Bergwander-Gefahren

Der Begriff „Bergwanderung“ an sich assoziiert eine harmlose Unternehmung. Doch im Gebirge lauern Gefahren. Und auch aus der eigenen Wandergruppe heraus können Gefahren entstehen. Deshalb ist es sehr ratsam, sich bei der Vorbereitung der Bergwanderung mit diesen Gefahren und Risiken auseinanderzusetzen.

Welche Bergwander-Gefahren gibt es?

  • Das Wetter: Scheint die Sonne, dann ist alles toll: die Sicht, die Laune, der Weg. Doch bei Regen, Gewitter, Schneefall, Sturm, Nebel oder Kälte ändern sich die Dinge: der Weg wird rutschig, die Sicht zur Gruppe ist schlecht, die Nässe zermürbt auf Dauer, Kälte fördert Unterkühlung. Trotz guter Funktions-Kleidung erhöht sich hier das Unfall-Risiko.
  • Das Gelände: Steile Hänge, tiefe Abgründe, überhängende Felsen, Steinschlaggefahr, … all das fordert erhöhte Konzentration beim Bergwandern. Jeder Tritt muss gut sitzen.
  • Der Weg: Loser Untergrund, Ausgesetztheit, Schrofengelände, Schneefelder. Im Rahmen der Planung sollte man sich über die Wegbeschaffenheit informieren. Doch selbst diese Infos müssen nicht aktuell sein: hat vielleicht der letzte Winter seine Spuren hinterlassen und einen großen Wegabschnitt weggerissen?!
  • Die Weg-Kennzeichnung: wenn sie fehlt oder schlecht erkennbar ist, kann es schnell in die falsche Richtung gehen
  • Das Verhalten der Gruppe: Die Dynamik in der eigenen Wandergruppe kann ebenfalls Gefahr auslösen. Gruppenzwang, Meinungsverschiedenheiten, Ablösung von der Gruppe, Einzelentscheidungen, usw.
  • Persönliche Überforderung: Überforderung durch zu lange oder schwierige Wegstrecken oder schlechten Trainingszustand können einen unsicheren Tritt mit Sturz-Gefahr nach sich ziehen
  • Unbedachte Empfehlungen von Dritten: „Geht doch diesen Weg hier. Der ist viel schöner.“ Wie schnell erliegt man den Empfehlungen anderer. Doch weiß der Empfehlende, wie fit Ihr seid? Bevor man übereilt vom geplanten Weg abweicht, muss man wissen, auf was man sich da einlässt.

Bergwander-Gefahren schon in der Planung berücksichtigen

Erkennt man die Gefahr bei der Planung der Bergwanderung, kann man entsprechend reagieren: Suche nach Alternativ-Wegen für einen vorzeitigen Abstieg bei schlechtem Wetter; Vermeidung zu langer Tagesetappen; Auswahl einer Bergwanderung, die kein Gruppenmitglied überfordert; Recherche nach detaillierter Wegbeschreibung; Besprechung der erkannten Gefahren in der Gruppe vor der Bergwanderung.  Im Zweifel ist es ratsam, einen erfahrenen Bergwanderer mit dabei zu haben, der mögliche Gefahren rechtzeitig erkennt und die richtige Handlungsweise aufzeigt.

Ein Kommentar:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.