Leider hat die Wasserwucht in der Vergangenheit den Trittpfad und eine Brücke mitgerissen. Aber dennoch kommt man dem Wasserfall sehr nahe und wird garantiert vom Sprühnebel nass.

Übernachtet haben wir am Dienstag nach 75 km Strecke und 1000 Höhenmetern vor El Foyel auf einer kleinen Farm (wo uns in der Nacht ein Hausschwein, 2 Schafe, 2 Pferde sowie irgendwelche Kleintiere unter meiner Schlafmatte Gesellschaft leisteten) und am Mittwoch in El Hoyo schliefen wir bei den Bomberos. Bei den Kollegen in El Bolson, 13 km zuvor, lassen sie einen nur schlafen, wenn man tatsächlich von Beruf Feuerwehrmann ist.

Dafür erlebten wir am darauffolgenden Tag genau das Gegenteil: 3 km vor Cholila hielt ein Fahrzeug der Bomberos auf unserer Höhe und der Fahrer arrangierte gleich per Handy eine Übernachtung für uns in einer Holzbaracke neben der Feuerwehr-Zentrale im Ort. Bei den Bomberos selber könnten wir nicht schlafen, weil die entsprechenden Räumlichkeiten fehlten. Doch wann immer sie Reiseradler erspähen, organisieren sie wohl deren Unterbringung in einer der Baracken. Nett.

Die Baracke war nicht mehr als eine einfache leerstehende Holzhütte. Sie hatte keine Türe mehr und es gab kein Licht. Aber das reichte uns völlig aus. Wir legten unsere Schlafmatten wie schon so oft auf den Betonboden. Das war uns sogar lieber als manche durchgelegene Matratze bei den Bomberos.

In der Nacht um 2 Uhr zog dann ganz plötzlich ein heftiger Sturm durchs Dorf. Das Klappfenster in unserer Baracke wurde mit einem Schlag aufgedrückt und wir lagen plötzlich wie in einem Windkanal. Also musste ich raus in die Kälte (es war 8 °C kalt) ein Stück Holz suchen und das Fenster festklemmen, sodass der Wind es nicht mehr aufdrücken konnte. Bis ich danach wieder aufgewärmt war, verging mehr Zeit, als mir lieb war.

Etwas frustriert stellte ich über die Tage fest, dass meine Schlafmatte trotz wiederholter Reparatur immer noch Luft verlor. Aber nur, wenn der Untergrund wohl knochentrocken war. Bei feuchtem Untergrund entwich keine Luft; da dichtete das aufgequollene Gewebe wohl erfolgreich ab.

Freitag, 30.11.18 – Montag, 3.12.18

Südlich von Cholila durchfuhren wir den Parc Nacional Los Alerces auf einer Nebenstrecke zur RN40. Hier führt der Weg durch eine malerische Berglandschaft an einigen Seen entlang: Lago Rivadavia, Lago Verde, Lago Menéndez, Lago Futalaufquen (das Wasser erscheint tatsächlich türkis oder grün). Landschaftlich durchweg ein Highlight und unserer Meinung nach ein ganzes Stück schöner als die bekannte Sieben Seen Route im Norden von Bariloche.

Allerdings fordert der Weg hier vom Radler vollen Krafteinsatz: 1450 Höhenmeter und übelster, anstrengender Schotter über 80 km Strecke. Lediglich ein kleines, 13 km langes Teilstück ist als Mischung aus Asphalt und Sand einigermaßen befahrbar mit dem Fahrrad. Auf dem restlichen Weg ist der Belag so schlecht, dass die Fahrräder ständig durchgeschüttelt wurden wie auf schlecht verlegtem Kopfsteinpflaster. Dazu gibt es oft dieses unangenehme Waschbrettprofil und losen Kies, in dem das Vorderrad immer wieder mal Richtung Böschung abdriftet. Besonders tückisch sind die steilen Abfahrten, weil der Weg immer wieder, völlig unberechenbar, irgendwelche Tücken bereithielt.

Unser Video auf Youtube:  die Schotterpiste

Nach den ersten Kilometern auf dieser Piste packte ich unser sensibles Elektronik-Equipment aus den Packtaschen in unseren Rucksack, um Schäden durch die Rüttelei zu verhindern. Ich hatte auch etwas Sorge um die Halterungen meiner Packtaschen.

Am Lago Futalaufquen bauten wir dann kurz vor der Dunkelheit auf einem der freien Zeltplätze das Zelt auf. Es wunderte uns allerdings, dass die Zeltstangen so stramm saßen wie noch nie. Ich prüfte auf die mögliche Ursache und … Knack! Da war die Zeltstange auch schon gebrochen. Zum Glück hatten wir ein Ersatz-Segment dabei, so sollte die Reparatur schnell erledigt sein.

Man muss nur eine der Endkappen lösen und das betreffende Stangen-Segment auf dem Gummiseil einfädeln. Bei unserer Zeltstange ließen sich diese Endkappen allerdings nicht lösen, auch nicht mit der Zange vom Zeltnachbarn. Sie waren über die Jahre festkorrodiert. Also musste ich das innenliegende Gummiseil in der Mitte zerschneiden und nach der Reparatur wieder verknoten. Es klappte und so waren wir doch noch gerade vor der Dunkelheit mit dem Zeltaufbau fertig.

Auf der Höhe vom Lago Futalaufquen gibt es auch wieder einen spektakulären Wasserfall zu besichtigen: Cascada Irigoyen. Hier führt ein kurzer Steig zu 2 Aussicht-Punkten, keine 100 m von der Straße entfernt. Sehr eindrucksvoll.

