Bouldern lernen: wo wie ab welchem Alter – Anfänger Technik Tipps

Wie kann ich Bouldern lernen? Wo kann ich Bouldern lernen? Worauf muss ich achten? Was muss ich wissen? Und wie oft kann man Bouldern?

Das Bouldern sieht einfach aus, doch wie bei fast allen Sportarten benötigst du zum Einstieg Anleitung und Tipps vom Fachkundigen. Sonst gewöhnst du dir zu schnell falsche Bewegungsabläufe an oder wirst sogar vorzeitig mit Überlastungen und Verletzungen konfrontiert.

Unsere Tipps zum Einstieg.

Richtig Bouldern lernen:

Beim Bouldern geht es nicht vorrangig um Kraft, sondern um einen geschickten, Kräfte-sparenden Körpereinsatz und das Lösen einer Kletter-Aufgabe, dem „Problem“. Die Bewegungsabläufe sind in der Regel sehr komplex und das Klettern beginnt zunächst im Kopf.

Am besten lässt du dir die Technik in der Kletterhalle zeigen. Oder du studierst die Bewegungsabläufe der Profis in den YouTube-Videos. Aber hier hast du nicht die Sicherheit, dass die gezeigte Technik allen Regeln der Kunst entspricht.

In der Kletterhalle findest du stets fachkundige Trainer, kannst dir Kletterschuhe ausleihen und boulderst stets über einem weichen, sturzfreundlichen Hallenboden. Ein komfortableres Crashpad wirst du nirgendwo anders finden. Das sind sehr günstige Voraussetzungen für den Einstieg.

Ab welchem Alter Bouldern?

Im Alter von ca. 6 Jahren haben Kinder schon ausreichend ausgeprägte Fähigkeiten für die ersten Kletter-Übungen: Koordination, Gleichgewichtssinn, Konzentration, Geschicklichkeit und Zielstrebigkeit zählen hier sicher zu den wichtigsten.

Allerdings verläuft die Entwicklung bei Kindern sehr individuell. Insofern ist das erwähnte Einstiegsalter lediglich eine erste Orientierung.

Bei Kindern hat das Klettern und Bouldern auch vorrangig spielerischen Wert. Da zählt zunächst der Spassfaktor und nicht der sportliche Ehrgeiz. Dem solltest du Rechnung tragen, wenn du deine Kinder mitnimmst in die Kletterhalle.

Nach oben eine Altersgrenze zu ziehen, ist schwieriger. Denn die körperliche Leistungsfähigkeit wird mit zunehmendem Alter von vielen Faktoren beeinflusst.  Vorerkrankungen und Leiden können das Bouldern einschränken oder unmöglich machen. Das solltest du auf jeden Fall beim fachkundigen Mediziner abklären.

Aber auch ohne Krankheiten und Gebrechen steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, sich durch Überlastung oder vorzeitigen Verschleiß Verletzungen einzuhandeln. Die Festigkeit der Knochen reduziert sich, die Gelenke degenerieren, die Muskelmasse wird abgebaut, Koordination und Gleichgewichstsinn leiden ebenfalls.

Mit zunehmendem Alter solltest du auf deinen Körper hören und im Zweifel dem Rat deiner Ärzte folgen. Wenn das Risiko von Stürzen zu groß wird, kannst du ja auch vom Bouldern aufs Klettern mit Seilsicherung umsteigen. Macht auch Spaß!

Bouldern lernen – die wesentlichen Punkte

Um ein Gefühl für die Komplexität beim Bouldern zu bekommen, listen wir im Folgenden einige Aspekte dieses Sports auf.

  • Die Vorbereitung: bevor man sich an die Startgriffe hängt, betrachtet man die gesamte Route vom Boden aus und überlegt sich eine geschickte Greif- und Tritt-Reihenfolge. Man beginnt erst mit dem eigentlichen Bouldern an den Griffen, wenn die Route im Kopf fertig durchgeplant ist.
  • Die Greiftechnik: Je nach Griffgröße und -form kommen unterschiedliche Greiftechniken zum Einsatz. Es gibt kleine Griffe, die nur mit aufgestellten Fingerspitzen gehalten werden können. Und es gibt riesige Henkelgriffe, die mit der gesamten Hand umklammert werden können. Und dazwischen gibt es viele andere verschiedene Griffarten, die spezielle Greiftechniken erfordern.
  • Die Tritttechnik: Man nutzt sowohl die Griffe als auch die Kletterwand für Tritte. Je nach Klettersituation kommen die Schuhspitze, die Innenkante, die Außenkante, die Hacke, der Oberfuß oder der Ballen zum Einsatz. Je präziser man seinen Kletterschuh auf den Griffen absetzt, desto Material-schonender sind die Tritte und desto sicherer ist der Stand.
  • Der Körpereinsatz: Schwung nutzen, aus den Beinen heraus Höhe gewinnen, Arme lang hängen lassen, Körperspannung halten, eindrehen, … der gesamte Körper ist permanent im Einsatz, um die Position zu stabilisieren und um die Arme beim Klettern zu entlasten.

An der Beschreibung der einzelnen Bewegungs-Elemente oben ist schon erkennbar, dass du dich fürs Bouldern lernen am besten in die Obhut einer fachkundigen Person begibst. Die wichtigsten Abläufe und Bewegungsmuster sind in einer halben Stunde erläutert und gezeigt. Das Üben kann dann im Anschluss ohne Zeitdruck individuell und ohne weitere Anleitung erfolgen.

Des Weiteren klärt man dich in einer solchen Schulung auch über die Gefahren beim Bouldern auf. Denn es lauern viele Verletzungs- und Überlastungs-Risiken beim Bouldern.

Fazit zum Bouldern lernen

Ganz gleich, ob in der Kletterhalle, an einer privaten Boulderwand zuhause oder am Fels in freier Natur: starte nur unter fachkundiger Betreuung in diesen Sport. Damit vermeidest du böse Verletzungen und hast garantiert ungetrübten Kletterspaß.

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