Infoblock Thailand

Dieser Infoblock Thailand beruht auf den Erfahrungen und Erlebnissen auf unserer großen Radreise durch Asien. Wir waren dort zwischen November 2016 und Mai 2017 insgesamt 4 Monate mit den Fahrrädern unterwegs. Dabei sind wir sowohl im Norden (Chiang Mai, Uttaradit, Ban Khok, Nan, Huai Kon, Phitsanulok, Nong Khai) als auch von Bangkok aus über Kanchanaburi, Surat Thani, Phang Nga, Krabi, und Trang Richtung Süden geradelt.

Die Bausubstanz in Thailand

Thailand ist weit entwickelt. Dementsprechend ist die Bebauung auch schon sehr modern. Allerdings sind manche Dinge einfacher gestaltet, weil das Klima hier meist heiß und schwül ist: man braucht keine Wärmedämmung, keine Heizungsanlage, keine luftdichten Fenster und Türen. Vielmehr baut man Öffnungen für gute Belüftung mit ein und nutzt Ventilatoren oder Klimaanlagen. Die Wasser- und Strom-Installation ist meist ordentlich verlegt und funktioniert auch tadellos. Das ist in Südostasien schon etwas Besonderes.

Wohnungen und manche öffentliche Einrichtung werden ohne Schuhe betreten. Das gilt für die vielen buddhistischen Tempel natürlich ebenfalls.

Die Dusche im Bad besteht sehr oft aus einem Bottich mit Wasser und einer Kelle.
In den Hotels sind die sanitären Anlagen natürlich nach westlichem Standard.

Die Toiletten in Thailand

Die Toiletten sind allermeist in sehr gutem Zustand und sauber. Weil man viele Wohnungen und Einrichtungen jedoch ohne Schuhe betritt, gibt es für die Nutzung der Toiletten dann ein Paar WC-Flip-Flops. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber immer noch besser, als eine Nutzung ganz ohne Schuhe (so etwas findet man auch).

Zelten in Thailand

Übernachtet haben wir meistens in den buddhistischen Tempelanlagen. Die Mönche gewähren meist einen Schlafplatz in einem einfach eingerichteten Raum oder auf einer überdachten Fläche, zum Beispiel in der Sala oder sogar im Wihan. Mit unseren Schlafmatten und dem Mückennetz waren wir da immer ausreichend gerüstet.

Zelten wollen wir vermeiden wegen der Schlangen. Lediglich die Wasserversorgung war in manchem Tempel spartanisch: oft fehlte fließendes Wasser. Es gab dann nur mehrere Ton-Bottiche, gefüllt mit Wasser, woher auch immer.

Die Kommunikation in Thailand

Die Thais sind freundlich und aufgeschlossen. Man kommt schnell ins Gespräch und findet auch schnell Hilfe, wenn man fragt. Mit Englisch kommt man in den Städten gut zurecht. Auf dem Land wird es da schwieriger. Aber man hat schnell einige Wörter und die Zahlen auf Thai erlernt. Und damit klappt die Verständigung überall einigermaßen.

Die Religion in Thailand

Der Buddhismus ist die vorherrschende Religion. Und er durchdringt das Leben der Thais sehr intensiv. Man erlebt in den vielen Tempel-Anlagen häufig Zeremonien, an denen nicht nur die Mönche, sondern auch die Bevölkerung teilnimmt.

Die Sicherheit in Thailand

Thailand ist ein sicheres Land und die Bevölkerung ist sehr friedlich. Es gab nie Anlass zur Sorge um unsere Fahrräder oder das Gepäck.

Die Tierwelt in Thailand

Viele aggressive Hunde muss man sich in manchen Gegenden vom Leib halten. Das erinnerte uns etwas an Griechenland. Des Weiteren begegnet man häufig Schlangen und ab und zu auch Skorpionen. In ländlichen Anwesen sind sie dann auch schon einmal in Haus und Hof anzutreffen. Nicht ganz ungefährlich.

Hundertfüßler:    Clip

Riesenspinne in Thailand:    Clip

Flugechse in Thailand:    Clip

Affen in Thailand:    Clip

Die Straßen in Thailand

Thailand hat sehr gute Straßen. Der Asphalt ist allermeist neu und qualitativ sehr gut in Schuss. Es gibt sogar Radwege in einigen Städten.

Der Chao Phraya, Fluß und Verkehrsweg:   Clip1     Clip2

Der Verkehr in Thailand

Die Autofahrer sind sehr rücksichtsvoll. Sie halten Abstand beim Überholen und fahren meist sehr defensiv. Bei den unzähligen Motorroller-Fahrern ist das völlig anders: sie fahren extrem dicht an einem vorbei, suchen sich an jeder Ampel ihren Weg zwischen den Autoschlangen und besetzten jede Nische, solange es sie ein Stück weiter nach vorne bringt. Und seien es auch nur einige cm.

