Strom auf Radreisen

Je länger und exotischer die Radreisen, desto wichtiger wird das Thema Strom auf Radreisen. Woher den Strom nehmen für die vielen Verbraucher im Gepäck? Welche Adapter benötige ich? Welche Produkte haben sich bewährt? Hier findest Du eine Empfehlung rund um das Thema Strom auf Radreisen, basierend auf unseren Erfahrungen und unserem Equipment.

Die Verbraucher

Stirnlampen, Zeltlaterne, Smartphone, mp3-Player, Kamera, E-Book-Reader, Bluetooth-Mini-Tastatur … all diese Geräte sind wichtige Begleiter auf unseren Radreisen. Und sie benötigen Strom. Doch ist man auf Radreisen mit Zelt auch einmal abseits der Campingplätze unterwegs, ist der Zugang zum lokalen Stromnetz nicht immer garantiert. Da ist es von Vorteil, wenn man mit der eigenen Stromversorgung autark organisiert ist.

Unser Equipment für den Strom auf Radreisen

  • Nabendynamo: wir haben uns für den SON28 entschieden; er ist wartungsfrei, hat Rillenkugellager (keine Konuslager) und er erreicht schon bei 16 km/h seine Nennleistung bei der Strom-Abgabe. Für den Stecker zur Strom-Weitergabe haben wir uns eine Schutzabdeckung gebastelt, weil wir befürchten, dass er uns sonst mit der Zeit weggammelt in der Witterung.
  • Akku-Ladegerät: wir verwenden das Zzing mit 2700 mAh Speicherkapazität zur Strom-Speicherung im Fahrbetrieb. Eine volle Strom-Ladung wird durch ca. 100 km (beim alten Zzing) bzw. 70 km (beim neuen Zzing) Laufleistung erreicht, unabhängig von der Geschwindigkeit. Über den USB-Output (5V) lassen sich am Zzing viele Geräte direkt anschließen (wie Smartphone, Kamera, E-Book-Reader, mp3-Player) und werden geladen, unabhängig davon, ob man gerade fährt oder nicht. Somit ist man vor ungewollten Ladeunterbrechungen sicher. Natürlich kann man auch erst abends im Zelt den Ladebetrieb starten, wenn der Speicher im Zzing ausreichend voll ist. Daß das Zzing nicht wasserdicht ist, stört uns nicht, weil es sowieso in der Lenkertasche untergebracht ist.
  • Universal-Ladegerät: Zusätzlich nutzen wir das PIXO C-USB-Ladegerät. Es wird per USB an das Zzing angeschlossen und nimmt die Standard-Mignon-Akkus und fast alle Camcorder-Akkus auf. Auf der Website von PIXO gibt es eine Liste aller nicht kompatiben Akkus (und das sind nur sehr, sehr wenige).
  • Standard-Akkus: wir vermeiden beim Kauf neuer Geräte weitere Akku-Varianten neben der kleinen Standard-AAA-Mignon-Zellen. Und hier beschränken wir uns auf den vielgelobten Sanyo Eneloop AAA Akku mit 750 mAh. Er zeigt kaum Selbstentladung und ist so oft wieder aufladbar wie kein anderer Akku.

Kritisch wird es mit dem Thema Strom auf Radreisen bei uns erst, wenn die tägliche Fahrleistung über einen längeren Zeitraum deutlich geringer ist, als der Energiebedarf unseres Equipments. Hat man dann aber in ausreichendem Umfang den Zugang zum lokalen Stromnetz, ist das auch kein großes Problem:

  • Mit einem Adapterstecker von 220 Volt auf USB können viele Geräte am Stromnetz geladen werden.
  • Universal-Stecker: Um für die netzabhängige Stromversorgung in (fast) allen Reiseländern dieser Welt gerüstet zu sein, haben wir den Kopp Reisestecker Travel Star im Gepäck. Er beschädigt aber leicht andere Ausrüstung in den Packtaschen, wenn man die Stecker-Enden nicht mit Schutzkappen, zum Beispiel aus Polystyrol, abdeckt. Das muss man sich natürlich erstmal selber basteln.

Der Markt für Strom auf Radreisen

Neben den oben erwähnten Produkten gibt es natürlich noch eine mehr oder weniger große Anzahl weiterer Lösungen auf dem Markt, die sich in Funktionalität, Komfort, Qualität und Preis voneinander unterscheiden. Und in den einschlägigen Foren findet man viele Erfahrungsberichte und Bewertungen zu diesen Produkten. Doch die Recherche ist sehr zeitaufwändig. Daher war es unser Ziel, mit unserer Equipment-Beschreibung eine bewährte Konzept-Lösung vorzustellen, die wir auch bedenkenlos weiterempfehlen können.

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