Dolomiten-Radreise

Eine Dolomiten-Radreise mit schwerem Gepäck über die alpinen Passstraßen, das war auch für uns neu, obwohl wir schon so viele Radreisen unternommen hatten. Aber die Beschreibung der Dolomiten-Höhenstraße hatte unser Interesse geweckt: atemberaubendes Panorama und gemäßigte Steigungen. Und so entschieden wir uns zu einer Dolomiten-Radreise in Südtirol, Österreich. Doch würden wir alle Pässe schaffen?

Die Anreise

Von Nassereith, westlich von Innsbruck, fuhren wir los mit unseren Rädern. Über Imst und Landeck ging es Richtung Reschenpass (1508 m), unserem ersten Anstieg. Am Reschensee bestaunten wir den im Wasser stehenden Kirchturm von Alt-Graun. Dann führte unser Weg weiter über Meran und Bozen in das Eggental. Und dann lagen sie vor uns: die Dolomiten.

Die Pässe auf unserer Dolomiten-Radreise

Während wir uns den Karerpass (1741 m) emporstrampelten, hatten wir den Blick frei auf den Rosengarten und die Latemar-Gruppe. Nach der Abfahrt folgte sofort der Aufstieg zum Pordoijoch (2239 m), mit Blick auf Sellagruppe und Marmolata. Dann ging es weiter über den Passo di Falzarego (1850 m) und dann runter nach Cortina d´ampezzo (1210 m). Nach Cortina ging es über den Passo Tre Croci (1809 m) zum Lago di Misurina und dann durch das Höhlensteintal nach Toblach (1240 m).

Die Straßen auf unserer Dolomiten-Radreise

Alle Steigungen lagen bei bis zu 15%, das ist gerade noch gut fahrbar mit vollgepacktem Reiserad. Der Verkehr hielt sich auf unserer Dolomiten-Radreise in Grenzen; dominant waren hier die vielen Motorradgruppen. Die Waldwege waren deutlich ruhiger, aber manchmal auch sehr nass: einmal war Furten angesagt.

Das Wetter auf unserer Dolomiten-Radreise

Das Wetter war durchwachsen, aber wir hatten sehr oft freie Sicht auf die Bergwelt der Dolomiten. Das war wichtig für unsere Motivation, wenn wir einen Pass hochfuhren.

Die Flusstäler auf unserer Dolomiten-Radreise

Ab Toblach fuhren wir am Inn entlang und bogen hinter Heinfels ab auf die Karnische Dolomitenstraße, die wir über Hermagor und das Gitschtal durchfuhren bis an die Drau.

Die Felbertauernstraße

Auf dem Weg nach Lienz informierten wir uns über das Wetter für den kommenden Tag, weil wir über die Großglockner Hochalpenstraße fahren wollten. Leider war Regen und Sturm angesagt, auf dem Großglockner sollte möglicherweise Schnee fallen. Damit war der Großglockner abgesagt und wir wählten Plan B: die Felbertauernstraße. Über Matrei zog sich die Passstraße hoch bis zum 5,3 km langen Felbertauerntunnel. Die Durchfahrt ist für Radler verboten. Hier muss man als Radler ein Ticket kaufen für den Transport auf einem Bike-Shuttle-Fahrzeug. Das Wetter war wie vorhergesagt: nass, kalt und stürmig. Da hätten wir auf dem Großglockner nichts vom Panorama gesehen. Die lange Abfahrt bis nach Mittersill war dann auch kein Vergnügen: nasse Straßen sind schnell rutschig und der kalte Regen kühlte uns schnell aus. Wie gut, dass wir immer eine Thermoskanne mit heißem Tee im Gepäck haben.

Sehenswertes nördlich der Dolomiten

Wir erlebten die Krimmler Wasserfälle (höchster Wasserfall Österreichs) und fuhren über den Gerlospass (1628 m), Zell am Ziller und Jenbach bis nach Stans, wo wir einen Abstecher in die Wolfsklamm unternahmen. Wir kamen auf unserer Radreise auch immer wieder durch sehenswerte Städte und Dörfer wie z. B. Hall in Tirol, die dann bei schönem Wetter zum Verweilen einluden. Hinter Hall ging es über Innsbruck zurück nach Nassereith, wo wir unser Auto geparkt hatten.

Fazit unserer Dolomiten-Radreise

Auch diese Radreise war wieder eine Bereicherung für uns. Wir hatten über 9000 Höhenmeter bewältigt (nur alleine die Pässe der Dolomiten gerechnet) und eine sagenhafte Bergwelt erlebt auf unserer Dolomiten-Radreise.

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