Trampen in Thailand

Trampen klappt fast überall problemlos. Über die Hälfte aller Autos in Thailand sind Pickups. Das ist von Vorteil beim Trampen, wenn man mit Reiserad und Gepäck unterwegs ist: fast jedes Fahrzeug kommt in Frage für eine Mitnahme; wenn es auch manches Mal etwas länger dauert, bis man mitgenommen wird.

Die Orientierung in Thailand

Dank digitaler Karte und GPS ist die Orientierung kein Problem. Denn die Beschilderung ist allermeist in Thai und nur selten um die englische Übersetzung ergänzt. Fragt man die Einheimischen nach dem richtigen Weg, scheitert man meist schon wegen der fehlerhaften Aussprache. Die Betonung ist sehr wichtig. Mit der falschen Betonung hat das gesprochene Wort meist eine ganz andere Bedeutung. Hinzu kommt, dass die Asiaten einen eher belügen, als dass sie einem offen ins Gesicht sagen, dass sie den richtigen Weg nicht kennen. So ist halt die Mentalität.

Das Klima in Thailand

Über das gesamte Jahr existieren nur geringe Temperaturschwankungen. März bis Juni sind die heißesten Monate (35 – 40 °C), von Juli bis September herrscht der Monsun mit täglichem Starkregen und von Dezember bis Februar ist es angenehm warm (25 – 30 °C). Es gibt dabei immer regionale Unterschiede: in Gebirgslagen und im Norden kann es deutlich kühler sein.

Das Wetter war vor allem in November und Dezember sehr angenehm zum Radfahren: die Morgenstunden waren kühl (meist um die 20 °C, in höheren Lagen auch mal 11°C), die Sonne kam oft erst später am Tag durch die dichte Wolkendecke hindurch. Um die Mittagszeit war es dann aber schwül-heiß (33 °C). Den Thais war das noch viel zu kalt. Manch einer fuhr mit Fleece-Pulli und Mütze durch den Tag.

Ab Silvester nahm die Wolkenbildung deutlich zu. Und an einigen Tagen regnete es dann tatsächlich. Aber wir hatten es noch gut im Vergleich zum Süden Thailands: dort war Anfang Januar Ausnahmezustand nach heftigen Regen- und Gewitter-Schauern.

In den Wintermonaten waren uns die Tage natürlich viel zu kurz: um 18 Uhr war es dunkel. So blieben uns gerade einmal 9 Stunden vom Aufbruch bis zur Schlafplatz-Suche.

Eis-Produktion in Thailand:    Clip

Die Grenzen in Thailand

Ein- und Ausreise verlaufen völlig unkompliziert und ohne viel Bürokratie. Man füllt bei der Einreise lediglich eine Karte aus, die man bei der Ausreise wieder abgeben muss. Mehr ist es nicht.

Die Bürokratie in Thailand

Auf unserer Radreise hatten wir keine Berührungspunkte mit irgendwelcher Bürokratie oder öffentlichen Stellen. Die Polizei war stets hilfsbereit und freundlich.

Einkauf in Thailand

Es gibt in allen Städten und Dörfern kleinere Supermärkte, in den Großstädten natürlich auch gewaltig große Einkaufszentren. Daneben findet man in den Wohngebieten zu bestimmten Zeiten Märkte und an der Straße überall die berühmte asiatische Straßenküche.

Die Straßenküche ist sehr vielseitig und lecker. Und noch dazu preiswerter als mancher Lebensmitteleinkauf im Supermarkt. Wir haben ausschließlich aus den Garküchen an der Straße gelebt und uns auf den Märkten Obst und Gemüse gekauft. Unseren Kocher haben wir gar nicht benutzt.

Streetfood:    Clip

Die Esskultur in Thailand

Reis dominiert die meisten Gerichte, daneben gibt es Nudel-Gerichte und Suppen. Geflügel und Fisch sind die beliebtesten Beilagen, und die meisten Soßen sind sehr scharf gewürzt. In den Garküchen auf der Straße werden viele Speisen in Öl frittiert: Banane, Kürbis, süßer Teig, Fisch, Geflügel, …

Gegessen wird mit Besteck, manchmal auch mit Stäbchen, seltener mit den Händen. Man sitzt am Tisch oder oft auch auf dem Boden, in den buddhistischen Tempeln immer auf dem Boden.

Rosettenwaffeln:    Clip

Pancakes in Thailand:    Clip

Die Wasserversorgung in Thailand

Das Leitungswasser ist nicht genießbar, es muss gefiltert oder abgekocht werden. Man kann überall Trinkwasser in Flaschen kaufen oder seine Flaschen für kleines Geld an den öffentlichen Wasserspendern auffüllen, die überall aufgestellt sind. Um sie zu finden, muss man sich aber durchfragen. In öffentlichen Gebäuden findet man ebenfalls Wasserspender.

