Boulder-Ausrüstung: Was braucht man zum Bouldern

Was gehört alles zu einer Boulder-Ausrüstung? Worauf solltest du beim Kauf der Kletterschuhe achten? Welche Kleidung benötigst du zum Bouldern? Kann man auch mit Turnschuhen bouldern?

Wir geben einen ersten, groben Überblick zur Boulder-Ausrüstung für Einsteiger.

Kletterschuhe

Der Kletterschuh ist der wichtigste Gegenstand deiner Boulder-Ausrüstung. Er soll einen sicheren Tritt beim Bouldern gewährleisten und hat deshalb einige gewöhnungsbedürftige Merkmale:

  • Er muss sehr eng am Fuß sitzen
  • er ist mehr oder weniger vorgespannt und erzeugt somit einen höheren Druck auf die Zehen
  • er ist mehr oder weniger asymmetrisch geschnitten und erhöht so die Vorspannung im Seitenfuß
  • er ist aus weichem Material, um eine hohe Reibung beim Tritt bereitzustellen

Fazit: ein Kletterschuh fürs Bouldern ist nicht bequem, sondern zweckmäßig konstruiert.

Je anspruchsvoller die eigene Boulder-Technik, umso stärker können Vorspannung und Asymmetrie am Schuh ausgeprägt sein. Beim Einsteigerschuh sind diese Merkmale eher schwach ausgeprägt. Es ist auch üblich, den Kletterschuh zwischenzeitlich immer auszuziehen, wenn der Fuß zu sehr schmerzt. Für Kletterschuhe mit extremer Vorspannung und Asymmetrie gibt es daher auch Slipper-Modelle ohne Schnürsenkel. Auch Klettband kommt verstärkt zum Einsatz.

Weil Kletterschuhe nicht gerade preiswert sind, neigt der Einsteiger möglicherweise dazu, seine alten Turnschuhe zum Bouldern einzusetzen. Theoretisch geht das natürlich, aber praktisch fehlen dir an einem gewöhnlichen Turnschuh all die wesentlichen Eigenschaften, die ein hochwertiger Kletterschuh mitbringt. Und darunter leidet der Kletterspaß ganz wesentlich.

Teste den Einstieg zum Bouldern im Zweifel lieber mit geliehenden Kletterschuhen. Die Kletterhallen bieten das in der Regel an. Und wenn du dir sicher bist, dass Bouldern ein Sport für dich ist, kaufe dir einen Einsteiger-Schuh.

Mit zunehmender Erfahrung kannst du dir dann später ein aggressiver geschnittenes Modell kaufen. Sie bieten ein größeres Potenzial in den anspruchsvolleren Kletterstellen.

Magnesiasack

Magnesia oder Chalk gehört ebenfalls zu deiner Boulder-Ausrüstung. Es ist ein weißes Pulver, welches den Handschweiß bindet und somit einen besseren Halt der Hände an Griffen oder am Fels ermöglicht. Es wird in einem kleinen Stoffsack (dem Magnesiasack) mitgeführt, der am Hüftgürtel im Rückenbereich befestigt wird und somit während dem Bouldern einfach erreichbar ist für die Hände.

Eine kleine Bürste

Wenn du Magnesia zum Bouldern einsetzt, hinterlässt du eine weiße Spur auf der Kletterroute. Um die genutzten Griffe nach dem Bouldern wieder halbwegs vom Magnesia zu befreien, führt man eine kleine Büste mit. Die solltest du auch nutzen, um die Route wieder so zu verlassen, wie du sie vorgefunden hast. Das gehört zum guten Ton.

Crashpad

Möchtest du im Freien bouldern, dann benötigst du eine weiche Unterlage zum Schutz gegen Verletzungen beim Absturz: das Crashpad. Es ist handlicher als eine Matratze, aber dafür relativ klein. Es dient auch nur zum Schutz vor den schlimmsten Verletzungen.

In der Kletterhalle benötigst du kein Crashpad, weil der gesamte Boden im Boulderwand-Bereich mit weichen Matten ausgelegt ist. Der Aufprallschutz dieser Böden ist deutlich größer im Vergleich mit einem Crashpad.

Boulderhose

Hier reicht eine bequeme, elastische Hose, die einen beim Bouldern nicht behindert. Es muss nicht eine spezielle Boulderhose sein. Ideal ist auf alle Fälle eine halblange Hose oder eine eng anliegende Hose. Denn damit hast du immer freie Sicht auf deinen nächsten Tritt.

Fazit zur Boulder-Ausrüstung

Die Kletterschuhe sind das Herzstück deiner Ausrüstung.  Auf perfektes Outfit und den Magnesiasack kannst du anfangs verzichten. Kletterst du nicht in der Kletterhalle, sondern am Fels in der Natur, benötigst du aber auf jeden Fall ein Crashpad.

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