Bouldern – Kletterhallen und Felsen: Wo klettern? Kletterwände und Boulder-Spots

Zum Bouldern und Klettern gibt es Kletterhallen und Felsen. Zusätzlich gibt es aber auch noch natürliche oder künstliche Kletterwände, Mauertürme oder Kletter-Spots anderer Art. All diese verschiedenen Varianten haben ihren Reiz.

In diesem Artikel beschreiben wir Unterschiede und charakteristische Merkmale zwischen Kletterhallen und Felsen und erwähnen interessante Alternativen. Des Weiteren listen wir hier bekannte und weniger bekannte Kletter- und Boulder-Spots aus NRW auf.

Bouldern in Kletterhallen

In den letzten Jahren sind viele neue Kletterhallen entstanden. In einer solchen Halle bist du wetterunabhängig und du triffst viele Gleichgesinnte zum Lernen und Staunen. Zum Einstieg ist eine Kletterhalle mit Sicherheit die beste Empfehlung. Es gibt dort viele Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Wände mit unterschiedlicher Neigung. Und die Hallen-Crew schraubt regelmäßig neue Boulder-Routen, damit es nie langweilig wird.

Dort werden auch Kurse angeboten, in denen man dir vermittelt, worauf es ankommt beim Bouldern. So vermeidest du auf jeden Fall, dass sich direkt zu Beginn falsche Angewohnheiten einschleichen, die du später nur schwer wieder ablegen kannst.

Lesetipp: Bouldern lernen – Ein Leitfaden

Des Weiteren ist das Klettern und Bouldern in einer Kletterhalle im Hinblick auf die Absturzgefahr äußerst sicher zu bewerkstelligen. Der gesamte Hallenboden ist mit dicken Schaumstoffmatten ausgekleidet, die dich weich auffangen, wenn du aus der Wand abstürzt. Immerhin bewegst du dich auf einer Boulder-Route bis zu einer Höhe von 5 Metern über dem Boden.

Für das Toprope-Klettern ist ein solcher Hallenboden natürlich nicht erforderlich. Denn bei dieser Klettervariante sichert dich ja dein Partner vom Boden aus über das Seil, an dem du hängst. So findest du in den meisten Kletterhallen sowohl Bereiche zum Bouldern (mit weichem Hallenboden) und Bereiche zum Toprope-Klettern und für den Vorstieg (kein weicher Hallenboden).

Eine weitere Gefahr beim Bouldern sind Finger- oder Handverletzungen durch falsche Bewegung oder Überlastung. Auch hier spielen künsttliche Kletterwände in Kletterhallen ihre Vorteile aus: Denn in solchen Hallen gibt es Kletterrouten der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade. Und somit findest du sowohl Routen mit großen Henkelgriffen, als auch Boulderrouten mit kleinen, anspruchsvollen Fingergriffen.

Je größer und handlicher die Griffe, desto geringer ist das Risiko, sich im Bereich der Hände zu verletzen. Wählst du also als Einsteiger ausschließlich die Boulderrouten mit den großen Klettergriffen, vermeidest du das hohe Verletzungsrisiko. Am natürlichen Fels sind oftmals kleine Griffe mit höherem Verletzungsrisiko unvermeidbar.

Du bist auf der Suche nach einer Boulderhalle? Unter www.kletterhallen.net findest du bestimmt auch eine Kletterhalle in deiner Nähe. Lebst du in NRW, findest du sicher auch schon in unserer Liste weiter unten passende Kletterhallen und Felsen.

Bouldern am Felsen

Wählst du den natürlichen Fels zum Bouldern, dann benötigst du auf jeden Fall ein Crashpad zur Sicherheit gegen Abstürze. Und du musst dir deine Bouldergriffe suchen, weil sie nicht so deutlich hervorstechen wie künstliche Griffe an einer Holzwand in der Kletterhalle. Aber dafür bist du in der Natur und am realen Objekt. Und das Erfolgserlebnis ist stärker, wenn du eine Boulder-Route am natürlichen Fels geschafft hast.

