Das Museum Te Papa Tongarewa in Neuseeland

Das Museum „Te Papa Tongarewa“ befindet sich in Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland. Es ist nicht irgendein Museum, sondern etwas ganz Besonderes:

es ist das Nationalmuseum von Neuseeland und es stellt eine umfassende Visitenkarte des ganzen Inselstaates dar.

GPS-Koordinaten: -41.29064,174.78223

Was entdeckt man im Te Papa Museum?

Der Besucher erhält einen detaillierten Einblick in die Entstehungsgeschichte von Neuseeland und die Entwicklung der Besiedelung bis in die Neuzeit:

  1. Die Entstehung und die einzigartige geologische Beschaffenheit von Neuseeland: hier bewegen sich 2 Kontinentalplatten gegeneinander: die australische und die pazifische Platte. Das ist die Ursache für den Vulkanismus und die vielen heftigen Erdbeben. Hier wird auch sehr anschaulich beschrieben, wie die Bevölkerung durch Schulung und Sensibilisierung auf zukünftige Naturkatastrophen vorbereitet wird. Ebenso sind entsprechende bautechnische Vorkehrungen, z.B. Schwingungsdämpfer in Brückenauflagern, ausgestellt.
  2. Die Kultur der Maori, der indigenen Bevölkerung von Neuseeland, die seit dem 13. Jh. in Neuseeland präsent ist
  3. Die Besiedelung durch Einwanderer aus Europa und Amerika sowie durch die vielen Flüchtlingsströme
  4. Die dramatischen Geschehnisse während der Militäreinsätze im 1. Weltkrieg in Gallipoli (Gelibolu) auf dem Boden der heutigen Türkei nahe der Dardanellen (hier zeichnen übergroße Figuren das Schreckgespenst des Krieges unglaublich eindrucksvoll)
  5. Neuseeland heute: die Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen in den Bereichen Natur und Umwelt, Landwirtschaft, Gesellschaft und Tourismus.

Alle Themenräume sind multimedial gestaltet. Es gibt Filme, Animationen, 3D-Projektionen, Beschallung und interaktive Exponate. Auch für die Kids wird es da nicht langweilig. So kann man durch das riesige Herz eines Blauwals kriechen, die Fangkrallen einer Riesenkrake „begreifen“, ein Erdbeben nachempfinden oder Fossilien unter dem Mikroskop erforschen.

Zwischen den Schätzen des Maori-Stammes aus dem Gebiet Gisborne entdeckt man eine Projektion des Flusses Te Arai, einer wichtigen Nahrungsquelle dieses Maori-Stammes.

Besonders beeindruckend ist auch das konservierte Exemplar eines Riesentintenfisches (Koloss-Kalmars) mit 500 kg Gewicht, das sie 2007 vor der Küste der Antarktis zufällig an Bord gezogen hatten.

Unser Video auf Youtube:

Projektion im Te Papa:    Clip

Das Besondere am Te Papa Museum

Nicht nur die eigentlichen Inhalte im Te Papa sind bemerkenswert:

  • Die Informationsdichte in diesem Museum ist enorm. Aber es erschlägt einen nicht. Es bleibt immer spannend und abwechslungsreich durch die sehr kreative Gestaltung der Inhalte.
  • Die Auseinandersetzung mit Konflikt-trächtigen Themen wurde nicht gescheut. Im Gegenteil: es geschieht immer sehr sachlich, offen und fair. Der Tenor lautet: Augen öffnen, einander verstehen und nach tragbaren Kompromissen suchen.
  • Der Besuch dieses Museums ist kostenlos. Eine ganz eindeutige Botschaft: der Zugang zu dieser großartigen Beschreibung des Landes soll für jeden barrierefrei sein. Für „jeden“.

Der Name des Museums

„Te Papa“ entstammt der maorischen Sprache und bedeutet übersetzt „der Ort der Schätze dieses Landes“. Es gibt wohl keine schönere und würdevollere Bezeichnung für diese einzigartige Ausstellung.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Wellington

Neben dem Te Papa Museum gibt es in Wellington noch einige weitere Sehenswürdigkeiten:

  • The Great War Expedition (hier werden die Geschehnisse des 1. Weltkrieges noch detaillierter dargestellt als im Te Papa)
  • Die Aussicht auf Wellington vom Mount Victoria aus
  • Zealandia Sanctuari (ein Natur-Reservat auf dem Stadtgebiet von Wellington)
  • Ein Ausflug zum Drehort aus der Kinotrilogie „Herr der Ringe“ (lohnt sich, wenn man von den Filmen begeistert ist)

Unsere Radreise durch Neuseeland

Wir haben das Te Papa Museum auf unserer Radreise durch Neuseeland besichtigt. In unserem Reisebericht über Neuseeland haben wir noch viele weitere Sehenswürdigkeiten beschrieben.

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