Die Gesundheit in Thailand

Neben den empfohlenen Impfungen ist das Befolgen der gängigen Regeln der Hygiene sehr sinnvoll: Hände waschen, Fliegen vom Essen fernhalten, usw. Lange Kleidung und Repellentien schützen schon sehr wirkungsvoll vor der Übertragung einiger tropischer Krankheiten (Malaria, Dengue, …).

Die Versorgung in den Krankenhäusern der Großstädte erschien uns sehr gut organisiert. Die Behandlungen waren zielführend und ohne lange Wartezeiten. Auch die Versorgung mit Arznei ist gut organisiert.

Fahrrad-Service in Thailand

Es gibt viele Bike-Shops in den Städten. Das Sortiment ist aktuell und die Preise sind ähnlich wie in Deutschland. Die Ersatzteilversorgung ist somit kein Problem.

Internet in Thailand

WiFi findet man fast überall, manchmal sogar in den buddhistischen Tempeln. Die Verbindungsqualität ist gut und es gibt nur selten Aussetzer.

Das Panorama in Thailand

Im Norden ist Thailand sehr gebirgig. Dabei sind manche Anstiege sehr steil und mit Reiserädern recht anstrengend. Dafür ist die Landschaft aber sehr lohnend.

Sehr spektakulär sind auch die Kalksteinfelsen im Süden Thailands.

Die schönsten Ecken findet man auf den Inseln: Ko Phi Phi, Ko Samui, Ko Phuket, Ko Lanta Yai, usw.

Kalksteinfelsen in Thailand:    Clip

Die Kultur in Thailand

Der Buddhismus durchdringt das Leben der Thais sehr intensiv. Es gibt unzählig viele Tempel, in denen neben den Mönchen auch viele Thais sehr häufig zu Zeremonien und anderen Feierlichkeiten zusammenkommen.

Songkran-Festival:    Clip1    Clip2

Tanz in Thailand:    Clip1    Clip2

Der Knigge für Thailand

Zur Begrüßung reicht ein Lächeln. Man spricht ruhig und leise. Lautstärke und Aggression bedeuten Gesichtsverlust. Niemals Kritik äußern. Menschen vor dem Fotografieren fragen.

Tempel werden nicht in kurzen Hosen betreten. Niemals den Kopf eines Menschen berühren. Frauen dürfen Mönche nicht berühren. Mönche dürfen von Frauen nichts entgegennehmen.

Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind tabu. Die Fußsohlen nicht auf andere richten. Sie gelten als unrein. Die linke Hand gilt ebenfalls als unrein. Beim Betreten von Wohnungen nicht auf die Türschwelle treten. Geschenke werden zunächst mehrfach abgelehnt. Das Auspacken der Geschenke geschieht nie im Beisein des Schenkenden. Trinkgeld wird nur in gehobenen Restaurants erwartet.

Tropische Früchte in Thailand

Die Botanik ist ein Erlebnis: Bananenstauden, Kokos-Palmen, Papaya-Bäume, Bambus, der in den Himmel wächst, die Teak-Bäume mit ihren riesigen Blättern, die riesige Jackfruit und eine Vielzahl exotischer Blumen säumen die Straßen.

Luftwurzeln in Thailand:    Clip

Dementsprechend sind deren Früchte (Mango, Papaya, Ananas, Pomelo, Bananen) sehr preiswert hier.

Jackfruit:    Clip

Sehenswürdigkeiten in Thailand

Die Vielzahl der buddhistischen Tempel und die Reichhaltigkeit deren Verzierungen ist überwältigend. Nicht selten sind es regelrechte Parks, bestehend aus einer Vielzahl von Gebäuden mit verschiedenen Funktionen und einer gepflegten Botanik. Neben Hunden (in einer Anlage leben neben dem Mönchen nicht selten 10 bis 20 Hunde, einmal waren es sogar 40! Hunde) findet man auch oft Geflügel und seltener Affen, Papageien oder andere Exoten.

Es gibt historische Städte mit Ruinen alter Tempel (Ayutthaya, Phitsanulok), andere historische Bauwerke (der Phra Pathom Chedi, die Brücke am Kwai in Kanchanaburi), freilaufende Affen in den Städten (Lop Buri), einige interessante Höhlen (Khao Luang Cave, Khao Chang Ngay Cave), skurrile Kalksteinfelsen (Phang Nga Bucht) und viele weitere Objekte.

Khao Luang Cave:    Clip1    Clip2

Parascending an der Küste:    Clip

Weitere Infos über Thailand findest Du hier:

  • Unsere Reiseberichte über Thailand:    Teil1    Teil2

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