Klettersteig-Touren-Planung

Klettersteig-Touren machen deine Bergwanderungen um eine ganze Ecke spannender und erlebnisintensiver. Doch Klettersteig-Touren sind nicht automatisch ungefährlich, auch wenn du in aller Regel über dein Klettersteigset am Drahtseil gesichert bist.

Im Gegenteil: Klettrersteig-Touren erfordern eine sorgfältige Planung und die Berücksichtigung einer Vielzahl potenzieller Gefahren. Wir zeigen auf, was du bei der Planung und Durchführung von Klettersteig-Touren alles beachten musst.

Schwierigkeitsstufen der Klettersteige

In ganz Europa gibt es wohl so um die 2000 Klettersteige. Die meisten davon befinden sich in den Alpen. Um die passenden Klettersteige  für sich zu finden, ist die übliche Einteilung in Schwierigkeitsstufen A bis E sehr hilfreich. Hierbei bedeutet A „leicht“ und E „extrem schwierig“.

Selbstverständlich beginnst du als Einsteiger mit einfachen Klettersteigen und achtest bei der Planung von Klettersteig-Touren für Gruppen darauf, dass der Schwierigkeitsgrad auch den Schwächsten in der Gruppe gerecht wird.

Die Beschreibung der Klettersteige

Es gibt gut sortierte Auflistungen der Klettersteige im Internet (zum Beispiel auf www.klettersteig.de/). Dort findest du detaillierte Beschreibungen zu Schwierigkeit, Länge, Charakter, Zustand der Sicherung, Besonderheiten und die Anbindung an Hütten. Das erleichtert dir die Klettersteig-Touren-Planung.

Die Angaben zur Gehlänge sind dabei etwas tückisch: Nicht selten ist das Gehtempo in einer Gruppe an einem Klettersteig deutlich langsamer als auf normalen Wanderwegen. Zusätzlich kann in der üblicherweise sehr kurzen Saison (Juni – September) bei beliebten Klettersteigen (wie zum Beispiel am Mindelheimer Klettersteig) viel Betrieb sein. Da steht man dann schonmal in einer Warteschlange, denn das Überholen auf einem Klettersteig ist nicht so einfach wie auf einem breiten Wanderweg.

Du bist gut beraten, zusätzlich zu den obligatorischen Pausenzeit-Aufschlägen auch eine ausreichend große Reservezeit für das Begehen in der Gruppe mit aufzuschlagen bei der Klettersteig-Touren-Planung. Das gilt ganz besonders für längere Tages-Etappen im Hinblick auf die Gefahr, in die Dunkelheit zu geraten.

Deine Klettersteig-Touren-Planung

Vergiss bei der Klettersteig-Touren-Planung nicht, neben dem angedachten Klettersteig auch Ausweichrouten für schlechtes Wetter vorzubereiten. Bei Regen und Nebel werden selbst leichte Klettersteige zur Gefahr. Da ist es wichtig, im Vorfeld eine Alternative ausgearbeitet zu haben. Das erleichtert dann im Ernstfall dann die Entscheidung und vermeidet ein erhöhtes Unfallrisiko.

Diese Alternativ-Routen sind vor allem bei Anfänger-Gruppen auch schon deshalb wichtig, weil sie für alle Teilnehmer den Spielraum für eine persönliche Entscheidung lassen, einen Klettersteig (aus welchen Gründen auch immer) nicht gehen zu „müssen“.

Natürlich sollten alle Teilnehmer auf Klettersteig-Touren auch über die erforderliche Ausrüstung verfügen und sicher damit umgehen können. Was es bei der Ausrüstung alles zu beachten gibt, haben wir in folgendem Artikel detailliert beschrieben:

Klettersteig-Ausrüstung – ein Leitfaden

 

Ebenso solltest du bei der Klettersteig-Touren-Planung alle möglichen Gefahren und Risiken berücksichtigen. Die Gefahren beim Klettersteig-Gehen haben wir im folgenden Artikel näher beschrieben:

Gefahren im Klettersteig

 

Vor allem für Einsteiger und Neulinge ist es ratsam, sich vor der ersten Klettersteig-Tour schon einmal unter realen Bedingungen mit der eigenen Ausrüstung und der Technik beim Begehen der Klettersteige auseinanderzusetzen. Dadurch entsteht Routine und man lernt sich ein Stück besser kennen. Unsere Tipps hierzu findest du in folgendem Artikel:

Dein Einstieg ins Klettersteig-Gehen

 

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