Schweden-Radreise

1999 unternahmen wir eine 3-wöchige Schweden-Radreise durch die Provinzen Bohuslän und Dalsland. Die schwedische Schärenküste in diesem Gebiet hat eine magische Anziehungskraft. Eine wild zerklüftete Küste und unzählige Felseninseln prägen den Bereich zwischen Göteburg und Strömstad. Wir fuhren von Kungälv (nördlich von Göteborg) entlang der Küste bis Strömstad und von dort über den Kynnefjäll, über Vänersborg am Vänern und über Trollhättan zurück. Unseren Sohn (4 Jahre) hatten wir im Fahrradanhänger mit dabei. Impressionen von unserer Schweden-Radreise:

Die Schären auf unserer Schweden-Radreise

Die Schären sind während der Eiszeit entstanden, als sich gewaltige Eismassen über das Gestein schoben und den Fels glatt und rund schliffen. Somit besteht die Schärenküste heute aus einer Unmenge mehr oder weniger großer Inseln und stellt eine ausgesprochen sehenswerte Landschaft dar.

Die Straßen auf unserer Schweden-Radreise

Trotz der Küstennähe gibt es hier oftmals extreme Steigungen und das machte eine Schweden-Radreise mit Anhänger natürlich sehr kräftezehrend. So schafften wir keine großen Tagesetappen, was uns aber auch nicht wichtig war. Die Straßen sind in der Regel gut fahrbar. Kritisch wird es nur, wenn in voller Abfahrt nach einer engen Kurve plötzlich ein Schlagloch auftaucht, dem man dann nicht mehr ausweichen kann. Genau das hat bei uns dann zweimal heftige Spuren hinterlassen: einmal wurden durch den harten Aufprall mehrere Speichen-Nippel aus der Hinterrad-Felge gerissen und das andere Mal ging die Federung unseres Anhängers in die Knie und musste mit einem Behelf aus Styropor unterstützt werden. Im nächsten Baumarkt beschafften wir uns dann ein Stück Besenstiel und bauten eine Kernprothese für die fast gebrochene Feder. So hielt es dann bis zum Ende unserer Schweden-Radreise.

Das Wetter auf unserer Schweden-Radreise

Das Wetter in Schweden war wie erwartet durchwachsen. Viel Regen aber auch sonnige Tage. Und wir hatten so manchen atemberaubenden Sonnenuntergang. Im abendlichen Sonnenlicht entfalten die Felsen der Schären eine ganz besondere Ausstrahlung.

Ein Hauch von Wildnis auf unserer Schweden-Radreise

Auf dem Rückweg durch das Inland erlebten wir Einsamkeit pur auf unserer Schweden-Radreise: keine Dörfer, keine Autos, nur wilde urwüchsige Landschaft, 3 Tage am Stück. Das machte Lust auf eine Reise in die Wildnis im Norden Schwedens. Wann wir diese Reise unternehmen werden, ist noch ungewiss. Aber wir kommen wieder, das steht fest.

Trollhättan

In Trollhättan besichtigen wir die Schleusen auf dem Trollhätte-Kanal. Hier sind mehrere Schleusen quasi als Treppe hintereinander angeordnet, um den Höhenunterschied auszugleichen zwischen dem Vänern (dem größtem See in Schweden) und dem Kattegat (Ostsee). Die Manövriergenauigkeit der großen Frachtschiffe in den engen Schleusen ist hier eine besondere Attraktion (es sind oft tatsächlich nur wenige Zentimeter! Spielraum). Muss man gesehen haben, kann man nicht beschreiben und schon gar nicht fotografisch festhalten.

Leider ist unsere Schweden-Radreise schon wieder einmal viel zu schnell zu Ende und wir müssen die Heimreise antreten. Es ist gut möglich, dass wir wiederkommen und die Schärenküste dann einmal mit unseren Kajaks abfahren.

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