Voraussetzungen fürs Bergwandern

Bevor du dich auf deine erste Bergwanderung begibst, solltest du prüfen, ob du die körperlichen Voraussetzungen fürs Bergwandern mitbringst. Erfüllst du diese Voraussetzungen nicht, kann es im Berg schnell zu Überforderung oder Überlastung kommen, unter Umständen mit fatalen Folgen für deine Gesundheit oder die Sicherheit im Berg.

Wir beschreiben die Voraussetzungen fürs Bergwandern und den passenden Umgang mit Unzulänglichkeiten.

Die körperlichen Voraussetzungen fürs Bergwandern

  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit: Nicht immer sind die Wege breit und gut befestigt. Oft gibt es ausgesetzte Stellen, nassen oder losen Untergrund, überhängenden Fels, steil abfallendes Gelände unmittelbar am Weg, schroffe Felspassagen, Schneefelder und Geröllhänge. Da erfordert die Begehung Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Beim Bergwandern über mehrere Tage  trägt man in der Regel noch einen relativ schweren Rucksack. Das beeinträchtigt die Trittsicherheit, das Gleichgewichtsgefühl und den Bewegungsspielraum bei überhängendem Fels.
  • Kondition: Der Aufstieg  über viele Höhenmeter und das Wandern in großer Höhe sind anstrengend. Untrainierte Personen sollten sich rechtzeitig mit einem kleinen Fitnessprogramm vorbereiten. Aber man muss kein Marathonläufer sein, um fit genug fürs Bergwandern zu sein.
  • Deine Höhentauglichkeit: Die Luft enthält mit zunehmender Höhe immer weniger Sauerstoff und der Kreislauf ist dann schneller unterversorgt. Die Leistungsfähigkeit ist dadurch stark höhenabhängig. Das solltest du bei der Streckenplanung berücksichtigen: wähle kürzere Strecken.
    Ab einer Höhe von 2500 Metern ist zudem eine kontrollierte Höhenanpassung erforderlich. Welche Auswirkungen das auf die Gestaltung deiner Bergwanderung hat, haben wir in einem separaten Artikel detailliert beschrieben:
    Höhenkrankheit vermeiden – Tipps zur Akklimatisation
  • Gesundheit: Ist man vorbelastet durch akute oder chronische Krankheiten, dann muss man im Einzelfall natürlich medizinisch abklären lassen, ob man stark genug ist für die geplante Bergwanderung. Zu groß ist das Risiko, sich beim Bergwandern in ernste Gefahr zu bringen.
  • Schnarch-Resistenz: auf mehrtägigen Bergwanderungen übernachtest du in der Regel in Gemeinschaftsräumen auf den Berghütten. Und nicht selten ist mindestens ein Hobby-Schnarcher unter den Mitschläfern. Und das kann einem die wohl verdiente Nachtruhe ganz ordentlich versemmeln.
    Versuche, schneller einzuschlafen, als der Schnarcher oder trinke vor der Bettruhe lieber noch ein Bier mehr. Wenn alles nichts hilft, nutze Gehörschutz und lasse dich von den Kollegen morgens wecken.

Voraussetzungen fürs Bergwandern in Gruppen

Wanderst du mit anderen in einer Gruppe, dann musst du die obige Betrachtung auf die gesamte Gruppe ausdehnen. Und dann zählt der kleinste gemeinsame Nenner in allen Kriterien als Maßstab für den Schwierigkeitsgrad der geplanten Unternehmung und als Grundlage für Planung und Gestaltung der angedachten Bergtour.

Weitere Infos zum Bergwandern

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