Lesetipp: Ausrüstung zum Bouldern – Eine Übersicht

Doch kläre vor dem Bouldern ab, ob es auch erlaubt ist. Nicht jeder Fels ist fürs Bouldern freigegeben. Am besten fragst du in einer nahegelegenen Kletterhalle nach Boulderfelsen in deiner Nähe oder schließt dich einer Gruppe erfahrener Boulderer an, die dich mitnehmen an den Fels.

Generell ist beim Bouldern am Fels Begleitung durch Kletter-Kollegen sehr sinnvoll. So gibt es immer jemanden, der „spotten“ kann, während du an der Wand emporkletterst. Das unterstützt deine Sicherheit, wenn du abstürzt.

Spotten bedeutet, dass eine Person gleich hinter oder unter dir steht und mit fangbereiten Armen schnell abstützen kann, wenn du fällst. Das ist als Ergänzung zum Crashpad zu betrachten, ersetzt diese kleine Matte aber auf gar keinen Fall. Andererseits ist damit aber auch eine mehr oder weniger große Verletzungsgefahr für den Spotter verbunden.

Lesetipp: Gefahren beim Bouldern – Was du wissen solltest

Bleibt also als Fazit: Bouldern am Fels ist immer gefährlicher als das Bouldern in der Kletterhalle.

Bouldern im Kletterpark

Neben den Kletterhallen und Felsen gibt es noch Freizeit-Einrichtungen, die unter anderem Boulderwände beinhalten.

Wie zum Beispiel der Landschaftspark Duisburg: Auf einem ehemaligen Hüttengelände sind hier neben Wänden fürs Top-Rope-Klettern auch Boulderwände vorhanden. Als Crashpad dient hier der Sandboden. Ist man noch unsicher in der Wand, bleibt man beim Bouldern einfach in Bodennähe. Oder man bringst sein Crashpad als Ergänzung mit.

Neben den Boulderwänden und -türmen findest du im Landschaftspark Duisburg auch künstlich angelegte Klettersteige sowie Kletterrouten für Vorstieg und Toprope-Klettern. Und als Mitglied einer DAV-Sektion erhälst du eine Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

Klettersteige sind eine sportliche Erweiterung beim Bergwandern. Wie die Begehung von Klettersteigen funktioniert und was du dabei alles beachten musst, haben wir in einer anderen Artikel-Serie etwas detaillierter beschrieben:

Einstieg ins Klettersteig-Gehen

Doch bevor du dich mit Klettersteigen beschäftigst, solltest du dich im Bergwandern schon etwas auskennen. Auch dazu haben wir eine kleine Artikel-Serie veröffentlicht:

Einstieg ins Bergwandern – Ein Leitfaden

Durch den Einfluss der Witterung leiden nicht überdachte Anlagen unter freiem Himmel leider sehr stark: Die Griffe wirken abgenutzt und bieten nicht den erwarteten Halt beim Greifen. Das reduziert natürlich den Spaß an der Sache und ist auch nicht ganz ungefährlich, weil die Gefahr gesteht, dass du schnell abrutschst. Aber es stellt eben eine interessante Alternative zu den Kletterhallen dar.

Es gibt aber auch Boulderwände an Bauwerken, z. B. an Brückenpfeilern oder in tunnelartigen Unterführungen, wo dieser negative Einfluss der Witterung entfällt. Weiter unten listen wir einige Kletter- und Boulder-Spots dieser Art für NRW auf.

Kletterhallen in NRW

Im Folgenden listen wir die uns bekannten Kletterhallen in NRW auf. Allerdings sind nicht generell alle Hallen zum Bouldern geeignet. Manche Kletterhalle bietet lediglich Kletterwände für Vorstieg oder / und Toprope-Klettern.

Weil viele Kletterhallen im Laufe der Zeit ihr Angebot sukzessive erweitern, differenzieren wir in unserer Auflistung nicht nach Bouldern und Klettern. Die Gefahr ist zu groß, dass unsere Angaben schon überholt sind, wenn du sie liest. Die aktuellen Angebote in dieser Hinsicht erfährst du aber leicht auf Rückfrage in der betreffenden Kletterhalle.