Unser Video auf Youtube:  Cascada Irigoyen

Kurz vor Villa Futalaufquen endet der Schotter endlich und auf den folgenden 20 km verlässt man allmählich die Bergwelt Richtung Trevelin, unserem letzten Städtchen vor der chilenischen Grenze. Ab hier sind es lediglich noch 40 km bis Chile.

Glücklicherweise klappte die Kontaktaufnahme zu einem der beiden Warmshowers-Kollegen auf Anhieb. Die Anfahrt zum Haus war aber noch ein kleines Abenteuer: Ein steiler Schotterweg führte über einige km zu dem Haus am Waldrand direkt am Fuße der Berge und auf dem Grundstück musste man furten: ein provisorischer Trittpfad, bestehend aus mehreren durchweichten, glatten Holzbrettern, führte über den Bachlauf. Eine sehr rutschige Angelegenheit. Bei nächtlicher Dunkelheit mochten wir hier nicht mit den Fahrrädern entlang stiefeln.

Der Empfang war dafür aber sehr herzlich. Unser Kontakt gab uns gleich eines von mehreren selbstgebackenen Broten (tatsächlich mal ein richtig kerniges Vollkornbrot, wie wir es aus der Heimat kennen) und wir waren eingeladen zum Asado am Sonntag: Unser Kontakt war Lehrer und zufällig wurde am Sonntag mit der gesamten Lehrerschaft samt deren Familien hier im Garten der Übergang in die schulfreie Zeit gefeiert.

Dienstag, 4.12.18

Heute verließen wir Trevelin und fuhren Richtung chilenische Grenze durch die Bergwelt der Anden. Es waren lediglich 40 km bis zur Grenze. Das sollte in 3 Stunden zu schaffen sein, dachten wir. Aber direkt hinter dem Stadtende von Trevelin begann gleich wieder dieser üble Schotter mit Waschbrettprofil. So kamen wir wieder nur mit Schrittgeschwindigkeit voran.

Auch das Wetter machte uns heute zu schaffen: Wir hatten Gegenwind und immer wieder regnete es so intensiv, dass wir die Regenkleidung anziehen mussten. Mir passierte es mehrmals, dass es gleich wieder zu regnen begann, wenn ich die Regenkleidung gerade ausgezogen hatte. Das war schon sehr nervig.

So zogen sich die 40 km über den Tag und wir erreichten tatsächlich erst um 19 Uhr die Grenze. Der Ausreisestempel auf argentinischer Seite war schnell im Pass, aber der Grenzbeamte blätterte noch Annetts Reisepass durch und schaute sich in Ruhe die vielen Visa unserer Reiseländer im Pass an. Er staunte nicht schlecht über die vielen Länder und brachte seinen Respekt zum Ausdruck.

Zum Glück waren es lediglich 200 m bis zur chilenischen Grenzstation. Wir schafften es gerade noch rechtzeitig unter das Dach der Grenzstation, dann platzte der große Regen los. Es goss in Strömen.

Auf der chilenischen Seite dauerte die Einreise-Prozedur merklich länger:

Zuerst wollten sie den Kauf-Nachweis für unsere Fahrräder sehen. Vor allem die Rahmenmarke war ihnen sehr wichtig. Die Marke „Intec“ kennt natürlich keiner und der Firmenaufkleber ist sehr klein und unauffällig am Tretlager platziert. Da dauerte es tatsächlich einige Minuten, bis die Grenzer überzeugt waren, dass die Fahrräder unser legitimes Eigentum waren. Darauf mussten wir dann zusätzlich auch gleich eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Und wehe, die könnten wir bei der Ausreise den Grenzern dann nicht zeigen!

Dann überreichten sie uns noch eine „Tarjeta de Turismo“ , ebenfalls mit Einreisestempel. Sollten wir bei der Ausreise auch dabei haben, sonst gibt es Ärger.

Letzte Instanz war dann die Lebensmittel-Einfuhrkontrolle: Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte, Nüsse, usw. dürfen nicht eingeführt werden. Dazu darf man zunächst auf einem Formular seine Angaben machen und danach wollen sie sehen, was man tatsächlich in den Packtaschen hat.

Wir waren in allen Punkten gut vorbereitet und somit war nach einer Stunde alles erledigt. Insgesamt war es nach unserem Ermessen ein wenig zu viel Bürokratie. Aber mit dem Timing hatten wir Glück: Der Grenzposten schließt um 20 Uhr. Wir waren Punkt 20 Uhr fertig und gleich hinter uns verriegelten sie die Pforten. Wir waren in Chile angekommen.

Jetzt drängte die Zeit. Wir hatten noch eine Stunde Tageslicht und es hatte sich mittlerweile eingeregnet. Da fragten wir an der erstbesten Farm an der Straße nach einem Platz fürs Zelt und durften gleich auf der Pferdewiese vor dem Haus das Zelt aufbauen. Wieder Glück gehabt.

Weiter geht es im Artikel „Chile Süd 2018 – Reisebericht

Resümee zu Argentinien West

Wir durchfuhren in Argentinien West einige Klimazonen: das feucht-kalte Tucuman, das trockene, warme Catamarca, die Weinregion um San Juan, die wüstenartigen Steppen in Mendoza, La Pampa und Neuquen sowie die windigen Höhenlagen in der Andenregion von San Martin bis Trevelin. Alles sehr sehenswert und abwechslungsreich.

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