Schlafzimmer

Das Schlafzimmer auf unseren Reisen besteht in der Regel aus Zelt, Schlafmatten und den Schlafsäcken. In diesem Artikel stellen wir unser Equipment vor und nennen die Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen Produkten auf dem Markt.

Das Zelt

Unter den verschiedenen Zelt-Konstruktionen hat das Tunnelzelt das größtmögliche Raumangebot und ist sturmstabil. Daher ist es das Zelt unserer Wahl.
Wir verwenden das Hilleberg Nallo 3 GT inclusive der passenden Hilleberg-Zeltunterlage. Es wiegt so komplett nur 3,5 kg, ist sehr sturmstabil, hat eine geräumige Apsis und ist schnell auf- und abgebaut.

Aber es hat auch Nachteile:

  • das stark abgeflachte Fußende beim Innenzelt beschert leicht ein nasses Schlafsackende
  • der Außenreißverschluss-Schieber zeigt hohen Verschleiß (wir mussten unseren Schieber nach ca. 270 Reisetagen austauschen). Aber Hilleberg liefert problemlos Ersatzteile. In Zukunft nehmen wir Ersatzschieber mit auf Reisen.

Die Original-Zeltunterlage ist zwar wesentlich teurer als eine Plastikplane, aber sehr zu empfehlen: sie hat genau die erforderlichen Abmessungen und man kann sie im Zelt eingehängt lassen; somit verzögert es den Auf- und Abbau des Zeltes nicht. Sie gewährleistet ein trockenes und sauberes Vorzelt und schützt den Innenzeltboden gegen Beschädigungen.

Zusätzlich zum Zelt haben wir ein selbstgeschneidertes, kleines Tarp. Den Stoff (das Material, aus dem Hilleberg seine Zelte schneidert) haben wir übers Internet bei www.extremtextil.de gekauft. Es wiegt unter 300 gr. und wird quer zur Zeltachse über den Eingang gespannt. Die Befestigung erfolgt hinten mit Klickverschlüssen an zwei Abspannleinen  (eigene Konstruktion) und vorne mit 2 Häringen im Boden. Es dient nur dazu, bei Regen den offenen Zelteingang weitgehend trocken zu halten. Unser Jack-Wolfskin-Tarp (3×4 m) wiegt 1000 gr. und bleibt wegen des hohen Gewichts mittlerweile zu Hause, wenn wir auf Radreise sind.

Um die Häringe auch in hartem Boden verankern zu können, verwenden wir einen kleinen Hartgummi-Hammer aus dem Baustoffhandel. Den Hammer aus dem Outdoor-Equipment-Handel hat es nach viel zu kurzer Zeit gehimmelt.

Die Schlafmatten

Als Schlafmatten nutzen wir die Themarest Trail Lite: 3,8 cm dick, 0,8 kg, selbstaufblasbar wie alle Schlafmatten von Thermarest, Liegefläche texturiert und somit rutschhemmend. Diese Schlafmatte ist in unseren Augen der beste Kompromiss zwischen Komfort, Packmaß und Gewicht. Für den Transport auf dem Fahrrad rollen wir die Matten nicht, sondern wir falten sie zu einem flachen Paket und deponieren sie auf dem Hinterrad-Gepäckträger quer über den beiden Radtaschen.

Die Schlafsäcke

Daunen-Schlafsäcke haben im Vergleich zu Kunstfaser-Schlafsäcken bei gleichen Isolationswerten weniger Gewicht und weniger Packvolumen. Deshalb sind sie für uns die erste Wahl. Wir nutzen die Daunen-Schlafsäcke The North Face „Blue Kazoo“. Sie haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und bieten Komfort bis -2 Grad. Für tiefere Temperaturen haben wir noch unsere Hüttenschlafsäcke (Seiden-Inlets) als Ergänzung im Gepäck. Die bringen noch etwa 2-3 Grad zusätzlich. Das Damenmodell ist entsprechend der weiblichen Anatomie an einigen Stellen etwas stärker befüllt für bessere Isolation. Auch mit dem Kundenservice von The North Face sind wir sehr zufrieden: wir erhielten auf unsere Bitte hin prompt einen Satz Ersatz-Reißverschluss-Schieber für unsere Schlafsack-Modelle.

Die Körperpflege

Auf Campingplätzen mit modernen Sanitäranlagen ist die Körperpflege fast so komfortabel wie zu Hause. Nächtigt man jedoch abseits der Campingplätze, dann wird es schnell spartanisch. Um nicht gänzlich auf Komfort bei unserer Körperpflege verzichten zu müssen, bedienen wir uns der folgenden Ausrüstungs-Gegenstände:

  • Ortlieb Duschsack: man füllt ihn mit kaltem oder warmem Wasser, hängt ihn an einen starken Ast oder Wandhaken und lässt das Wasser durch den Brauseaufsatz rieseln. Das kommt der heimischen Dusche schon sehr nahe.
  • Ortlieb-Faltschüssel: sie eignet sich neben der Körperpflege auch fürs Wäsche waschen und Spülen. Sie lässt sich klein falten und hat ein geringes Gewicht.
  • Seife: wir nutzen ausschließlich Bio-Flüssigseife, sobald wir keine geregelte Kanalisation zur Entsorgung vorfinden.
  • Handtücher: hier kommen nur Microfaser-Handtücher zum Einsatz; die trocknen sehr schnell und sind nicht so voluminös wie Baumwollhandtücher.
  • Für die Rasur kommen ein Handspiegel und Einwegrasierer zum Einsatz. Ein Einwegrasierer hält einige Tage lang. Manche Systeme sind zerlegbar: man trennt die Scherköpfe von den Griffen und nimmt nur einen Griff mit mehreren Scherköpfen mit auf Reisen.

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