  • Malakoff Kletterhalle, Bottrop
  • Neoliet, Bochum
  • Sport Live, Dinslaken
  • Ars Vivendi, Dortmund
  • Bergwerk, Dortmund
  • Free-Climber Boulderhalle, Dortmund
  • Klettermax, Dortmund
  • Klettermassiv, Düsseldorf
  • Mensch Sport- und Erlebniswelt, Düsseldorf
  • Move im Cosmo Sports, Düsseldorf
  • Fit 4 Live, Duisburg
  • Citymonkey Boulderhalle, Essen
  • Kletterpütt, Essen
  • Freizeit-Treff Hüls, Krefeld
  • The Wall, Mönchengladbach
  • Wupperwände, Wuppertal

Kletterfelsen in NRW

Hier listen wir die uns bekannten Kletter- und Boulderfelsen in NRW auf. Allesamt bewegst du dich hier an natürlichem Fels. Viele dieser Anlagen sind in der Obhut einer Sektion des Deutschen Alpenvereins. Demzufolge kannst du bei eintrittspflichtigen Spots mit Ermäßigungen rechnen, wenn du deinen Mitglieds-Ausweis vom DAV mitnimmst.

Bevor du an natürlichem Fels bouldern oder klettern gehst, solltest du dich eingehend informieren, ob es in irgendeiner Form Beschränkungen gibt.

  • Hohensyburg, Dortmund (mit Einschränkungen)
  • Isenberg, Hattingen
  • Sünsbruch, Hattingen
  • Bochumer Bruch, Mettmann
  • Spreeler Mühle, Schwelm
  • Boulderhöhle Laaken, Wuppertal

Künstliche Kletterwände, Mauern und ähnliche Spots

Im Folgenden listen wir die uns bekannten künstlichen Kletterspots in NRW auf. Dabei handelt es sich teils um Kletterwände im Open-Air-Bereich, teils um künstliche Felsen, Steinmauern, Brückenpfeiler und ähnliche Bauwerke.

  • Teutonia Kletterturm, Bochum
  • Kletterzentrum Lippetal, Dorsten
  • Kletterturm Dortsfeld, Dortmund
  • Landschaftspark, Duisburg (siehe Beschreibung oben)
  • Margarethenhöhe, Essen
  • Schillerwiese, Essen
  • Nordsternpark, Gelsenkirchen
  • Revierpark Gysenberg, Herne
  • Kletterwand Skihalle, Neuss
  • Trendsportpark Open Airea, Oberhausen

Zusätzlich zu den erwähnten Orten gibt es auch noch kleinere Mauerabschnitte oder Straßentunnel mit Strukturwänden, an denen sich Bouldern lässt. Weil diese Kletterplätze allerdings nur mit detaillierter Weg-Beschreibung zu finden sind, haben wir sie hier nicht aufgeführt. Frage die Kletter-Kollegen aus deiner Umgebung und du erfährst alles über diese Spots.

Fazit zu Kletterhallen und Felsen

Die Anzahl der Einrichtungen, in denen man Bouldern kann, war noch nie größer als heute. Da wird mit Sicherheit jeder fündig. Es ist allerdings zu erwarten, dass der frei zugängliche Fels aus Umweltschutzgründen immer stärker im Zugang fürs Bouldern beschränkt wird. Dafür werden immer mehr Kletterhallen eröffnet. So verlagert sich das Bouldern zunehmend in die künstlichen Kletterwände.

Hast du daheim ausreichen Platz und willst dich den mehr oder weniger aufwändigen Anfahrtsweg zu deinem Boulderzentrum in Zukunft sparen, dann baue dir deine eigene Boulderwand.

Wie das geht und was du dafür alles brauchst, haben wir in folgendem Artikel detailliert beschrieben:

Boulderwand selber bauen – Anleitung

 

 

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